Das APA-Hochhaus (offizielle Bezeichnung Internationales Pressezentrum (IPZ), umgangssprachlich auch APA-Turm) ist ein leerstehendes Bürohochhaus mit 52 Meter Höhe im Wiener Gemeindebezirk Döbling.
Geschichte Der Spatenstich für das von Kurt Hlaweniczka geplante 13-stöckige Hochhaus fand 1968 statt. Als Internationales Pressezentrum stellte es TV-Büros und andere Büroräume für 15 Agenturen bereit. Sein Name bezieht sich auf die Austria Presse Agentur, abgekürzt APA, die ihren Schriftzug am Dach angebracht hatte. In unmittelbarer Nähe hatte auch die Kronen Zeitung ihren Unternehmenssitz. In den 1980er Jahren, nach dem Zerwürfnis der Krone-Teilhaber Hans Dichand und Kurt Falk, waren auch Teile der Krone, die nicht Dichand und Falk gemeinsam gehörten, im APA-Hochhaus untergebracht. Falk ließ auf eigene Kosten auf dem Dach des Pressezentrums – und im Blickfeld von Dichands Büro – eine Leuchtreklame für die Zigarettenmarke Falk installieren. Später verblieben noch die Schriftzüge der Tageszeitung Kurier auf dem Haus.Sophia-Therese Fielhauer-Resei: Das traurige Haus. In: Der österreichische Journalist online, Ausgabe 08+09/2010 (Streit zwischen Dichand und Falk, Falk-Leuchtreklame, Kurier-Schriftzug). In: journalist.at, Internet Archive (25. März 2019); abgerufen am 3. November 2022.Foto des Gebäudes und des APA-Logos. APA-Timeline 1970er, abgerufen am 3. November 2022.
Kritisiert wurden zu wenige Parkplätze und die fehlende Anbindung an die direkt nebenan vorbei führende Stadtbahnstrecke. Das Gebäude gilt als asbestbelastet.„APA-Turm“ in Döbling wird abgerissen. In: orf.at. 22. Jänner 2020, abgerufen am 22. Jänner 2020. Im August 2005 zog die APA aus dem Gebäude aus, was auch andere Mieter zum Auszug bewegte. Seither steht das Gebäude leer.
Das Gebäude gehörte ursprünglich der Bundesländer Versicherung, die später in der Uniqa Insurance Group aufgegangen ist.Benkos Signa-Tochter BAI kaufte „APA-Turm“ in Wien-Heiligenstadt. In: diepresse.com. 15. Oktober 2012, abgerufen am 22. Jänner 2020. Ende 2012 kaufte der Architekt Heinz Neumann das Gebäude um 8,2 Mio. Euro von Uniqa.Kid Möchel: Investor Benko kauft APA-Turm in Wiener Muthgasse. In: kurier.at. 15. Oktober 2018, abgerufen am 22. Jänner 2020. Da sich die Eigentümer der umliegenden Grundstücke nicht einigen konnten, blieb eine angedachte Revitalisierung unverwirklicht.APA-Hochhaus steht immer noch leer. In: orf.at. 3. August 2018, abgerufen am 22. Jänner 2020. 2018 verkaufte Neumann das Objekt weiter an Bai Bauträger Immobilien, ein Unternehmen der Signa Holding.
Im Jänner 2020 wurde berichtet, dass Signa plane, das Gebäude abzureißen. Danach wurde der Asbest aus dem Gebäude entfernt, was es erforderlich machte, die Fensteröffnungen zum Schutz der Umgebung mit Bauplanken abzudichten.Döbling: APA-Turm braucht eine neue Zukunft – Planloser Städtebau als unendliche Geschichte. In: wienerbezirksblatt.at. 12. April 2021, abgerufen am 3. November 2022. Warum der APA-Turm in Wien jetzt vernagelt ist. In: heute.at. 27. Jänner 2020, abgerufen am 3. November 2022.
Im Juli 2025 wurde das Gebäude im Rahmen der Signa-Insolvenz an die Buwog verkauft. Der Preis soll laut Kaufvertrag 13,8 Millionen betragen haben.
Im Frühjahr 2026 realisierte der spanische Künstler OKUDA auf dem Hochhaus das größte Wandgemälde Österreichs mit dem Titel In Equality. Im Mai 2026 wurde im Zuge des Calle Libre Festivals 2026 ein weiteres Mural südseitig am Gebäude von der niederländischen Streetartistin Judith de Leeuw (JDL) gemalt.
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