mini|hochkant|Hylestad I mini|250px|links|Die Ramsundritzung zeigt die Legende von Sigurd mit Grani in der Mitte Grani ist ein Pferd in der Nordischen Mythologie. Granis Vater ist laut Lieder-Edda und Völsunga saga Sleipnir, Odins achtbeinige Ross. In mehreren mittelalterlichen Sagas begleitet der Schimmel Grani Siegfried den Drachentöter (Sigurd) auf seinen Abenteuern.

Verkleidet als alter Mann rät Odin Sigurd, er solle Grani als Pferd wählen. Grani besitzt wunderbare Eigenschaften wie Stärke und Klugheit. Grani überwindet die Waberlohe, den Flammenkreis um Brünehild, er lässt sich nur von Sigurd reiten und trauert mit Guðrún um den Tod ihres Ehemannes Sigurd (Guðrúnarkviða II).

In der Ramsundritzung ist Grani dargestellt, wie er den Schatz des Drachen Fafnir trägt. Auch auf der Kirchentür der Stabkirche von Hylestad ist Grani dargestellt, wie er den Schatz trägt.

Rezeption In Richard Wagners Ring des Nibelungen ist Grane Brünhilds Pferd. In Tolkiens Erzählgedicht Die Legende von Sigurd und Gudrún erscheint Grani als Sigurds Pferd.Die Legende von Sigurd und Gudrún, J.R.R. Tolkien, ISBN 3608937951

In modernen englischsprachigen Nacherzählungen der Sigurd-Legende wird Grani auch «Greyfell» genannt.The story of Siegfried, James Baldwin (1841–1925), ISBN 198157610X

Die Färöer-Inseln gaben um 2001 eine Briefmarkenserie zur Nordischen Mythologie heraus, von denen einige bekannte Szenen mit Grani zeigen, beispielsweise, wie Grani die Waberlohe überwindet und wie er zusammen mit Gudrun den Tod seines Herrn beweint.

Einzelnachweise Régis Boyer, La Saga de Sigurdr ou la Parole donnée, Éd. du Cerf, coll. « Patrimoines. Scandinavie », 1989 Claude Lecouteux, Saga de Théodoric de Vérone, Honoré Champion, 2001

Kategorie:Mythologisches Pferd Kategorie:Tier in der nordischen Mythologie