mini|hochkant Der Forest Penetrator (in etwa "Waldeindringling") ist ein Rettungsmittel für die Luftrettung um Verunglückte aus dicht bewaldeten Gebieten an Bord des Hubschraubers holen zu können. Es ist geeignet um Baumkronen und das Unterholz zu durchbrechen. Zu rettende Personen können sich daran mittels Klappsitzen und Sicherungsgurten festhalten.Flug Revue, Band 21, 1969, S. 72

Im Vietnamkrieg hatten US-amerikanische Einheiten des Combat Search and Rescue Schwierigkeiten aus ihren Hubschraubern in der stark bewaldeten Landschaft an die Verunglückten heranzukommen. Die damals verwendeten Rettungsschlingen verhedderten sich in den dichten Baumkronen und erreichten deshalb nicht den Boden. Mitarbeiter von Kaman entwickelten deshalb den "Forest Penetrator".George Galdorisi, Thomas Phillips: Leave No Man Behind: The Saga of Combat Search and Rescue, Verlag Voyageur Press, 2009, ISBN 9781616732257, S. 223 Die ersten Exemplare kamen Juni 1966 in Vietnam an; die Tests mit den ebenfalls neuen Seilwinden verzögerten sich bis September/Oktober.Peter Dorland, James Nanney: Dust Off: Army Aeromedical Evacuation in Vietnam, Verlag DIANE Publishing, 1982, ISBN 9780756710859, S. 72–73 Der Forest Penetrator war erfolgreich und ersetzte zum Teil die Rettungsschlingen.Robert L. LaPointe: PJs in Vietnam: The Story of Airrescue in Vietnam as Seen Through the Eyes of Pararescuemen, Verlag Northern PJ Press, 2001, ISBN 9780970867100, S. 71

Es gibt verschiedene Varianten mit zwei bis drei Klappsitzen. Schwimmfähige Varianten ermöglichen eine Rettung aus dem Wasser. Manche Varianten verfügen über einen aufklappbaren Schutzschirm aus glasfaserverstärktem Kunststoff, welcher die Passagiere beim Hochziehen vor Baumästen schützen soll.C. Williams: Rescue Reminders in: Approach, Band 14, Ausgabe 1, Verlag Naval Safety Center, 1968, S. 26–29 Aber auch ohne den Schutzschirm gibt es selten Probleme mit dem Hochziehen.

Der Forest Penetrator ist primär für die Selbstrettung konzipiert. Bei Bedarf kann aber auch ein Helfer heruntergelassen werden.Earl H. Tilford: Search and rescue in southeast asia, Center for Air Force History, 1980, ISBN 9781428992849, S. 60 Bei zivilen Opfern wird immer ein Helfer benötigt, weil man davon ausgeht, dass die Personen nicht im Umgang mit dem Rettungsgerät vertraut sind.Helicopter Rescue Techniques, National Park Service Oktober 2013, S. 68–69

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Einzelnachweise

Kategorie:Gerät zur Technischen Hilfeleistung Kategorie:Luftrettung