Oberrimbach (fränkisch: Ejba-rimbiW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 151. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „eibərimbi“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Burghaslach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Oberrimbach hat eine Fläche von 6,154 km². Sie ist in 564 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10911,15 m² haben.
Lage
Das Dorf befindet sich mitten im Steigerwald. Durch den Ort verlaufen der Bach Rimbach und der Fränkische Marienweg. Die Staatsstraße 2261 führt nach Unterrimbach (2 km östlich) bzw. nach Rosenbirkach (1,2 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Kirchrimbach zur Kreisstraße NEA 7 (0,5 km östlich).
Geschichte Der Ort wurde im Würzburgischen Lehenbuch, das zwischen 1303 und 1313 entstanden ist, als „Rimpach“ erstmals erwähnt. Das zugrundeliegende Hydronym Rimbach bedeutet ‚zum Rinderbach‘. Oberrimbach lag im Fraischbezirk der Castell’schen Cent Burghaslach.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld. S. 151 ff. Sechs Anwesen hatten das Bambergischen Amt Schlüsselfeld als Grundherrn.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 4, Sp. 214.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Oberrimbach dem Steuerdistrikt Kirchrimbach zugeordnet. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Oberrimbach. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Burghaslach zugeordnet und in der Finanzverwaltung zunächst dem Rentamt Scheinfeld, nach dessen Auflösung im Jahr 1818 dem Rentamt Iphofen. Vor 1837 erfolgte die Überweisung an das Landgericht Markt Bibart. Spätestens 1846 erfolgte die Umgemeindung von Burghöchstadt nach Oberrimbach. 1852 kam Oberrimbach an das Landgericht Scheinfeld. Für die Verwaltung war ab 1862 das Bezirksamt Scheinfeld zuständig (1939 in Landkreis Scheinfeld umbenannt) und für die Finanzverwaltung ab 1879 das Rentamt Markt Bibart (1919–1929: Finanzamt Markt Bibart, 1929–1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Scheinfeld, mit dessen Auflösung übernahm diese 1879 das Amtsgericht Scheinfeld. Die Gemeinde Oberrimbach hatte 1964 eine Gebietsfläche von 9,949 km². Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Januar 1972 nach Burghaslach eingegliedert.
Baudenkmäler St.-Sebastian-Kapelle: Satteldachbau mit dreiseitigem Abschluss, offenem Dachreiter als Glockentürmchen und Putzgliederung, 1830; mit Ausstattung. Haus Nr. 29: Ehemaliges Gasthaus Weißes Roß
ehemalige Baudenkmäler Gemeindehaus. Erdgeschossiges Giebelhaus, 18./19. Jahrhundert. Verputzter Massivbau mit Fachwerkgiebeln. Nördlich ausgebautes Zwerchhaus, dessen First den des Hauptbaues überragt und gegen ihn abgewalmt ist. Über dem Nordgiebel sechsseitiger hölzerner Glockenturm mit Zwiebeldach aus Blech und Knaufstange.G. Hojer: Landkreis Scheinfeld, S. 225f. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung. Haus Nr. 14: Eingeschossiges Wohnstallhaus, im Türsturz bezeichnet „18 SH 38“. Verputzter Massivbau vier zu einer Achse, mit Fachwerkgiebeln. Im Westen zweigeschossiges Zwerchhaus mit vier Fenstern im Obergeschoss, in der Flucht der südlichen Giebelwand. Haus Nr. 25: Stattliches zweigeschossiges Bauernhaus aus glatt behauenen Quadern. Im Türsturz bezeichnet „G. Sch. / 1857“. Die verputzte Giebelseite dreiachsig, mit Krüppelwalm. Geknickte Eckpilaster und bandförmiges Gurtgesims. Die rechteckigen Rahmen der vier traufseitigen Fenster mit profilierter Sohlbank und Schlussstein. Westlich breite stichbogige Toreinfahrt aus Quadern. Im Hof Vorgängerbau in Fachwerk: Eingeschossiges verputztes Wohnstallhaus von zwei zu vier Achsen, 18. Jahrhundert. Giebeldach über derb profilierter Holztraufe. Einfaches Gitterwerk.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Oberrimbach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 162 290 284 293 284 295 297 274 292 256 246 259 263 247 261 248 239 261 249 413 386 367 294 277 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1836 und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 28 40 41 40 40 42 44 50 58 Quelle
Ort Oberrimbach Jahr 1818 1836 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2014 Einwohner 162 200 198 194 209 179 180 180 307 242 215 187 168 Häuser 28 27 27 29 32 32 38 45 52 Quelle
Religion Oberrimbach ist seit der Reformation gemisch konfessionell. Die Katholiken sind nach St. Michael (Appenfelden) gepfarrt, die Protestanten nach St. Mauritius (Kirchrimbach).
Veranstaltungen Die "Kirchweih" findet jährlich im Juli statt
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Burghaslach) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ort im Steigerwald Kategorie:Ersterwähnung 1303 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim