Das Rottmayr-Gymnasium ist ein sprachliches und naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium in Laufen (Salzach). Es ist eine staatliche öffentliche Schule und eines der vier Gymnasien im Landkreis Berchtesgadener Land.
Geschichte Entstehungsgeschichte Ehe das Gymnasium mit starker Unterstützung des „Schulverein Laufen“ gebaut wurde, mussten Schüler aus Laufen in Bad Reichenhall oder Traunstein eine höhere Schule besuchen, zwischen 1938 und 1945 auch in Salzburg. Der Laufener Magistrat beantragte am 1. Dezember 1961 die Errichtung beim Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Der Unterricht begann am 8. September 1964 im Laufener Realgymnasium im Aufbau in den Räumlichkeiten der Knabenvolksschule in Laufen in der Rottmayrstraße mit 58 Schülern in zwei Klassen.
Das heutige Gymnasium wurde 1965/66 erbaut und am 17. Oktober 1966 eröffnet. Vorher war auf dem Gelände ein Flüchtlingslager für Heimatvertriebene des Zweiten Weltkriegs. Ab September 1968 wurde ein humanistischer Zweig angeboten. Der Schulverein hatte seine Ziele erreicht und löste sich 1971 auf. 1976 wurde die Kollegstufe eingeführt. 1980 besuchten über 900 Schüler das Gymnasium,Heinz Dopsch und Hans Roth (Hrsg.): Laufen und Oberndorf – 1250 Jahre Geschichte, Wirtschaft und Kultur an beiden Ufern der Salzach. Eigenverlag der Stadt Laufen und der Marktgemeinde Oberndorf, Laufen und Oberndorf 1998, ISBN 3-00-003359-9, S. 517f. Im Schuljahr 2025/26 waren es 796. Bis zu einem Viertel der neuangemeldeten Kinder stammt aus Österreich. Über die Jahrzehnte erfolgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, z. B. der Aufbau und Abriss eines Behelfsbungalows (1987), ein Erweiterungsbau oder der Bau einer dritten Turnhalle.
Direktoren 1964–1992: Dr. Max Faltner 1992–2001: Eduard Kästner 2001–2005: Friedrich Schrägle 2005–2006: Josef Suhrer 2006–2010: Friedrich Schrägle (erneut) 2010–2017: Dr. Alfred Kotter seit 2017: Maurice Flatscher
Namensgebung Die Schule ist benannt nach dem in Laufen geborenen Barockmaler und Hofmaler Johann Michael Rottmayr. Werke Rottmayrs finden sich auch in der Stiftskirche Laufen.
Ausbildungsrichtungen Die Schule umfasste von 2011 bis 2024 – nach der Einführung des achtjährigen Gymnasiums – die Klassenstufen 5 bis 12. Seit dem Schuljahr 2025/26 – mit der Rückkehr zum G9 – gibt es wieder eine 13. Jahrgangsstufe.
Englisch wird als erste Fremdsprache angeboten, in der 6. Jahrgangsstufe stehen Latein und Französisch als zweite Fremdsprache zur Auswahl. Ab der 8. Jahrgangsstufe ist im Sprachlichen Gymnasium Spanisch dritte Fremdsprache, im Naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasium liegt der Schwerpunkt auf MINT-Fächern.
Sternwarte Das Gymnasium hat eine eigene Sternwarte auf dem Schulgebäude mit einem Spiegelteleskop (16-Zoll-Objektivdurchmesser, 4 m Brennweite), einem transportablen Teleskop für Exkursionen und einem Baader Miniplanetarium. Sie wird betreut und betrieben von der Astronomischen Arbeitsgruppe Laufen e.V.
Der Vorgang Friedrich Schrägle Der ehemalige Direktor des Gymnasiums, Friedrich Schrägle (1947–2022), war ein starker Kritiker des achtjährigen Gymnasiums. Mit der Begründung, der Schulfrieden sei zerrüttet, wurde er 2004 zunächst nach Aschaffenburg und später nach München rechtswidrig strafversetzt. Er gewann sowohl vor dem Münchner Verwaltungsgericht (Az. M 5 K 05.2554) als auch vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht (Az. 3 ZB 06.2928), wurde dadurch vollständig rehabilitiert und konnte 2006 als Schulleiter nach Laufen zurückkehren. In der Urteilsbegründung des VGH wurde die Strafversetzung als „von vornherein auf die Person des Schulleiters fokussiert“ bezeichnet.PNP.de Schrägles letzter Arbeitstag abgerufen am 10. November 2021 (Registrierung bei PNP notwendig).
Der Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags stellte fest:
Einzelnachweise
Kategorie:Gymnasium in Oberbayern Kategorie:Organisation (Laufen, Salzach) Kategorie:Schule im Landkreis Berchtesgadener Land Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1964