Homoiomerien, auch Homöomerien,Arnim Regenbogen, Uwe Meyer: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Meiner, 2013, ISBN 978-3787325009, Seite 298, (von „gleichteilig“) sind ein Konzept der Vorsokratiker, das von Anaxagoras propagiert wurde. Erstmals verwendet wird der Begriff der Homoiomerien ( [Plural]) von AristotelesAnaxagoras und die Ausläufer der Naturphilosophie in seiner Physik, um Anaxagoras’ philosophische Hauptideen zu kennzeichnen.
Für Anaxagoras waren die später Homoiomerien genannten homogenen Partikel „Samen“Jost Weyer, Geschichte der Chemie. Band 1 – Altertum, Mittelalter, 16. bis 18. Jahrhundert, Materietheorie bei den Vorsokratikern und als solche die letzten (kleinsten) Partikel der Substanz, die in unendlich kleinen Bestandteilen in allen Dingen von Anfang an vorhanden sind. Sie unterscheiden sich durch Gestalt, Farbe und Geschmack. In jedem Stoff können neben dem Hauptsamen die Samen von unterschiedlichen Stoffen enthalten sein. So kann ein Stoff in einen anderen verwandelt werden.
Anaxagoras setzt diese Samen in einen Gegensatz zu der Lehre von den Vier Elementen.Hans-Joachim Newiger: GORGIAS VON LEONTINOI UND DIE PHILOSOPHEN VOR SOKRATES Homoiomere sind ewig, unzerstörbar, unveränderlichJohannes Hirschberger: Geschichte der Philosophie, Band 1 und im Gegensatz zu den qualitätslosen Demokrit-Atomen unendlich vielfältig.
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Einzelnachweise
Kategorie:Griechische Philosophie