thumb|Luftbild (2025) Rzymiany (deutsch Reimen) ist eine Ortschaft der Landgemeinde Pakosławice in Polen. Sie liegt im Powiat Nyski (Kreis Neisse) in der Woiwodschaft Opole.

Geographie Geographische Lage Das Straßendorf Rzymiany liegt etwa sechs Kilometer nordwestlich des Gemeindesitzes Pakosławice, etwa 15 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Nysa und etwa 53 Kilometer südwestlich der Woiwodschaftshauptstadt Opole. Landschaftlich befindet sich das Dorf in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene) innerhalb der Równina Grodkowska (Grottkauer Ebene) im Südwesten der historischen Region Oberschlesien. Der Ort liegt am Rande des Biechowski Las (Bechauer Wald).

Nachbarorte Nachbarorte von Rzymiany sind im Westen Strobice (Struwitz) und der Gemeindesitz Pakosławice (Bösdorf) sowie im Südwesten Złotogłowice (Groß Neundorf).

Geschichte Das Dorf wurde erstmals 1237 als Rimane erwähnt. In dem Werk Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis aus den Jahren 1295–1305 wird der Ort als Rymana erwähnt.Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis 1411 erfolgte eine Erwähnung als Reyman. Der Ortsname leitet sich vom Gründer des Dorfes ab, das Dorf des Reinhards.Heinrich Adamy: Die schlesischen Ortsnamen. Ihre Entstehung und Bedeutung – Ein Bild aus der Vorzeit. Priebatsch, Breslau 1889, S. 96

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Reimen mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Reimen ab 1816 zum Landkreis Neisse im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf eine Scholtisei, eine Kapelle sowie 52 weitere Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Reimen 299 Menschen, allesamt katholisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 540. 1855 lebten 326 Menschen im Ort. 1865 bestanden im Ort eine Scholtisei, 17 Bauer-, 18 Gärtner- und acht Häuslerstellen sowie eine Brennerei und eine Schankwirtschaft.Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1001–1002. 1874 wurde der Amtsbezirk Reinschdorf gegründet, welcher aus den Landgemeinden Franzdorf, Korkwitz, Kuschdorf, Natschkau, Reimen, Reinschdorf, Schmelzdorf und Schmolitz und den Gutsbezirken Franzdorf, Korkwitz, Kuschdorf, Natschkau, Reimen, Reinschdorf und Schmelzdorf bestand.Territorial Amtsbezirk Reinschdorf/Bösdorf 1885 zählte Reimen 325 Einwohner.AGOFF Kreis Neisse

1908 wurde die Rosenkranzkirche im Ort erbaut.Geschichte Rzymiany 1933 lebten in Reimen 351 sowie 1939 329 Menschen. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Neisse.

Infolge des Zweiten Weltkrieges kam Reimen 1945 an Polen und wurde in Rzymiany umbenannt. 1950 kam Rzymiany zur Woiwodschaft Opole. 1999 kam der Ort zum wiedergegründeten Powiat Nyski.

Sehenswürdigkeiten thumb|Die Rosenkranzkirche Die römisch-katholische Rosenkranzkirche (poln. Kościół Matki Bożej Różańcowej) wurde 1908 erbaut. 1945 wurde die Kirche im Krieg teilweise zerstört und bis 1955 vereinfacht ohne Turmhelm wiederaufgebaut. Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs

Vereine Freiwillige Feuerwehr OPS Rzymiany Fußballverein LZS Rzymiany

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Einzelnachweise

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