mini|Ortszufahrt Goszowice (deutsch Kuschdorf) ist ein Ort der Landgemeinde Pakosławice im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie Das Straßendorf Goszowice liegt im Südwesten von Oberschlesien, etwa drei Kilometer westlich von Pakosławice, 13 Kilometer nördlich von Nysa und 52 Kilometer südwestlich von Opole in der Schlesische Tiefebene. Durch den Weiler Frączków fließt die Cielnica (Tellnitz), ein linker Zufluss der Glatzer Neiße.

Ortsteile von Goszowice sind Frączków (Franzdorf), Naczków (Natschkau) und Śmiłowice (Lentsch).

Nachbarorte von Goszowice sind im Osten Reńska Wieś (Reinschdorf), im Südosten Bykowice (Beigwitz) und im Südwesten Korzękwice (Korkwitz).

Geschichte „Coschovitz“, das zum Herzogtum Oppeln gehörte, wurde erstmals im Breslauer Zehntregister Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis aus den Jahren 1295–1305 urkundlich erwähnt. 1371 ist es in der Schreibweise Koschindorf und 1379 als Koschischdorf belegt.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Kuschdorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Kuschdorf ab 1816 zum Landkreis Neisse, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. Für das Jahr 1845 sind belegt: Vorwerk und 20 weitere Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 150, allesamt katholisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 339. 1855 waren es 155 Einwohner. 1865 bestanden im Dorf 12 Gärtner- und fünf Häuslerstellen. Eingeschult und eingepfarrt waren die Bewohner nach Reinschdorf.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1001. 1874 wurde der Amtsbezirk Reinschdorf gebildet, dem die Landgemeinden Franzdorf, Korkwitz, Kuschdorf, Natschkau, Reimen, Reinschdorf, Schmelzdorf und Schmolitz und die gleichnamigen Gutsbezirke eingegliedert wurden.Amtsbezirk Reinschdorf/Bösdorf 1885 wurden 95 Einwohner gezählt.AGOFF Kreis Neisse 1933 lebten in Kuschdorf 132 Einwohner, 1939 waren es 147 Einwohner.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs 1945 fiel Kuschdorf zur Verwaltung an Polen und wurde in Goszowice umbenannt. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Mit Abschluss des Zwei-plus-Vier-Vertrages kam Goszowice auch völkerrechtlich an Polen. Seit 1950 gehört Woiwodschaft Opole. 1999 wurde es dem Powiat Nyski eingegliedert.

Sehenswürdigkeiten Das vormals barocke Schloss Franzdorf wurde von Alexander von Francken-Sierstorpff 1886–1889 im Stil der Neorenaissance umgestaltet und erweitert. Der ehemals reich geschmückte Bau brannte in den 1930ern aus und wurde vereinfacht wieder aufgebaut. Heute befindet sich im Schloss ein Hotel.Schloss Franzdorf (polnisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Gmina Pakosławice Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert