mini|Kirche mit gotischem Turm mini|Neugotisches Langhaus Die Pfarrkirche Hof ist seit 1858 die römisch-katholische Pfarrkirche der Gemeinde Hof im Land Salzburg. Die Kirche gehört zum Dekanat Thalgau. Sie ist dem hl. Sebastian geweiht, das Patrozinium wird am 20. Jänner gefeiert.
Geschichte Zum ersten Mal wird eine Kirche als Filialkirche von Thalgau 1502 erwähnt, das Gotteshaus selber wurde von Bürgern der Stadt Salzburg im Jahre 1515 im gotischen Stil errichtet. 1785 erhob man die Seelsorgestelle zum Vikariat Hof.
Am 4. August 1859 brannte die Kirche infolge eines Blitzschlages ab, sie wurde nach 1862 wieder aufgebaut und am 12. Oktober 1878 konsekriert.Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957 (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 278.
Orgel mini|left|hochkant|Die M.-Mauracher-Orgel (1860) war seitenspielig Geschichte Im Jahr 1580 stand schon ein Orgel-Instrument in der Kirche, das 1640 durch ein Regal ersetzt wurde. Vikar Mag. art. Johann Walch kaufte dieses mit messingen Zungen neugemachte Regal aus Ried an, es kostete 22 fl. 5 ß. 10 dl. und wurde zur Fuß nach Hof getragen.1720 lieferte Johann Christoph Egedacher ein neues Positiv mit drei Registern. Vikar Franz Xaver Jung (Amtszeit: 1837–1865) ließ 1839 eigenmächtig ein neues Instrument von Orgelbauer Karl Leitner aus Schleedorf herstellen und wurde gerügt, weil er ihm das alte Positiv von Egedacher, ohne Einrechnung in den Kostenvoranschlag, als Draufgabe überließ. Nach dem Kirchenbrand am 5. August 1859, bei der das Karl-Leitner-Instrument verbrannte, stellte Matthäus Mauracher d. Ä. im Jahr 1860 eine geschenkte Orgel auf, die aus dem Salzburger Dom stammte. Im Herbst 1863 beklagte sich Franz Xaver Jung, der 1858 zum Pfarrer erhoben worden war, dass sich dieses Instrument bis jetzt wie ein Milch-Kasten praesentiert und bittet um Verkleidung und Verzierung der Kirchenorgel. Ein Tischler bot sich daraufhin an, wenn ihm das Material (Linderholz und Fichtenlatten) zur Verfügung gestellt würde, die Orgel unentgeltlich zu verzieren. Teile dieses Instruments wurden 1981 durch den Salzburger Dompfarrer Ferdinand Grell (Amtszeit: 1964–1985) angekauft und von Gerhard Hradetzky im Rupertusoratorium des Salzburger Dom zwischengelagert.Roman Schmeißner: Die Geschichte der Orgelkunst am Beispiel des Dekanats Thalgau. Pädagogische Akademie des Bundes in Salzburg 1982, S. 38–43.
mini|Mauracher-Orgel 1860, Gehäuse 1863 Manual: (C–f3) Prinzipal 8′ Gedackt 8′ Salicional 8′ Oktav 4′ Flöte 4′ Mixtur 2′ Pedal: (18 Tasten, C–f0) Oktavbaß 8′ Pedal immer gekoppelt
In das leere Gehäuse installierte die Firma Dreher & Reinisch ein neues Instrument, wobei das II. Manual in einem neu angefertigten Brüstungspositiv untergebracht wurde.
mini|Reinisch-Orgel 1981 I Manual C–g3 Prinzipal 8′ Weidenpfeife 8′ Rohrflöte 8′ Spitzflöte 4′ Oktav 4′ Sifflöte 2′ Mixtur III ′ II Manual C–g3 Gedackt 8′ Prästant 4′ Sesquialter ′ + ′ Blockflöte 2′ Cimbel III 1′ Pedal C–f1 Subbass 16′ Oktavbass 8′ Choralbass 4′ Koppeln: II/I, I/P, II/P
Tzschöckel-Orgel 2026 mini|Tzschöckel-Orgel 2026 In einem Gutachten wurde festgestellt, dass eine Sanierung der (Dreher & Reinisch) Orgel keinen Sinn ergibt. Das Hofer Orgel-Komitee entschied sich daher, eine gebrauchte Orgel zu suchen, die sich in einem sehr guten Zustand befindet und finanziell leistbar ist. Die Wahl fiel auf eine im Jahr 2004 durch Orgelbau Tzschöckel (Althütte) gebauten Orgel mit 12 Registern, die im evangelischen Gemeindezentrum Grafenwald (Bottrop) stand, das entwidmet worden war, und die nun zum Verkauf angeboten wurde. Die Umsetzung des Instruments inklusive Anpassung an das Gehäuse aus dem Jahr 1863 übernahm die Orgelbauanstalt Georg Stahlhuth aus Aachen. Die Orgelweihe fand am 20. September 2026 statt. Disposition der Tzschöckel-Orgel 2004 / 2026 I Manual C–g3 Principal 8′ Koppelflöte 8′ Octave 4′ Rohrflöte 4′ Nasard ′ S.-Octave 2′ Terz ′ ab c0 Quinte ′ II Manual C–g3 Gedeckt 8′ Rohrflöte 4′ Transmission aus I. Nasard ′ Transmission aus I. Flautino 2′ Terz ′ Transmission aus I. Oboe 8′ Pedal C–f1 Subbaß 16′ Gedecktbaß 8′ Extension von Gedeckbaß 16′ Flötbaß 4′ Extension von Gedeckbaß 16′ Koppeln: II/I, I/P, II/P Anmerkungen
Literatur Dehio Salzburg. Wien 1986. Martin Gschwandtner: Die Kirche in Hof bei Salzburg. In: Hofspur. Hrsg. vom Tourismusverband Hof bei Salzburg, Hof 2005, S. 11–13. Roman Schmeißner: Die Geschichte der Orgelkunst am Beispiel des Dekanats Thalgau. Diplomarbeit: Pädagogische Akademie des Bundes in Salzburg 1982.
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Einzelnachweise
Pfarrkirche Kategorie:Kirchengebäude im Land Salzburg Kategorie:Sebastianskirche Kategorie:Pfarrkirche in der Erzdiözese Salzburg Kategorie:Dekanat Thalgau Kategorie:Gotische Kirche Kategorie:Unbewegliches Denkmal unter Denkmalschutz im Land Salzburg Kategorie:Neugotisches Bauwerk im Land Salzburg Kategorie:Erbaut im 19. Jahrhundert Kategorie:Disposition einer Orgel Hof bei Salzburg