mini|hochkant|Wappen derer Mieg in einer süddeutschen Wappensammlung um 1530, das auch zur Vorlage für die Wappen in späteren Adelsbriefen für Familienmitglieder diente Die Familie Mieg (teilweise von Mieg; auch Müge, Müeg, Mueg, Mique und MiegenGrosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste, Band 21, Zedler, Leipzig 1739, Sp. 104.) ist ein Geschlecht ursprünglich elsässischer Herkunft, das insbesondere in Straßburg, Mülhausen und Heidelberg blühte und heute noch in Frankreich als Mieg de Boofzheim besteht. Ursprünglich war es eine Kaufmannsfamilie, die darüber hinaus Wissenschaftler, Politiker aber auch Kleriker hervorbrachte. 1792 wurde Benedikt Friedrich Albert Mieg unter Anerkennung eines alten Adels durch Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz nobilitiert. 1812 erhielt sein Sohn Arnold Friedrich Ritter von Mieg eine bayerische Adelsbestätigung. Der bayerische General Hans von Mieg wurde für seine Leistungen am 23. Juni 1916 durch König Ludwig III. mit dem Ritterkreuz des Militär-Max-Joseph-Ordens ausgezeichnet, womit die Erhebung in den persönlichen Adelsstand verbunden war. Zuvor wurde bereits der kaiserliche Oberstleutnant Friedrich von Mieg (1731–1783) offensichtlich in den Adelstand erhoben.

Wappen mini|hochkant|Wappen derer Mügen von Boffsheim in Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605, Abteilung Ritterschaft und Adel im Elsaß mini|hochkant|Wappen derer Mueg/Mieg im Oberbadischen Geschlechterbuch mini|hochkant|Wappen-Epitaph des Paul Jacob Müg von Boffzheim († 1684), Kirche St. Etienne in Boofzheim mini|Wappen der Familie Mieg im Stammbuch Johann Christoph Ludwig Mieg Den ersten Wappenbrief, der ihm sein Wappen bestätigte, erhielt im Jahr 1472 der aus dem Elsaß stammendeZum Andenken an Arnold von Mieg. Wolf, München 1842, S. 5 (books.google.de). Peter Mueg (auch: Petrus Mieg; † 1488) von Kaiser Friedrich III., damals noch mit blauem Löwen im oberen Feld. Jener Peter Mueg ist der Stammvater derer Mueg von Booftzheim, Ortsadel zu Boofzheim,Die Gemeinde Boofzheim führt heute das Wappen derer Mueg/Mieg als Gemeindewappen. wie auch derer Mieg.J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch: in einer neuen, vollständig geordneten u. reich verm. Aufl. mit heraldischen und historisch-genealogischen Erläuterungen, Band 2,10: Der Adel des Elsass. Nürnberg 1871, S. 15 (digi.ub.uni-heidelberg.de); Wappen: Tafel 18 (digi.ub.uni-heidelberg.de).Zum Andenken an Arnold von Mieg. In: Der Sammler. Beilage zur Augsburger Abendzeitung, Nr. 22, 1842, S. 85 (books.google.de). Das Wappen, wie es in der Farbgebung seit um 1530 bereits nachgewiesen ist, fand Aufnahme in den Adelsbrief, den Kaiser Rudolf II. 1582 verlieh: von Gold und Blau geteilt, oben ein roter Löwe schreitend, unten zwei goldene Sterne nebeneinander. Auf dem Helm mit blau-goldenen Helmdecken ein offener, (golden-)blauer Flug, (in den blauen Teilen) je belegt mit einem goldenen Stern.J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch: in einer neuen, vollständig geordneten u. reich verm. Aufl. mit heraldischen und historisch-genealogischen Erläuterungen. Band 2,6: Der Adel in Baden: nebst Anhang, die Standes-Erhebungen des fürstlichen Hauses Fürstenberg enthaltend. Nürnberg 1878, S. 117 (digi.ub.uni-heidelberg.de). Selbiges Wappen ist auch im Stammbuch des Johann Christoph Ludwig Mieg (1731–1807), Prälat von Maulbronn, dargestellt.Stammbuch Johann Christoph Ludwig Mieg. Tübingen 1753–1769 (idb.ub.uni-tuebingen.de).

Bekannte Linien

Weitere bekannte Mitglieder der Familie Jean Mieg-Koechlin (1819–1904), deutsch-französischer Industrieller, Bürgermeister, MdLA Johann Rudolf Mieg (1694–1733), Schweizer Mediziner, Botaniker und Hochschullehrer Peter Mieg (1906–1990), Schweizer Komponist und Kunstmaler Harald Mieg (* 1961), deutscher Sozialwissenschaftler

Literatur

Karl Banzhaf: Die Mieg's und ihr Geschlecht: Ein Genealogie- und Chronikbuch. Ungerer, Endersbach 1925. Mueg (Mieg). In: Julius Kindler von Knobloch: Oberbadisches Geschlechterbuch. Band 3, Heidelberg 1919, S. 123–127 (digi.ub.uni-heidelberg.de). Mügen von Boffsheim. In: Bernhard Hertzog: Chronicon Alsatiae. 1592, S. 266 f. (books.google.de).

Weblinks

Einzelnachweise

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