mini|hochkant|Christine Schwarz-Fuchs (2026) Christine Schwarz-Fuchs (* 29. Juni 1974 in Bregenz als Christine Schwarz) ist eine österreichische Unternehmerin und Politikerin (ÖVP). Schwarz-Fuchs ist aus dem Bundesland Vorarlberg entsandtes Mitglied des österreichischen Bundesrats. In der ersten Jahreshälfte 2022 stand sie der zweiten österreichischen Parlamentskammer als Präsidentin vor. Im zweiten Halbjahr 2026 ist sie erneut Präsidentin des Bundesrates.
Beruflicher Werdegang Ausbildung
Christine Schwarz-Fuchs maturierte im Jahr 1993 an der Bundeshandelsakademie Lustenau.. Anschließend absolvierte sie ein Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien. In dieser Zeit verbrachte sie ein Auslandssemesters an der australischen University of New England in Armidale. Im Jahr 2000 wurde sie an der WU Wien zur Magistra der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (Mag. rer. soc. oec.) spondiert.
Berufserfahrung
Nach dem Studium sammelte sie erste Berufserfahrungen im Ausland. Sie arbeitete von 1998 bis 1999 im Bereich Aviation Marketing Research beim US-amerikanischen Unternehmen Port of Portland, der Betreibergesellschaft des Portland International Airport in Oregon und im Jahr 2000 in Irland. Hier war Schwarz-Fuchs in Dublin zuerst bei Craftprint und danach bei The Printed Image in der Kalkulation und Auftragsvorbereitung tätig.
Ende 2000 führte Christine Schwarz-Fuchs Weg zurück nach Vorarlberg. Sie übernahm die Bereiche Personal und Finanzen im Akzidenzdruckereiunternehmen Buchdruckerei Lustenauf (BuLu). 2002 wurde ihr in der Buchdruckerei Lustenau die Prokura verliehen, 2003 übernahm sie die Geschäftsführung des Unternehmens, das sie bis Ende 2022 leitete. Sie baute das Unternehmen zu einem international Player aus, das mehrere Preise im Bereich Umweltschutz, familienfreundliches Unternehmen und als ausgezeichneter Lehrbetrieb bekam.
Anschließend war sie bis Ende Juli 2023 in der Buchdruckerei Lustenau für Mergers und Immobilienverwaltung zuständig. Parallel hierzu war sie zudem Geschäftsführerin ihres Unternehmens Schwarz-Fuchs Liegenschaftsvermietung KG von 2011 bis 2025. Seit 2025 ist sie Geschäftsführerin der CSFM GmbH.
Politische Karriere Einstieg in die Politik
Ihr politischer Einstieg führte sie bereits in ihrer Zeit als Schülerin über die Schülerunion, wo sie im Jahr 1993 auch Mitglied des Bundesvorstands war, und die Hochschülerschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien und später zum Wirtschaftsbund Vorarlberg. Auf Landesebene agiert sie als stellvertretende Landesgruppenobfrau des Österreichischen Wirtschaftsbundes und gehört dem Landesparteipräsidium sowie dem Landesparteivorstand der Vorarlberger Volkspartei ÖVP an.Auskunft von Christine Schwarz-Fuchs
Ab 2016 ist Schwarz-Fuchs Mitglied des Kontrollausschusses der Vorarlberger Gebietskrankenkasse (VGKK), bis Ende 2019 durch die Zusammenführung der Krankenkassen in die neue Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) entsteht und daher der Kontrollausschuss der VGKK aufgelöst wird.Auskunft von Frau Christine Schwarz-Fuchs
Im Jahr 2019 wurde Christine Schwarz-Fuchs zunächst Anfang Juni in den Vorstand des ÖVP-Wirtschaftsbunds Vorarlberg gewählt. Am 1. Juli 2019 wurde sie schließlich als erste Frau Vizepräsidentin der Vorarlberger Industriellenvereinigung und Mitglied des Vorstands der IV Vorarlberg bis 2023. Von 2020 bis 2026 ist Schwarz-Fuchs Vorsitzende des Ausschusses für Bildung und Mitglied des Bundesvorstandes der Industriellenvereinigung Österreich.
Politische Tätigkeiten auf Bundesebene im Bundesrat
Im Jänner 2020 wurde Christine Schwarz-Fuchs vom Vorarlberger Landtag als Abgeordnete in den Bundesrats entsendet. Sie folgt dort Magnus Brunner nach. Im Bundesrat bringt sie ihre Expertise in verschiedenen Fachausschüssen ein. Unter anderem war sie Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und engagiert sich als Mitglied bzw. stellvertretende Vorsitzende im Justizausschuss sowie im Wirtschaftsausschuss und im Ausschuss für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz.
