Esselbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.
Geografie Höchster und niedrigster Punkt Der topographisch höchste Punkt des zusammenhängenden Hauptteils der Gemeindegemarkung nahe an deren Nordspitze auf dem Steinmarker Berg erreicht , der der gesamten Gemeinde an der Gemeindeexklave Karlshöhe , der niedrigste liegt am Ausfluss des Wachenbachs auf .
Gemeindegliederung Die Gemeinde hat zehn Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Esselbach, Fürstlich Löwensteinscher Park (Gemarkungsteil 1), Kredenbach und Steinmark.
Nachbargemeinden
Gewässer Durch den Hauptort der Gemeinde fließt der Esselbach, der sich weiter abwärts im Gemeindegebiet mit dem längstenteils ebenfalls auf Gemeindegrund fließenden Steinmarker Bach zum Wachenbach vereint.
Name Etymologie Der Name Esselbach leitet sich von dem gleichnamigen Bach Esselbach ab, welcher über den Wachenbach der Hafenlohr zufließt. Der Name Esselbach geht aus dem mittelhochdeutschen Bestimmungswort Espin, was Espe bedeutet und dem Grundwort Bach hervor. Als Erklärung ergibt sich daraus ein von Espen bestandener Wasserlauf. Der Wechsel von n oder l vor b ist nicht selten. Die heutige Form mit ss ist durch Assimilation entstanden.
Frühere Schreibweisen Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden: 1182 „Espelbach“ 1424 „Espilbach“ 1594 „Eisselbach“ 1625 „Esselbach“
Geschichte Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden Als Teil des Hochstifts Würzburg fiel der Hauptort ebenso wie Steinmark und Kredenbach als Teil der Grafschaft Wertheim nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 an das neu gebildete Fürstentum Aschaffenburg, mit welchem sie 1814 an das Königreich Bayern kamen. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 drei selbständige Gemeinden.
Verwaltungsgeschichte Im Jahre 1862 wurde das Bezirksamt Marktheidenfeld gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Esselbach lag. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Esselbach war nun eine der 47 Gemeinden im Landkreis Marktheidenfeld. Mit der Auflösung des Landkreises Marktheidenfeld kam Esselbach am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Mittelmain, der zehn Monate später seinen endgültigen Namen Landkreis Main-Spessart erhielt.
Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern schlossen sich am 1. Mai 1978 die bisherigen Gemeinden Esselbach, Steinmark und Kredenbach zur neuen Gemeinde Esselbach zusammen.
Einwohnerentwicklung Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1743 auf 2096 um 353 bzw. um 20,3 %. 1961: 1516 Einwohner 1970: 1627 Einwohner 1987: 1747 Einwohner 1991: 1938 Einwohner 1995: 2111 Einwohner 2000: 2041 Einwohner 2005: 2036 Einwohner 2010: 1975 Einwohner 2015: 2051 Einwohner
Politik Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld.
Bürgermeister Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2026 Christian Dinkel (CSU). Amtsvorgänger war seit dem 23. Juli 2013 Richard Roos (CSU); er wurde am 15. März 2020 mit 96,1 % der Stimmen wieder gewählt. Sein Vorgänger war seit 2002 Klaus Hofmann (Freie Wähler).
Gemeinderat Die Tabelle zeigt die Sitzverteilungen nach den Gemeinderatswahlen seit 2008: +Partei/Liste202020162008Gemeinsam für Esselbach14––CSU/Bürgerblock:–53Freie Wähler–56Bürgerliste–42Bürgergemeinschaft––3
Wappen
Gemeindepartnerschaften Es besteht eine Gemeindepartnerschaft mit Stetteldorf in Niederösterreich.
Religion Esselbach ist katholisch geprägt. Die Pfarrei St. Margareta gehört zum Dekanat Main-Spessart (Bistum Würzburg).
Die Gemeindeteile Steinmark und Kredenbach sind evangelisch geprägt und gehörten zur Grafschaft Wertheim.
In Esselbach wohnen viele Anhänger der neuen religiösen Bewegung Universelles Leben, die dort diverse Wirtschaftsbetriebe unterhalten.
Baudenkmäler
Bodendenkmäler
Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2016): einen katholischen Kindergarten mit sechs Kindergartengruppen und eine private Grund- und Hauptschule des Universellen Lebens bis zur zehnten Jahrgangsstufe mit einem eigenen Internat.
Weblinks
Homepage
Einzelnachweise
Kategorie:Gemeindegründung 1818