Entkopplung bei Impulskontrollstörungen ist eine Selbsthilfe-Technik, die für Zwangsspektrumstörungen bzw. Impulskontrollstörungen wie Trichotillomanie, Onychophagie (Nagelkauen) und Skin-Picking-Störung von Psychologen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf entwickelt wurde. Der Betroffene wird angeleitet, den ursprünglichen Verhaltenspfad abzuwandeln, indem kurz vor Abschluss des selbstverletzenden Verhaltens (z. B. Ausreißen der Haare; Pulen der Haut) eine ruckartige gegenläufige Bewegung ausgeführt wird. Dies soll eine Irritation auslösen, die es dem Betroffenen ermöglicht, das Zwangsverhalten frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden. Das Manual kann in fünf Sprachen kostenlos online bezogen werden (siehe Weblinks; Stand: 25. Dezember 2020).

Für Trichotillomanie und Onychophagie (Nagelkauen) wurde der Nutzen in drei randomisiert-kontrollierten Studien nachgewiesen. In einer Studie waren die Effekte auch ein halbes Jahr später nachweisbar.

Weblinks Entkopplung und Habit Replacement – Interventionen für Trichotillomanie, Nägelkauen und Dermatillomanie. Auf der Website der Arbeitsgruppe Klinische Neuropsychologie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE)

Einzelnachweise

Kategorie:Psychotherapie Kategorie:Kognitive Verhaltenstherapie