mini|hochkant=2.1| Der 1500-Meter-Lauf der Frauen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2012 wurde am 30. Juni und 1. Juli 2012 im Olympiastadion der finnischen Hauptstadt Helsinki ausgetragen.
Europameisterin wurde die spanische Titelverteidigerin Nuria Fernández. Den zweiten Platz belegte die Deutsche Diana Sujew. Bronze ging an die Tschechin Tereza Čapková.
Bestehende Rekorde Weltrekord 3:50,46 min Peking, Volksrepublik China 11. September 1993, sport-record.de (englisch), abgerufen am 2. März 2023 Europarekord 3:52,47 min Tatjana Kasankina Zürich, Schweiz 13. August 1980Athletics - Progression of outdoor European records, 1500 m - Women, sport-record.de (englisch), abgerufen am 2. März 2023 Meisterschaftsrekord 3:56,91 min Tatjana Tomaschowa EM Göteborg, Schweden 13. August 2006 Der bestehende EM-Rekord wurde bei diesen Europameisterschaften nicht erreicht. In keinem der drei Rennen dieses Wettbewerbs wurde die Zeit von 4:08 min unterboten. Die schnellste Zeit erzielte die spanische Europameisterin Nuria Fernández im Finale mit 4:08,80 min, womit sie 11,89 s über dem Rekord blieb. Zum Europarekord fehlten ihr 16,33 s, zum Weltrekord 18,34 s.
Doping Der 1500-Meter-Lauf war durch gleich sechs Dopingfälle belastet. Fünf der betroffenen Athletinnen erreichten das Finale und belegten dort die Ränge eins bis vier sowie Platz acht. Sie wurden nachträglich sukzessive nach jeweils immer neuem Erkenntnisstand disqualifiziert. Aslı Çakır Alptekin (Türkei), zunächst Erste, wurde 2013 wegen wiederholter Dopingvergehen zunächst bis 2021 gesperrt, alle ihre Ergebnisse ab Juli 2011 wurden rückwirkend annulliert.Turkey's Asli Cakir Alptekin, winner of 'dirtiest race in history', banned for life following third doping offence, independent.co.uk, 23. September 2017 (englisch), abgerufen am 2. März 2023 Gamze Bulut (Türkei), zunächst Zweite, wurde 2013 wegen Verstoßes gegen die Antidopingbestimmungen für zwei Jahre gesperrt, alle ihre Ergebnisse ab Juli 2011 wurden rückwirkend annulliert.Doping - auch neue Siegerin Bulut muss Olympiagold abgeben. In: Hamburger Abendblatt 29. März 2017, abendblatt.de, abgerufen am 2. März 2023 Hanna Mischtschenko (Ukraine), zunächst Dritte. Ihre Resultate von 2012 wurden rückwirkend wegen Dopingmissbrauchs annulliert.Medaillenvergaben nach Dopingfällen. Herzlichen Glückwunsch nachträglich. In: Rheinische Post 15. März 2018, rp-online.de, abgerufen am 2. März 2023 Jekaterina Gorbunowa (Russland), zunächst Vierte, wurde 2013 wegen anormaler Hämoglobinwerte in ihrem Biologischen Pass für zwei Jahre gesperrt, alle ihre Ergebnisse ab dem 12. Juli 2011 wurden rückwirkend annulliert.Ekaterina Ishova (nee Gorbunova) (W), dopingsanctions.com (englisch), abgerufen am 2. März 2023 Kristina Chalejewa, spätere Kristina Ugarova (Russland), zunächst Achte, wurde am 29. November 2016 wegen anormaler Hämoglobinwerte in ihrem Biologischen Pass für zwei Jahre gesperrt, alle ihre Ergebnisse ab dem 12. Juli 2011 wurden rückwirkend annulliert.Julya und Vitaly Stepanov: Wie das russische Staatsdoping enttarnt wurde, anstageslicht.de, abgerufen am 2. März 2023 Anzhela Shevchenko (Ukraine), im Vorlauf ausgeschieden, wurde vom 18. Februar 2013 bis zum 17. Februar 2015 wegen abnormaler Blutwerte in ihrem Biologischen Pass disqualifiziert. Ihre Ergebnisse vom 2. Juli 2011 an wurden gestrichen.Zwei ukrainische Athleten beschlossen, für Russland zu starten, segodnya.ua/sport (ukrainisch/russisch), abgerufen am 2. März 2023 Bei so vielen Dopingfällen gab es entsprechend zahlreiche Benachteiligungen. Davon betroffen waren in erster Linie folgende acht Athletinnen: Die drei Medaillengewinnerinnen, die alle nicht an der Siegerehrung teilnehmen konnten und ihre Medaillen erst später erhielten mit entsprechenden Auswirkungen auf Fördergelder und Sponsoren: Nuria Fernández, Spanien – Europameisterin Diana Sujew, Deutschland – Silbermedaillengewinnerin Tereza Čapková, Tschechien – Bronzemedaillengewinnerin Fünf Läuferinnen wurde die Teilnahme am Finale verwehrt: Luiza Gega, Albanien – qualifiziert über ihren vierten Platz im zweiten Vorlauf Hind Dehiba, Frankreich – qualifiziert über die Zeitregel Denise Krebs, Deutschland – qualifiziert über die Zeitregel Ioana Doagă, Rumänien – qualifiziert über die Zeitregel Angelika Cichocka, Polen – qualifiziert über die Zeitregel
Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: DSQ disqualifiziert DOP wegen Dopingvergehens disqualifiziert IWR Internationale Wettkampfregeln TR Technische Regeln
Vorrunde 30. Juni 2012, 12:10 Uhr
Die Vorrunde wurde in zwei Läufen durchgeführt. Die ersten vier Athletinnen pro Lauf – hellblau unterlegt – sowie die darüber hinaus vier zeitschnellsten Läuferinnen – hellgrün unterlegt – qualifizierten sich für das Halbfinale. Fünf der sechs Dopingsünderinnen waren unter den Sportlerinnen, die sich die Berechtigung zur Teilnahme am Finale erliefen.
