Faulbach, Blick auf das Dorf|mini|300px Zwischen Faulbach und Hasloch, Blick auf den Main|mini

Faulbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg.

Geografie Lage Der Hauptort Faulbach liegt in der Region Bayerischer Untermain und ist Teil des Naturparks Bayerischer Spessart. Der topographisch höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit am Osthang des Hohen Berges, der niedrigste liegt im Main auf . Durch Faulbach führt der Fränkische Marienweg.

Gemeindegliederung Es gibt drei Gemeindeteile (in Klammern jeweils der Siedlungstyp): Breitenbrunn (Kirchdorf) Faulbach (Pfarrdorf) Gußhof (Weiler)

Es gibt die auf dem Gemeindegebiet Gemarkungen Breitenbrunn und Faulbach.

Nachbargemeinden

Name Etymologie Der Ortsname stammt vom gleichnamigen Faulbach ab, der dem Main im Gemeindegebiet zufließt.

Frühere Schreibweisen Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden: 1248 Fulinbach 1283 Fulenbach 1319 Vulenbach 1329 Faulnpach 1379 Fulnbach 1444 Fawlnbach 1594 Faülbach 1625 Faulbach

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Bis zum Ende des Alten Reiches lag Faulbach auf dem Verwaltungsgebiet der Amtsvogtei Prodzelten im Oberstift des Erzstifts Mainz. Mit der Amtsvogtei Prodzelten wurde Faulbach 1803 im Reichsdeputationshauptschluss zugunsten des Fürstentums Aschaffenburg des Fürstprimas von Dalberg säkularisiert.

Ab 1810 lag Faulbach als Mairie in der Districtsmairie Stadt Prodselten des Departements Aschaffenburg des Großherzogtums Frankfurt. 1812 hatte Faulbach 120 Feuerstellen und 789 Einwohner. Maire wie auch Land- und Guldenzöllner war Joseph Krebs, sein Adjunkt hieß Michael Grehn. Pfarrer in Faulbach war damals Franz Anton Ühlein.

Mit dem Departement Aschaffenburg fiel Faulbach 1814 an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Verwaltungsgeschichte Im Jahr 1839 lag Faulbach im Landgerichtsbezirk Klingenberg. Im Jahre 1862 wurde das Bezirksamt Marktheidenfeld gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Faulbach fortan lag. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Faulbach war nun eine im Landkreis Marktheidenfeld. Mit der Auflösung des Landkreises Marktheidenfeld kam Faulbach am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Miltenberg.

Faulbacher Kerb In Faulbach gibt es eine der ältesten Kerben (Kirchweih) der Region. Belegbar seit 1870, wahrscheinlich aber um einiges älter, wird einmal im Jahr Anfang September die Kirchweih im Dorf gefeiert. Die Junggesellen des Dorfes stellen nach den fränkischen Traditionen zum Beispiel einen Kirchweihbaum auf.

Seit dem Jahr 2010 wird die Kirchweih vom dafür gegründeten Verein Faulbacher Kerb seit 1870 e. V. ausgerichtet und organisiert.

Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1976 die Gemeinde Breitenbrunn eingegliedert.

Einwohnerentwicklung 1812: 789 Einwohner 1961: 2151 Einwohner 1970: 2466 Einwohner 1987: 2502 Einwohner 1991: 2678 Einwohner 1995: 2834 Einwohner 2000: 2795 Einwohner 2005: 2769 Einwohner 2010: 2693 Einwohner 2015: 2588 Einwohner 2016: 2576 Einwohner

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stagnierte die Einwohnerzahl bei rund 2550 Einwohnern. Um 2000 zählte die Gemeinde gut 2800 Einwohner. Quelle: BayLfStat

Politik Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit Mai 2026 Philipp Konrad; dieser setzte sich in einer Stichwahl gegen seinen Amtsvorgänger Wolfgang Hörnig durch.

Gemeinderat Dem Gemeinderat gehören 14 Personen an. Bei der Kommunalwahl 2020 ergab sich folgende Sitzverteilung (siehe Diagramm rechts):

Gegenüber der vorausgehenden Amtszeit verlor die SPD/WG einen Sitz an die IGF. Die Wahlbeteiligung betrug 63,86 %.

Wappen

Europawahl An der Wahl beteiligten sich 60,66 % der Stimmberechtigten.

Bei der Europawahl errangen die CSU 41,85 %, die SPD 16,29 %, die Grünen 12,70 %, die AfD 8,95 %, die Freien Wähler 6,15 % und sonstige 14,08 %.

Baudenkmäler

Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahr 2020 gab es nach amtlicher Statistik in der Gemeinde 930 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1198 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. 26 Einwohner waren arbeitslos. 2020 gab es zehn landwirtschaftliche Betriebe.

Verkehr miniatur|rechts|Die Schleuse Faulbach. Am linken Ufer liegt Faulbach. In unmittelbarer Nähe des Ortes befindet sich bei Mainkilometer 147,1 die Schifffahrtsschleuse Faulbach. Diese hat eine Länge von 299,8 und eine Breite von 12,1 Metern. Die Fallhöhe beträgt 4,51 Meter. abgerufen am 31. Juli 2010

Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2018): Eine Kindertageseinrichtung mit 99 genehmigten Plätzen und 103 Kindern Eine Grund- und Mittelschule mit 11 Klassen, 18 Lehrern und 231 Schülern

Persönlichkeiten Wilhelm Störmer (* 1928 in Faulbach; † 2015), deutscher Historiker und Hochschullehrer

Literatur Gemeinde Faulbach (Hrsg.): Faulbach am Main, Festschrift zur 700-Jahrfeier der Erstnennung des Dorfes, Schelhaas Druck, Wertheim, 1983

Weblinks

Gemeinde Faulbach

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeindegründung 1818