mini|hochkant=0.7|Félix Henri Giacomotti Félix Henri Giacomotti (* 19. November 1828 in Quingey, Département Doubs, Frankreich; † 10. Mai 1909 in Besançon) war ein französischer Porträt- und Historienmaler italienischer Abstammung, der auch als Museumsdirektor am Musée des Beaux-Arts et d’Archéologie de Besançon arbeitete.

Leben Giacomotti entstammte einer italienischen Familie. Sein Vater stammte aus dem Piemont, in der Nähe von Turin und war, da es in seiner Heimat keine Arbeit für ihn gab, nach Quingey Frankreich gekommen. Giacomotti trat 1846 im Alter von 18 Jahren in die die École nationale supérieure des beaux-arts de Paris ein und wurde ein Schüler des Historienmalers François-Édouard Picot. 1851 erhielt er für das Gemälde Perikles am Totenbett seines Sohnes den zweiten Preis beim Wettbewerb Prix de Rome, 1854 den großen Preis dieses Wettbewerbs für sein Bild Besuch der Engel bei Abraham. Der Preis war mit einem mehrjährigen Aufenthalt in Rom verbunden. Um dieses Stipendium antreten zu können, nahm er die französische Staatsbürgerschaft an und studierte fünf Jahre lang in Italien. 1861 nach Paris zurückgekehrt, widmete er sich vor allem Damenporträts sowie Gemälden religiöser und mythologischer Art, die er in einem eleganten und zuweilen erotischen Stil ausführte.

Im Salon de Paris stellte er die Bildnisse des Fotografen Jules David und des Schriftstellers Edmond About aus. Im Jahr 1861 zeigte er dort das Porträt eines Jünglings und sein lebensgroßes Martyrium des hl. Hippolyt aus. Dieses Werk stieß, aufgrund seiner weltlichen Darstellung des religiösen Themas, auf Kritik. Bis zu seinem Tod 1909 nahm er jährlich mit je zwei Gemälden an den Ausstellungen im Salon teil. Viele seiner späten Werke zeigten Bildnissen adeliger Damen. Für mehrere Kirchen in Paris schuf er Gemälde mit religiösen Themen, so unter anderem für St-Étienne-du-Mont und Notre-Dame-des-Champs.

Werke (Auswahl) mini|hochkant=0.7|Christus segnet die Kinder 1861: Nymphe und Satyr 1863: Der verzweifelte Amor 1865: Der Raub der Amymone (Musée du Luxembourg, Paris) Der heilige Hippolyt von Pferden geschleift 1867: Christus segnet die Kinder und Christus lehrt im Tempel (St. Etienne du Mont, Paris) Eine schlafende Römerin 1873: Eine Venus, die Amor entwaffnet hat 1875: Der Gang nach Golgatha 1878: Die Verherrlichung des Rubens und der Malerei (Deckenbild für einen Saal im Musée du Luxembourg) 1880: Nessus und Deianira mini|hochkant=0.7|Porträt des Edmond About Porträts Princesse de Montholon (Musée Rouen) 1863: Die Generale Marulaz und Morand (für das Rathaus Besancon gemalt) Der Kanzler D’Aguesseau (Pariser Justizpalast) Der Astronom Le Verrier (Pariser Observatorium) Bildnis der Gattin des Malers Lefebvre

Auszeichnungen (Auswahl) 1851: zweiter Preis Prix du Rome 1851: erster Preis Prix du Rome 15. August 1867: Ritterkreuz der Ehrenlegion

Literatur

Weblinks

Felix Henri Giacomotti (französisch, 1828–1909) artnet.de

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Frankreich) Kategorie:Franzose Kategorie:Träger des Prix de Rome Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter) Kategorie:Geboren 1828 Kategorie:Gestorben 1909 Kategorie:Mann