mini|Sarah Maria Sun Sarah Maria Sun (* 15. Februar 1978 in Hamm) ist eine deutsche Sängerin (Sopran).

Leben Sarah Maria Sun wuchs auf einem Bauernhof auf. Im Alter von 5 Jahren begann sie, klassische Gitarre zu lernen und gewann als Kind und Jugendliche mit dem Instrument verschiedene Wettbewerbe. Sie war Jungstudentin an der Folkwang Universität der Künste bei Hans Gräf. Ab dem 9. Lebensjahr erhielt sie zusätzlich Gesangsunterricht. Nach dem Abitur beendete sie ihre Gitarristinnen-Laufbahn, studierte Opern- und Lied-Gesang in Köln und Stuttgart und lernte anschließend bei Darinka Segota und Tanja Ariane Baumgartner.

Sie ist als Interpretin für Zeitgenössische Musik international bekannt.Nachgefragt: Sarah Maria Sun. In: NDR, 10. Mai 2016.Hannah Schmidt: Eine agile, nervöse Seele In: Die Zeit, 30. April 2018. Ihr Repertoire umfasst neben zahlreichen Liedern, Opern- und Oratorienpartien über neunhundert Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts.Katrin Heise: Die Allrounderin des Gesangs. In: Deutschlandfunk Kultur, 12. November 2019 (Audio). Im Laufe der Zeit wirkte sie an mehr als dreihundert Uraufführungen mit.Klassik à la carte. In: NDR, 26. Juli 2019. Von 2007 bis 2014 war sie die erste Sopranistin der Neuen Vocalsolisten Stuttgart. Der NDR widmete ihr 2012, 2016 und 2018 in der Reihe NDR das neue werk eigene Portrait-Konzerte.NDR das neue werk - Sarah Maria Sun & Quatuor Diotima. In: NDR, 26. Mai 2018 (PDF, 1,6 MB). In den Jahren 2017 für die Rolle der Elsa in Lohengrin von Salvatore Sciarrino bei den Osterfestspielen Salzburg und 2019 als Gwen in 4.48 Psychose von Philip Venables’ Oper nach dem Schauspiel von Sarah Kane an der Semper Zwei in Dresden wurde sie von der Zeitschrift Opernwelt als Sängerin des Jahres nominiert.

Sie sang unter Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Kent Nagano, Alan Gilbert, Thomas Hengelbrock, Susanna Mälkki, Peter Rundel und Heinz Holliger. Außerdem arbeitete sie mit dem Gewandhausorchester Leipzig, den Berliner Philharmonikern, den Sinfonieorchestern des NDR, BR, SWR und WDR, den Dresdner Philharmonikern, dem Antwerp und dem Tokyo Symphony Orchestra sowie Ensembles wie der musikFabrik, dem Ensemble Modern, ensemble mosaik, Ensemble intercontemporain, den Streichquartetten Diotima, Arditti, Minguet und Signum.

Für Meisterkurse für Vokalmusik des 20. und 21. Jahrhunderts unterrichtete sie u. a. an den Universitäten und Hochschulen von Oslo, Harvard, Chicago, Stockholm, Zürich, Luzern, Rostock, Moskau, Dresden, Hannover sowie Berlin. Seit 2019 ist sie Lehrbeauftragte an der Musikhochschule Luzern. Sie ist Veganerin und engagiert sich für Tierrechte.Anna Kemper: Es geht doch irgendwie immer um Machtmissbrauch In: Die Zeit, 18. März 2020 (Interview).

Repertoire Musiktheater-Rollen

Sopran + Orchester/Ensemble (Auswahl)

Vokalensemble Kammermusik (Auswahl)

Lieder (Auswahl)

Oratorien (Auswahl)

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) 2012: Nominierung Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Zeitgenössische Musik) Georges Aperghis: Wölfli-Kantata mit den Neuen Vocalsolisten Stuttgart 2012: Preis der Deutschen Schallplattenkritik Oscar Bianchi: Anahata-Concerto mit den Neuen Vocalsolisten Stuttgart, SWR Vokalensemble, Marcus Creed 2017: Nominierung als Sängerin des Jahres von der Zeitschrift Opernwelt für Elsa in Lohengrin von Salvatore Sciarrino bei den Osterfestspielen Salzburg 2017: Nominierung Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Zeitgenössische Musik) Bernhard Lang: Cold Trip 1+2 mit Aleph Guitar Quartet, Juliet Fraser, Marc Knoop 2017: Nominierung Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Zeitgenössische Musik) Modern Lied mit Jan Philip Schulze 2017: Preis Le Coup de Coers de l’Académie Charles Cros, Musique Contemporaine 2017: Nominierung Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Zeitgenössische Musik) Gordon Kampe: Arien & Zitronen mit Ensemble Musikfabrik, Christian Eggen, Johannes Fischer, Ensemble Ascolta, Ensemble I.C.E.Q., SWR Vokalensemble, ex-ensemble, Marcus Creed 2017: Nominierung Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Zeitgenössische Musik) Alberto Posadas: Sombras mit Carl Rosman, Quatuor Diotima 2019: Nominierung als Sängerin des Jahres von der Zeitschrift Opernwelt für Gwen in Psychose 4.48 von Philip Venables’ Musiktheater nach dem Schauspiel von Sarah Kane an der Semper Zwei in Dresden 2019: Preis „What a performance 2019“ für die LP Olivier Messiaen: Harawi mit Stefka Perifanova

Diskografie (Auswahl)

Weblinks Offizielle Website Sarah Maria Sun (Soprano). In: Operabase (Veranstaltungen und Termine). Hannah Schmidt: Eine agile, nervöse Seele Die Zeit, 30. April 2018. Katrin Heise: Die Allrounderin des Gesangs Deutschlandfunk Kultur, 12. November 2019 (Interview). Merle Krafeld: Konkrete Utopien VAN Magazin, 25. April 2018 (Interview).

Einzelnachweise

Kategorie:Opernsänger Kategorie:Sopran Kategorie:Koloratursopran Kategorie:V-Partei³-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1978 Kategorie:Frau