mini|hochkant|Kirche Döhlen Die evangelisch-lutherische Kirche Döhlen steht in Döhlen, einem Ortsteil der Landgemeinde Stadt Auma-Weidatal im Landkreis Greiz von Thüringen. Die Kirchengemeinde Döhlen gehört zur Pfarrei Triebes im Kirchenkreis Greiz der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.Kirche Döhlen auf EKMD
Beschreibung Die 1749–51 anstelle eines Vorgängers errichtete barocke Saalkirche ist zwar verputzt, aber aus Bruchsteinen gebaut. Sie hat einen schmalen Fassadenturm auf quadratischem Grundriss im Osten, der dem breiten Kirchenschiff vorgesetzt ist. Auf ihm sitzt ein achteckiges Geschoss für den Glockenstuhl. Der Kirchturm ist mit einer Haube bedeckt, auf der eine offene Laterne thront. 1755 wurde eine Turmuhr eingebaut. Die drei Glocken der Kirche stammen aus dem 13. bis 16. Jahrhundert.Dorfkirche Göhren-Döhlen auf Deutsche Stiftung Denkmalschutz Das mit einem Satteldach gedeckte Langhaus hat einen dreiseitigen Anbau im Westen. In korbbogigen Laibungen liegen jeweils zwei Fenster übereinander. Der Innenraum hat zweigeschossige Emporen und einen Kanzelaltar. Eine Innenrenovierung erfolgte 1965, der Turm wurde 2015 instand gesetzt, und schließlich wurde 2018 eine Außensanierung vorgenommen.
mini|Empore mit Orgelprospekt
Orgel Die Orgel mit 13 Registern, verteilt auf ein Manual und Pedal, wurde 1761 durch Paul Trampel begonnen und bis 1771 von seinen Söhnen Johann Gottlob und Christian Wilhelm Trampeli fertiggestellt. Die lange Bauzeit erklärt sich durch den Tod Paul Trampelis 1764 und die 1768 abgebrannte Werkstatt. Die in weiten Teilen original erhaltene Orgel wurde 2009–2014 durch zwei vogtländische Firmen restauriert und rekonstruiert, Prospektpfeifen (Zink) sowie Tremulant und Zimbelstern stehen noch aus. Sie ist in der Disposition abweichend von anderen einmanualigen Orgeln der Erbauer sowie die größte einmanualige noch erhaltene Trampeli-Orgel.
Dispositionhttps://vogtlaendischer-orgelbau.de/orgel-doehlen.html, abgerufen am 1. Februar 2023Informationen zur Orgel auf orgbase.nl Manual CD–c3 Principal 8′ Gedackt 8′ Viole di Gambe 8′ Octava 4′ Flûte traversiere 4′ Rohrfloete 4′ Quinta 3′ Octava 2′ Sesquialtera 2fach (′) Mixtur 4fach (′) Pedal CD–c1 Violon-Bass 16′ Sup-Bass 16′ Octaven-Bass 8′ CymbelStern (vorbereitet) Koppeln: Coppel ins Pedal Tremulant (vorbereitet)
Literatur Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Thüringen. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2003, ISBN 3-422-03095-6.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk in Auma-Weidatal Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Greiz Kategorie:Kulturdenkmal in Auma-Weidatal Kategorie:Kirchengebäude des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Greiz Kategorie:Saalkirche in Thüringen Kategorie:Barocke Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Thüringen Kategorie:Erbaut in den 1750er Jahren Kategorie:Disposition einer Orgel