Mit 1. Juli 2021 übernahm sie zum ersten Mal das Amt der Vizepräsidentin der parlamentarischen Kammer. Im 1. Halbjahr 2022 übernahm Vorarlberg turnusmäßig den Vorsitz der Länderkammer. Christine Schwarz-Fuchs stieg zur Bundesratspräsidentin auf. Sie bekleidete damit eines der höchsten Staatsämter Österreichs, bei dem sie die Kammer auch nach außen präsentiert. Dieses Amt führt sie erneut seit 1. Juli 2026 aus.
Weitere politische Tätigkeiten
2024 war Christine Schwarz-Fuchs Spitzenkandidatin der Vorarlberger Volkspartei für die Europawahl 2024 und auf Platz 10 der ÖVP-Liste für die Wahl der österreichischen Abgeordneten zum Europäischen Parlament platziert. Sie hat bei der Europawahl von allen Vorarlberger Kandidatinnen und Kandidaten die meisten Vorzugsstimmen erreicht. Zeitgleich begann sie als Wahlbeobachterin für die OSZE-PV im Einsatz, beispielsweise in Usbekistan, Kirgistan, Albanien und Armenien tätig zu werden.
Von 2022 bis 2025 war Schwarz-Fuchs Mitglied im Präsidium des Senats der Wirtschaft Österreich.
Sonstiges Engagement Sie engagiert sich für Demokratie und Frauen in der Wirtschaft. Seit 2010 ist sie Mitglied im Business Professional Club Vorarlberg und war dort von 2023 bis 2025 als Präsidentin aktiv. Auf nationaler Ebene bekleidete sie in diesem Zeitraum auch das Amt der Vizepräsidentin von BPW Austria. Sie vertritt das Netzwerk BPW International zudem als offizielle Repräsentation bei den Vereinigten Nationen (UN) in Wien.
In ihrer Jugend war Schwarz-Fuchs als Seminarleiterin und Trainerin für Schüler- und Jugendzeitungsseminare in ganz Österreich für das Friedrich Funder Institut für Publizistik, Journalistenausbildung und Medienforschung in Wien tätig.
Schwarz-Fuchs war über viele Jahre eine engagierte Vertreterin der Druckbranche: Von 2011 bis 2024 war sie Mitglied des Hauptvorstandes des Verband Druck Medien Österreich. Von 2015 bis 2024 war Schwarz-Fuchs außerdem Landesgruppenobfrau des Verband Druck Medien in Vorarlberg und Mitglied des Präsidiums des Verband Druck Medien Österreich.
Von 2002 bis 2025 war sie Mitglied des Ausschusses der Fachgruppe Druck in der Wirtschaftskammer Vorarlberg sowie Fachgruppenobmann-Stellvertreterin von 2007 bis 2025. Seit 2026 ist sie kooptiertes Mitglied des Ausschusses der Fachgruppe Druck.
Weiters war Schwarz-Fuchs von 2010 bis 2021 Beirätin der Ortsmarketing Lustenau GmbH. Von 2019 bis 2022 engagierte sie sich als Mitglied des Vorstandes der Vorarlberger Volkswirtschaftliche Gesellschaft (VVG) vor allem im Bereich Lehrlingsausbildung und im Bereich Wirtschaftsbildung für Schülerinnen und Schüler.
Seit 2017 ist Schwarz-Fuchs Stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Caritas Vorarlberg sowie Fachkundige Laienrichterin beim Landesgericht Feldkirch als Arbeits- und Sozialgericht.
Privates Christine Schwarz-Fuchs ist verheiratet und hat zwei Kinder. In ihrer Freizeit fährt sie gerne Ski oder geht wandern und ist Anhängerin eines Fußballvereins in Lustenaus.
Weblinks
Christine Schwarz-Fuchs auf meineabgeordneten.at. Christine Schwarz-Fuchs auf der Website des ÖVP-Parlamentsklubs
Einzelnachweise
Kategorie:Bundesratspräsident (Österreich) Kategorie:Mitglied des österreichischen Bundesrates aus Vorarlberg Kategorie:ÖVP-Mitglied Kategorie:Absolvent der Wirtschaftsuniversität Wien Kategorie:Unternehmer (Österreich) Kategorie:Person (Industriellenvereinigung) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1974 Kategorie:Frau