mini|Sonnenkollektoren in Malika, Dakar Malika ist eine Gemeinde (commune) im Département Keur Massar der Metropolregion Dakar, gelegen im zentralen Westen Senegals. Alle Gemeinden des Départements sind städtische Gemeinwesen, die durch den hohen Grad der Urbanisierung untereinander und mit anderen Nachbarkommunen baulich zusammengewachsen sind. Malika ist der Sitz des Arrondissement de Malika. In der arabischen Welt Nordafrikas ist Malika als weiblicher Vorname mit der Bedeutung Königin verbreitet.
Geografie Malika liegt im Nordosten des Flaschenhalses der Cap-Vert-Halbinsel. Das Stadtgebiet erstreckt sich knapp sechs Kilometer lang bei einer Breite von 1000 bis 2400 Meter zwischen dem Sandstrand der Grande-Côte im Norden und den Strandseen Lac Wouye im Südwesten (einschließlich)Lac Wouye bei Geonames und Lac Mbeubeuss im Südosten (ausschließlich)Lac Mbeubeuss bei Geonames. Damit liegt das als décharge de Mbeubeuss bekannte und als zentrale Mülldeponie der Metropolregion Dakar dienende Seebecken gerade außerhalb der Stadtgrenze. Im Süden folgt sie der sechseckigen Wabenform des mit je 500 Meter langen Seiten umgrenzten Areals der Cité Sonatel und macht diese zum südlichsten Stadtquartier.
Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 10,85 km². Der Grenzverlauf ist 2019 teilweise von einer Kommission zur Feststellung der Grenzen einiger der dortigen Gebietskörperschaften amtlich dokumentiert worden.Agence nationale de l'Aménagement du Territoire (ANAT), 20. Dezember 2019: Benachbart sind entgegen dem Uhrzeigersinn Yeumbeul Nord im Südwesten, Keur Massar Nord im Südosten sowie im Nordosten jenseits der Grenze zum Département Rufisque Tivaouane Peulh-Niaga.Citypopulation: Senegal: Gemeindegliederung
Geschichte Malika war ursprünglich ein Nachbarort von Pikine und ging mit anderen Nachbarorten 1996 als Stadtbezirk Malika (commune d'arrondissement), und organisatorisch unterstellt dem Arrondissement des Niayes, in der Ville de Pikine auf.Décret n°96-745 portant création de communes d'arrondissement dans les villes Dakar, Pikine, Guédiawaye et Rufisque Angetrieben wurden diese Eingliederungen durch die von der Hauptstadt Dakar ausgehende und über Jahrzehnte hinweg sich immer mehr in den Osten der Hauptstadtregion ausbreitende und verdichtende Urbanisierung. Dank dieser Eingliederungen galt Pikine bei der Volkszählung 2013 noch vor der Hauptstadt Dakar als größte Stadt Senegals. Im Jahr 2014 erhielt der Stadtbezirk Malika, wie in Senegal alle communes d'arrondissement, den landesweit einheitlichen Status einer Gemeinde (commune).
Die immer dichter werdende Bebauung machte das von Senken und Feuchtgebieten durchzogene Stadtgebiet zunehmend anfälliger für schwere Überschwemmungen nach Starkregenereignissen. Diese traten seit 2005 mehrfach auf, und Tausende von Bewohnern mussten aus gefährdeten Zonen ausgesiedelt werden. Als es im September 2020 in weiten Teilen der nördlichen Stadtbezirke Pikines erneut zu katastrophalen Überschwemmungen kam, nahm der Präsident der Republik Macky Sall dies zum Anlass, das schwer betroffene Arrondissement des Niayes mit dem Décret n°2021-687 vom 28. Mai 2021 aus dem Département Pikine auszugliedern und daraus das Département de Keur Massar zu bilden. Zugleich wurden die von der Neubildung des Départements betroffenen Gemeinden aus der Großstadt Ville de Pikine ausgegliedert, die damit ihren Status als Millionenstadt verlor.Seneplus, 18. September 2020: ERECTION ANNONCEE DE KEUR MASSAR EN DEPARTEMENT, LES ENJEUX D’UNE DECISION - xibaaru.sn, 2. Juni 2021: Keur Massar devient 46e département du Sénégal - Ministère des Collectivités territoriales, de l'Aménagement et du Développement des Territoires, 3. Juni 2021: LA CRÉATION DU DÉPARTEMENT DE KEUR MASSAR OFFICIALISÉE
Bevölkerung Die letzten Volkszählungen ergaben für das Stadtgebiet jeweils folgende Einwohnerzahlen:
Jahr Einwohner 1988 … 2002 Stadtteile von Pikine mit Statistiken zu ihrer Bevölkerung Seite 9 der PDF-Datei 1,64 MB 14.167 2013ANSD: Rapport Projection de la Population du Senegal 2013 - 2063 (RGPHAE 2013) Zahlen für 2013 Seite 17–19 der PDF-Datei 1,553 MB 32.130 2023 56.707
Verkehr Malika liegt nördlich der Verkehrsachsen der Cap-Vert-Halbinsel, auf denen der West-Ost-Verkehr zwischen der Metropole Dakar und dem Rest des Landes fließt. Diesem Verkehr dienen die Nationalstraße N 1, ferner die Bahnstrecke Dakar–Niger, und mit der Anschlussstelle 8 der mautpflichtigen Autoroute 1 hat das Stadtgebiet eine schnelle Verbindung in Westrichtung mit der Hauptstadt Dakar und in Ostrichtung mit dem internationalen Flughafen Dakar-Blaise Diagne.
In Malika selbst dient die Route de Malika als Hauptverkehrsachse. Sie führt vom Gare de Thiaroye in Richtung Nordosten durch Yeumbeul Sud und Yeumbeul Nord und macht in Malika einen Bogen nach Südosten und führt über Keur Massar Nord nach Rufisque Ouest. Parallel zum Strand der Atlantikküste verbindet die vierstreifige Schnellstraße Voie de Dégagement Nord (VDN) das Stadtgebiet nach Westen mit Guédiawaye und über Cambérène, wo sich die Bauarbeiten durch den Bau einer 350 Meter langen Brücke verzögert hatten, mit der Innenstadt von Dakar.
Einzelnachweise
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