Der Luftwaffensportverein Radom (kurz: LSV Radom) war während des Zweiten Weltkriegs ein Sportclub in einer Garnison der deutschen Luftwaffe in der Stadt Radom im besetzten Polen. Die aus deutschen Soldaten bestehende Mannschaft wurde 1940 Vizemeister der Gauliga Generalgouvernement.

Geschichte Als Meister des Distrikts Radom war der LSV in der ersten Saison seines Bestehens für das Halbfinale der Gaumeisterschaft 1940 qualifiziert, in dem er den LSV Okecie 4:3 nach Verlängerung schlug.Papierform steht Kopf. Krakaus und Warschaus Meister geschlagen In: Warschauer Zeitung, 23. Oktober 1940, S. 15. Im Finale unterlag er knapp dem LSV Deblin mit 1:2.Cracovius, Die tüchtigen Flieger aus Demblin. In: Der Kicker, 19. November 1940, S. 26.Nach dramatischem Endkampf fiel der Meistertitel an LSV. Deblin In: Warschauer Zeitung, 22. Oktober 1940, S. 12. Im selben Jahr erreichten die Radomer das Halbfinale des Bernsteinpokals, verloren dies aber deutlich mit 0:4 gegen den späteren Gewinner des Wettbewerbs, die SS- u. Pol.-SG Warschau.Das Spiel in der Warschauer Seenplatte In: Warschauer Zeitung, 4. März 1941, S. 11.

In der Spielzeit 1941 scheiterte der LSV Radom als Distriktsieger im Halbfinale der Gaumeisterschaft: 1:4 gegen LSV Warschau. Im Spiel um den dritten Platz besiegte er die SS- und Pol.-SG Lublin klar mit 5:2. Im Pokalwettbewerb desselben Jahres traf der LSV Radom wieder auf den LSV Warschau und unterlag ihm erneut, dieses Mal allerdings aufgrund einer Entscheidung des Fachwartes Fußball der Sportbehörde des Generalgouvernements: Da die erste Partie in Warschau zwischen beiden Mannschaften nach Verlängerung unentschieden (1:1) ausgegangen war,120 Minuten Spiel und keine Entscheidung in Warschau In: Warschauer Zeitung, 2. Dezember 1941, S. 8. wurde ein Wiederholungsspiel in Radom angesetzt. Dieses wurde in der 75. Minute beim Stand von 1:0 für die Gäste aus Warschau abgebrochen, nachdem Zuschauer den Platz gestürmt hatten. Vorangegangen waren Rangeleien unter den Spielern und drei Platzverweise.Auch in Radom gab es keine Entscheidung In: Warschauer Zeitung, 9. Dezember 1941, S. 8. Die Sportbehörde des Generalgouvernements entschied am grünen Tisch, dass der LSV Warschau im Finale spielt.Endspiel: DTSG – LSV Warschau In: Warschauer Zeitung, 10. Dezember 1941, S. 8.

In der Spielzeit 1942 wurde der LSV Radom zum dritten Mal hintereinander Distriktmeister.LSV Radom ist Distriktmeister im Fußball In: Warschauer Zeitung, 22. September 1942, S. 8. Bei der Endrunde der Gaumeisterschaft, die die fünf Distriktmeister erstmals im Ligaformat (Jeder gegen jeden) austrugen, wurde der LSV Radom Letzter, seine Bilanz waren ein Unentschieden und drei Niederlagen bei einem Torverhältnis von 8:26.Ein schöner Erfolg der DTSG Krakau: 1:4 gegen den GG-Meister In: Warschauer Zeitung, 3. November 1942, S. 7.

Ihren letzten Erfolg verbuchte die Mannschaft mit dem Erreichen des Halbfinales im Bernsteinpokal 1943, sie schied aber nach einer 1:4-Niederlage gegen den späteren Pokalsieger LSV Mölders Krakau aus dem Wettbewerb aus.Faists Elf besiegte auch Radom In: Warschauer Zeitung, 29. September 1943. Im Sommer 1944 wurde der Verein aufgelöst.

Erfolge im Fußball Distriktmeister Radom: 1940, 1941 und 1942 Vizemeister der Gauliga Generalgouvernement: 1940 Dritter der Gauliga Generalgouvernement: 1941 Halbfinalist im Bernsteinpokal: 1940 und 1943

Einzelnachweise

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