Julius Friedrich Knüppeln (geboren 9. September 1757 in Stettin; gestorben 8. November 1840 in Altona, Königreich Dänemark) war ein deutscher Schriftsteller.

Leben Julius Friedrich Knüppeln besuchte das Joachimsthalsche Gymnasium in Berlin. Ab 1776 studierte er Jura in Leipzig und wurde dort 1778 promoviert. Möglicherweise wurde er zusätzlich zum Doktor der Philosophie promoviert. Er lebte zunächst in Berlin und ab 1787 in Hamburg und im benachbarten Altona. Laut einer Angabe in der Zeitschrift Hamburg und Altona aus dem Jahr 1802 verfasste er Biografien, Flug- und Streitschriften über Moral und Pädagogik und schrieb Schauspiele. Sein Bruder Friedrich Ludwig Wilhelm Knüppeln (1759–1792) war königlich preußischer Kriegs- und Steuerrat in Frankfurt an der Oder, dessen Gedichte er postum herausbrachte.

Mit Carl Christoph Nencke gab er die Philosophische und litterarische Monatsschrift heraus. Ab 1817 publizierte er in der Zeitung Hamburger Beobachter.

Die anonym 1791 in Leipzig herausgegebene Schrift Ueber die Politische, Religiöse und Moralische Verfassung der Juden („von einem Kosmopoliten“) wird gemeinhin Carl Wilhelm Friedrich Grattenauer zugeschrieben. Das Lexikon der Schleswig-Holstein-Lauenburgischen und Eutinischen Schriftsteller aus dem Jahr 1829 führt sie unter den Schriften Knüppelns auf.

Schriften (Auswahl) Bildung, Erziehung, Volkswolsein, Patriotismus. Berlin : Maurer, 1783 Charakteristik von Berlin, Stimme eines Kosmopoliten in der Wüsten. Berlin, 1784 Die Rechte der Natur und Menschheit, entweiht durch Menschen Szenen aus der heutigen Welt, für den Menschen, Bürger und Richter. Berlin, 1784 Charakteristik von Berlin. München, 1784 Thomas Morus : Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen samt seinem Leben. München, 1786 Dem Andenken Seines Königs, Friedrichs des Einzigen. 1786 anonym: [mit Christian Ludwig Paalzow, Carl Christoph Nencke (Hrsg.)]: Büsten berlinscher Gelehrten und Künstler mit Devisen. Franzen, 1787 anonym: Der Geist Friedrichs des Einzigen. Berlin, 1788 anonym: Widerlegung der Schrift des Ritters von Zimmermann über Friedrich den Grossen von einem Wahrheits-Freunde. Berlin, 1788 Ueber Religion, Deismus, Aufklärung und Gewissensfreyheit. Berlin, 1788 Ueber den Selbstmord : Ein Buch für die Menschheit. Gera : In der Bekannschen Buchhandlung, 1790 Stimme eines Kosmopoliten: Ueber die physische und moralische Verfassung der heutigen Juden. Leipzig, 1791 von einem Kosmopoliten: Ueber die Politische, Religiöse und Moralische Verfassung der Juden. Leipzig, 1798 Gemälde von dem Leben und Character, den Meinungen und Schriften des Philosophen F.M.A. von Voltaire. Leipzig : Hilscher, 1792 mit Julius Friedrich Knüppeln: Gedichte. Görlitz : Schöne, 1793 Über die glückliche Verfassung des preussischen Staats. Berlin : In Kommission bei F. Maurer, 1793 von einem Deutschen: Gemälde von Buonaparte. Hamburg, 1798 anonym: Eumenia : Ein philosophisches Glaubensbekenntnis, als Selbstgespräche. Lübeck ; Leipzig, 1800

Literatur Knüppeln, J.F., in: Detlev Lorenz Lübker, Hans Schröder (Hrsg.): Lexikon der Schleswig-Holstein-Lauenburgischen und Eutinischen Schriftsteller 1796–1828. Altona 1829, S. 817f. Knüppeln, Julius Friedrich, in: Heiner F. Klemme, Manfred Kuehn (Hrsg.): The Bloomsbury Dictionary of Eighteenth-Century German Philosophers. London: Bloomsbury, 2016, ISBN 978-1-4742-5597-4, S. 426f.

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