mini|Polen-Litauen 1619 Die Liste von Holzsynagogen führt zerstörte und noch bestehende Synagogen auf, deren Erbauer eine in Zentral- und Osteuropa traditionelle Architektur an die Erfordernisse des jüdischen Gottesdienstes anpassten. Alle noch bestehenden großen, repräsentativen Holzsynagogen wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Heute existieren nur noch wenige schlichte Holzsynagogen, die meisten davon in Litauen. Die nicht mehr bestehenden Synagogen werden erfasst, soweit sie durch Zeichnungen oder Fotografien genauer bekannt sind.

Sind Jahreszahlen kursiv angegeben, so handelt es sich um ungefähre Werte.

Die Verwendung von Holz als Baumaterial für Synagogen lag in einer waldreichen Region nahe; auch Kirchen wurden zunächst als Holzbauten errichtet. Eine Synode in Piotrków forderte allerdings im 16. Jahrhundert, Synagogen stets aus Holz, nicht aus Stein zu bauen, so dass Steinbauten für jüdische Gemeinden nur mit Ausnahmegenehmigung möglich waren. Holzsynagogen blieben der Normalfall in einer Zeit, als christliche Kirchen meist als Steinbauten ausgeführt wurden.Barry L. Stiefel: Jews and the Renaissance of Synagogue Architecture, 1450–1730. Routledge, Oxon / New York 2016, S. 17. Der politische Raum, in dem sich Synagogen in Holzbauweise mit typischen Konstruktionsmerkmalen und Ausmalungsmustern entwickelten, war die Adelsrepublik Polen-Litauen (1569–1795), in dem der Jüdische Rat der Vier Länder bestand (1580–1764).Batsheva Goldman-Ida: Synagogues in Central and Eastern Europe in the Early Modern Period. In: Steven Fine (Hrsg.): Jewish Religious Architecture: From Biblical Israel to Modern Judaism. Brill, Leiden / Boston 2020, S. 184–207, hier S. 191 f.

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Liste von Holzsynagogen, nach Orten sortiert