Siegfried Griesa (* 1936 in Königsberg) ist ein deutscher Prähistoriker.
Leben Siegfried Griesa lernte zunächst Maschinenschlosser und arbeitete ab 1955 als Facharbeiter für Landmaschinen. Von 1960 bis 1964 studierte er Ur- und Frühgeschichte an der Humboldt-Universität in Berlin, von 1964 bis 1968 war er wissenschaftlicher Assistent und Leiter der Abteilung Ur- und Frühgeschichte Museum an der Universität Frankfurt a.O. Von 1968 bis 1983 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent, ab 1975 Oberassistent, an der Humboldt-Universität, wo er 1974 mit einer Arbeit zur Göritzer Gruppe promoviert wurde. Er leitete von 1980 bis 1984 die Ausgrabungen auf dem Burgwall Lossow. 1984 wurde er in Nachfolge von Hans-Joachim Dölle Leiter der Abteilung für Ur- und Frühgeschichte des Museums für Deutsche Geschichte und blieb in dieser Position bis zur Auflösung des Museums im Zuge der Deutschen Wiedervereinigung. Von 1991 bis 2001 war er Direktor des stadtgeschichtlichen Museums Viadrina in Frankfurt (Oder). Er war mit der Prähistorikerin Ingrid Griesa verheiratet.
Schriften (Auswahl) Die Göritzer Gruppe und ihre Stellung in der frühen Eisenzeit im Gebiet der unteren und mittleren Oder sowie an der unteren Warta. Dissertation Humboldt-Universität Berlin 1974. Die Göritzer Gruppe. Deutscher Verlag der Wissenschaft, Berlin 1982. mit Ulrich Knefelkamp (Hrsg.): Frankfurt an der Oder 1253–2003. VWF Verlag für Wissenschaft und Forschung GmbH, Berlin 2003, ISBN 3-89700-367-8. Der Burgwall von Lossow. Forschungen von 1909 bis 1984. Verlag Marie Leidorf, Rahden/Westf. 2013 (Materialien zur Archäologie in Brandenburg; 6) (Lossower Forschungen; 2), ISBN 978-3-86757-316-0.
Literatur
Sebastian Brather: Griesa, Siegfried. In: Ders.: Archäologie und Denkmalpflege in der DDR. Institutionen, Gremien, Personen. Lukas Verlag, Berlin 2023, ISBN 978-3-86732-416-8, S. 269f.
Kategorie:Prähistoriker Kategorie:Museumsleiter (Deutschland) Kategorie:Person (Frankfurt (Oder)) Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1936 Kategorie:Mann