mini|Peter Barthold Schnibbe (2008) Peter Barthold Schnibbe (* 3. Juli 1951 in Bremerhaven; † 27. Februar 2023Sigi Schritt: „Ein außergewöhnlicher Mensch“: Zum Tod von Peter Barthold Schnibbe. In: Kreiszeitung, 3. März 2023, abgerufen am 4. März 2023.) war ein deutscher Maler der Postmoderne in der Tradition des Realismus, der nordischen Malerei und der Romantiker des 19. und 20. Jahrhunderts.
Biografie Schnibbe war der Sohn von Barthold Schnibbe (1910–1975) und Helga Knorr (* 1929). Sein Vater war Kapitän in der Handelsmarine während des Zweiten Weltkriegs. Sein Urgroßonkel mütterlicherseits war der Landschaftsmaler und Grafiker Hermann Schnee. Ein Urgroßonkel väterlicherseits war der Schriftsteller Hermann Allmers. Schnibbe war ein Neffe des Dichters Wilhelm Schnibbe.
Er lebte bis 1968 in Bremerhaven und zog mit seiner Mutter und dem Stiefvater nach Neustadt an der Weinstraße. Nach dem Abitur studierte er von 1971 bis 1972 Kunst und Germanistik am Campus Landau. Sein Examen legte er 1976 an der Universität Bremen ab, absolvierte anschließend sein Referendariat am Kippenberg-Gymnasium in Bremen und unterrichtete ab 1980 Kunst und Deutsch an der Kooperativen Gesamtschule Weyhe-Leeste. Ab 1996 arbeitete Schnibbe als freischaffender Künstler in seinem Atelier in Weyhe-Melchiorshausen.
Seit seiner Jugend war Schnibbe musikalisch aktiv. Von 1976 bis 1979 initiierte er die niederdeutsch singenden Folkrock-Band Hartleed und gehörte ihr als Schlagzeuger an, mit der er mehrere Alben veröffentlichte und im Fernsehen und Hörfunk präsent war. Ab 1999 war er Schlagzeuger und Sänger bei der Formation Uncle Snake. Zudem war er literarisch tätig.
Im Sommer 2015 heiratete er in Kanada.
Er war Mitglied im Föhrde-Club (Kiel) und im Kunstverein - Kunststiftung Lilienthal. Er engagierte sich aktiv für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und für die Kulturarbeit in Bremerhaven im Förderverein die Alte Bürger.
Werk und Wirken Als Jugendlicher begann er, mit Gouache und Ölfarbe zu arbeiten, später dann mit Acrylfarbe. In seinen frühen Werken waren es vor allem US-amerikanische Landschaften, die er abbildete. In der Folge näherte er sich zunehmend dem Fotorealismus an. Ende der 1990er-Jahre wurden die Konturen des Abgebildeten zusehends weicher, ohne dabei im Kern an Exaktheit zu verlieren. Das Farbspektrum weitete sich aus, die Wahl der Motive wurde vielschichtiger. Häufig wurden Schnibbes Arbeiten mit denen Edward Hoppers verglichen. Elemente der Worpsweder und der Nordischen Malerei Dänemarks finden sich in seinen Werken wie auch von Edvard Munch, Peder Severin Krøyer, Caspar David Friedrich und Georgia O’Keeffe.
Eine Freundschaft verband Schnibbe mit dem Maler Otto Quirin, die sich auch im Schaffen gemeinsamer Werke zeigte. mini| "Vaters Schiff" Dauerhaft präsent ist Schnibbe mit seinem Triptychon Riders on the Storm im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven, mit Vaters Schiff im Admiralszimmer des Föhrde-Clubs zu Kiel und in der Offiziersmesse des Segelschulschiffs Eagle der United States Coast Guard mit dem Werk Hour of Birth.
Ehrungen 2022: Kulturpreis des Landkreises DiepholzKulturpreis des Landkreises geht an Peter Barthold Schnibbe. In: weser-kurier.de. Abgerufen am 13. Dezember 2022.
Ausstellungen und Präsentationen (Auswahl) 1989: Neustadt/Wstr., Gruppenausstellung des Neustadter Kunstvereins 1990: Sudweyher Wassermühle 1992: Hannover, Niedersächsisches Kultusministerium 1994: St.Louis, USA , Art-loft-Gallery Collinsville 1994: Künstlerhaus Griessee, Chiemgau 1995: Hannover, Niedersächsisches Kultusministerium 1998: Worpswede, „Die Insel“ 1999: Emsland-Museum, Forum Form Clemenswerth 2000: Edmonton/Kanada, Anasazi Santos Gallery 2001: Museum für das Fürstentum Lüneburg 2001: Hoogeveen, Holland, De Tamboer 2002: Bremen, Humboldt-Schlüter-Stiftung 2002: Bremen, World Trade Center 2002: Rotenburg, Kunstturm 2003: Kunstverein Krakow am See 2003: Kunstverein Bad Zwischenahn 2004: Bremer Technologiehaus 2004: Bremen, Kunst im Raum Seidemann 2008: Künstlerhaus Spiekeroog, Gruppenausstellung mit Otto Quirin, Kurt Schulzke u. Lutz E. Felsmann 2009: Teilnahme an der Park Art, Emslandmuseum Schloss Clemenswerth 2010: Osnabrück, Teilnahme an der „Impulse International“ 2010/2011: Bruchhausen-Vilsen, Teilnahme an der „Kunstschiene“, Malerei und Poetry Slam 2010: Baden–Baden, Gruppenausstellung und Galerie Bierhinkel 2011: Straße der Kunst im Landkreis Diepholz 2012: Ahrenshoop, Kunsthaus am Schifferberg 2014: „So oder So. Zwei Positionen der Postmoderne“ im Kunstverein Worpswede Das Blaue Haus, Doppelausstellung mit Otto Quirin 2015: Bremen, Haus Paula Becker (mit Stefan Vogt) 2015: Niedersächsisches Gartenkulturmusikfestival 2016: Bremerhaven, Deutsches Schifffahrtsmuseum und Galerie Werkstatt 212 2017: Lilienthaler Kunststiftung 2018: Carolinensiel, Deutsches Sielhafenmuseum (mit Hans-Jürgen Dehn) 2018: Bremen, Unser lieben Frauen Kirche, Konzert mit Joanna Kamenarska und Nadja Dimitrov, Ausstellung mit Otto Quirin und Peter Barthold Schnibbe - zu Gunsten Ketaaketi 2018: Teilnahme an der Kunstauktion des Rotary Clubs Hamburg-Elbe 2005/2019: Wiederholte Teilnahme an der Wiecker Neujahrsauktion
Literatur (Auswahl) Rothmanns Impulse, Karikaturen, 1994/95 Kunstwelten, Witten 2011 Kunst und Material, Witten 2012, Jan.Feb. Die Gorch Fock und ihre Schwesterschiffe, Ulf Kaack, München 2012 SchiffClassic, München 3/14 Sonor in Weißenfels, Klaus Ruple, Weißenfels 2017 SchiffClassic, München 8/19 Peter Barthold Schnibbe – Maler beten mit den Augen, Bildband, Weyhe/Syke, 2014
Weblinks und Verweise
www.arthold.com
Einzelnachweise
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