Projern ist eine Ortschaft in der Gemeinde St. Veit an der Glan im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten, in Österreich. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).
Lage Die Ortschaft liegt im Glantaler Bergland im Süden des Bezirks St. Veit, in der Katastralgemeinde Projern, nordöstlich des Ulrichsbergs und südwestlich von Hörzendorf. Zur Ortschaft gehören auch die Höfe Raner (Haus Nr. 20, nordöstlich außerhalb des Dorfs) und Thurmweber (Haus Nr. 14, nordwestlich außerhalb des Dorfs; so benannt wegen der nahen Ruine der Burg Karlsberg) sowie der Weiler Schmied (Haus Nr. 10, 11, 12, 17) südwestlich außerhalb des Dorfs.
Geschichte Der Ort wurde schon Anfang des 11. Jahrhunderts erwähnt. Die Pfarrkirche hl. Ruprecht wird 1078 erwähnt. Projern war Sitz eines gleichnamigen Edelfreiengeschlechts, das auch die Burg Karlsberg erbaute. Die Vorfahren der Edelfreien von Dietrichstein gehen auf die Herren von Projern zurück.
In der Steuergemeinde Projern liegend, gehörte der Ort in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Karlsberg. Bei Bildung der Ortsgemeinden im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 kam Projern an die Gemeinde Hörzendorf (die zunächst unter dem Namen Gemeinde Karlsberg geführt wurde), 1972 an die Gemeinde St. Veit an der Glan.Wilhelm Rausch: Gebiets- und Namensänderungen der Stadtgemeinden Österreichs (= Forschungen zur Geschichte der Städte und Märkte Österreichs. Band 2). Linz 1989, S. 245.
Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft zählte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 18 Häuser, 120 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872, S. 73. 1880: 17 Häuser, 121 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882, S. 58. 1890: 17 Häuser, 125 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894, S. 58. 1900: 18 Häuser, 127 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905, S. 78. 1910: 17 Häuser, 91 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918, S. 39. 1923: 14 Häuser, 93 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 16. 1934: 89 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 16. 1961: 13 Häuser, 76 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965, S. 256. 2001: 22 Gebäude (davon 17 mit Hauptwohnsitz) mit 23 Wohnungen; 56 Einwohner und 3 Nebenwohnsitzfälle; 21 Haushalte; 1 Arbeitsstätten, 10 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004, S. 121. 2011: 22 Gebäude, 58 Einwohner, 24 Haushalte, 6 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt 2014. 2021: 23 Gebäude, 50 Einwohner, 27 Haushalte, 5 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 43.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Katholische Pfarrkirche Projern hl. Rupert
Infrastruktur 1810 gab es in Projern bereits eine vom Pfarrer eingerichtete Schule. 1831 wurde die Schule in ein eigens errichtetes Schul- und Mesnerhaus verlegt.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (St. Veit an der Glan) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan Kategorie:Ersterwähnung im 11. Jahrhundert