mini|Luisa-Céline Gaffron, 2024 Luisa-Céline Gaffron (* 6. Juni 1993 in Wien) ist eine deutsche Schauspielerin.
Leben Luisa-Céline Gaffron wuchs in Wien auf, wo sie während der Schulzeit erste Theatererfahrungen sammelte, unter anderem 2004 in Tschechows Kaschtanka am Theaterhaus für junges Publikum Dschungel Wien und 2011 am mo.ë Wien in Pornographie von Simon Stephens. 2013 drehte sie den Kurzfilm Die Verfolgung unter der Regie von Leni Gruber für die Filmakademie Wien sowie für das Musikvideo zu Beyond der Band Robb unter der Regie von Patrick Vollrath. 2014 zog sie nach Berlin, um an der Universität der Künste Schauspiel zu studieren. 2015 stand sie für das Video zu Barfuß durch die Scherben der Band Die Nerven unter der Regie von Maximilian Wiedenhofer vor der Kamera. Die Ausbildung schloss sie 2018 ab. Während des Studiums stand sie unter anderem am Potsdamer Hans Otto Theater, am Deutschen Theater Berlin sowie in der Saison 2017/18 am Berliner Ensemble in Eine Frau – Mary Page Marlowe in der Rolle der Wendy Gilbert auf der Bühne.
2016 war sie in dem Spielfilmdebüt der Regisseurin Leonie Krippendorff Looping mit Jella Haase als Leila als deren Freundin Sara zu sehen. Im Kurzspielfilm Ianus von Victoria Schulz hatte sie als Lynn eine Hauptrolle, im Kurzspielfilm Jenny von Lea Becker, der am Filmfestival Max Ophüls Preis 2017 uraufgeführt wurde, spielte sie die Titelrolle. Für das britische Drama Six Minutes to Midnight von Andy Goddard stand sie 2018 unter anderem mit Judi Dench vor der Kamera.
2019 war sie im Schwarzwald-Tatort Für immer und dich in der Rolle der Jona zu sehen, die in der Tankstelle des Onkels arbeitet. An der Seite von Devid Striesow als ihrem Filmvater Klaus Frankenberg verkörperte sie in der Miniserie 8 Tage von Sky Deutschland die Rolle der Nora Frankenberg. Für ihre Darstellung der Nora wurde sie für den Deutschen Schauspielpreis 2019 in der Kategorie Nachwuchs nominiert. Anfang Juli 2019 feierte sie mit dem Kinofilm Stillstehen von Elisa Mishto mit Natalia Belitski und Jürgen Vogel am Filmfest München Premiere. Eine Episodenrolle hatte sie 2019 in der Folge Fluch der guten Tat der ZDF-Serie SOKO Potsdam. Unter der Regie von Stefan A. Lukacs drehte sie im selben Jahr für die vierte Folge Ostfriesengrab der ZDF-Ostfriesland-Krimireihe. Bei der Folge Conny & Maik der ARD-Kriminalfilmreihe Nord bei Nordwest stand sie als Conny vor der Kamera.
In der Tatort-Folge Monster (2020) verkörperte sie die Rolle der Evelyn Kohnai. Für ihre Darstellung in dieser Tatort-Folge sowie im Kinofilm Persischstunden wurde sie 2020 für den New Faces Award als beste Nachwuchsschauspielerin nominiert. Im Spielfilm Und morgen die ganze Welt von Julia von Heinz, der 2020 in den Wettbewerb um den Goldenen Löwen zu den 77. Internationalen Filmfestspielen von Venedig eingeladen wurde, verkörperte sie an der Seite von Mala Emde deren Freundin Batte. Bei den Salzburger Festspielen debütierte sie 2020 in Zdeněk Adamec von Peter Handke. In der Folge Tod einer Toten (2020) der ARD-Serie Polizeiruf 110 übernahm sie die Rolle der Pia Sommer an der Seite von Steffen C. Jürgens als ihrem Chef Anton Lobrecht von der Abteilung Rauschgift. In dem im Juli 2021 am Filmfest München uraufgeführten Fernsehfilm 3½ Stunden verkörperte sie die Rolle einer Lokomotivführerin.
In dem auf der Berlinale 2025 uraufgeführten Spielfilm How to Be Normal and the Oddness of the Other World von Florian Pochlatko übernahm sie als Pia die Hauptrolle. 2025 war sie am Cover der Oktober-Ausgabe der Vogue Germany, die zum zweiten Mal als Austria Special erschien.
Politisches Engagement Anfang Januar 2023 initiierte sie zusammen mit Jonathan Berlin eine Petition, die sich mit den Klimademonstranten in Lützerath solidarisiert. Dieser schlossen sich rund 200 prominente Erstunterzeichner an (vgl. Tagebau Garzweiler).
Filmografie
Filme
2016: Looping 2019: Stillstehen 2019: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl 2020: Persischstunden 2020: Und morgen die ganze Welt 2021: Six Minutes to Midnight 2021: Nebenan 2021: 3½ Stunden (Fernsehfilm) 2021: Lieber Thomas 2021: Ivie wie Ivie 2021: Das Mädchen mit den goldenen Händen 2021: Mein Sohn 2021: Schachnovelle 2022: Ladybitch 2023: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war 2025: How to Be Normal (How to Be Normal and the Oddness of the Other World) 2026: 23 000 Leben
Serien
2017: Abgestempelt – Der Widerstand 2017: SOKO Leipzig – Vaterliebe 2018: Tatverdacht: Team Frankfurt ermittelt (Folge Hilferuf) 2019: 8 Tage (Miniserie, 8 Folgen) 2019: SOKO Potsdam – Fluch der guten Tat 2019: Tatort: Für immer und dich 2020: Tatort: Monster 2020: Ostfrieslandkrimis – Ostfriesengrab 2020: Aus dem Tagebuch eines Uber-Fahrers (Folge Bist du Ben?) 2020: Polizeiruf 110: Tod einer Toten 2021: Nord bei Nordwest – Conny & Maik 2022–2024: Der Palast (12 Folgen) 2022: Der Irland-Krimi: Familienbande 2023: Der Schatten (Miniserie, 6 Folgen) 2023: Die Heiland – Wir sind Anwalt (Folge Kaltblüter) 2024: In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte (Folge Durchkreuzt) 2024: SOKO Wismar (Folgen Karoline Undercover 1 & 2) 2026: Die Diplomatin – Gefährliche Lüge
Kurzfilme
2016: Ianus 2017: Jenny 2018: Down Down Down
Musikvideos
2013: Beyond 2015: Barfuß durch die Scherben 2025: Hausverbot ($ONO$ CLIQ)
Theater
2020: Zdeněk Adamec, Salzburger Festspiele 2017: Kalt ist mir nicht, Deutsches Theater Berlin 2017–2018: Eine Frau – Mary Page Marlowe, Berliner Ensemble
Auszeichnungen und Nominierungen Deutscher Schauspielpreis 2019 Nominierung in der Kategorie Nachwuchs für 8 Tage New Faces Award 2020 Nominierung als beste Nachwuchsschauspielerin für Tatort: Monster und Persischstunden Romyverleihung 2025 Auszeichnung in der Kategorie Entdeckung weiblich
Weblinks
Luisa-Céline Gaffron bei castupload.com Luisa-Céline Gaffron bei der Agentur Schlag
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1993 Kategorie:Frau Kategorie:Romy-Preisträger