Vorlauf 1
Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung 1 Isabel Macías 4:10,06 2 Tereza Čapková 4:10,22 3 Diana Sujew 4:10,76 4 Marina Munćan 4:12,33 5 Hind Dehiba 4:12,79 eigentlich für das Finale qualifiziert 6 Denise Krebs 4:12,85 eigentlich für das Finale qualifiziert 7 Ioana Doagă 4:13,73 eigentlich für das Finale qualifiziert 8 Angelika Cichocka 4:14,59 eigentlich für das Finale qualifiziert 9 Ciara Mageean 4:19,23 Charlene Thomas IWR 163, TR17.3.2 – Bahnübertreten (PDF; 7,1 MB), S. 93, leichtathletik.de, abgerufen am 2. März 2023 DOP Hanna Mischtschenko 4:08,95 für das Finale zugelassen Aslı Çakır Alptekin 4:09,44 für das Finale zugelassen Kristina Chalejewa 4:09,69 für das Finale zugelassen
Vorlauf 2
Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung 1 Corinna Harrer 4:11,59 2 Nuria Fernández 4:11,77 3 Ingvill Måkestad Bovim 4:11,97 4 Luiza Gega 4:12,54 eigentlich für das Finale qualifiziert 5 Johanna Lehtinen 4:14,83 6 Iris María Fuentes-Pila 4:15,95 7 Sonja Roman 4:16,68 8 Tuğba Karakaya 4:19,58 9 Orla Drumm 4:19,61 10 Lidia Chojecka 4:20,66 DOP Jekaterina Gorbunowa 4:11,58 für das Finale zugelassen DOP Gamze Bulut 4:11,68 für das Finale zugelassen DOP Anzhela Shevchenko 4:17,41
Finale mini|hochkant=1.6| 1. Juli 2012, 16:10 Uhr Platz Name Nation Zeit (min) 1 Nuria Fernández 4:08,80 2 Diana Sujew 4:09,28 3 Tereza Čapková 4:10,17 4 Corinna Harrer 4:10,38 5 Isabel Macías 4:11,12 6 Ingvill Måkestad Bovim 4:13,32 7 Marina Munćan 4:15,63 DOP Aslı Çakır Alptekin 4:05,31 Gamze Bulut 4:06,04 Hanna Mischtschenko 4:07.74 Jekaterina Gorbunowa 4:08,63 Kristina Chalejewa 4:10,26
Weblinks Helsinki European Championships european-athletics.com, abgerufen am 2. März 2023 Europameisterschaft in Helsinki (Finnland), leichtathletik.de, abgerufen am 2. März 2023 Women 1500m Athletics European Championship 2012 Helsinki (FIN), todor66.com, abgerufen am 2. März 2023 European Championships - Statistics Handbook Athletics, 22nd European Athletics Championships Helsinki FIN 27 JUN–01 JUL 2012 Olympiastadion, Women 1500m, S. 689, englisch (PDF, 30.741 KB), downloads.european-athletics.com, abgerufen am 2. März 2023 XXI European Championship, Helsinki 2012, trackfield.brinkster.net (englisch), abgerufen am 2. März 2023
Videolinks 1500 m women semifinals European Athletics Championships Helsinki 2012 youtube.com, abgerufen am 2. März 2023 1500 m women semifinals European Athletics Championships Helsinki 2012 youtube.com, abgerufen am 2. März 2023
Einzelnachweise und Anmerkungen
1500 m Frauen