Der Stöckigsbach ist ein über 14 km langer Bach des nördlichen Steigerwalds im unterfränkischen Landkreis Haßberge, der nach einem insgesamt etwa nordöstlichen Lauf nördlich von Knetzgau von links in den Main mündet. Der Bach fließt durch den im Jahre 2020 gegründeten Naturwald Knetzberge-Böhlgrund.

Geographie Verlauf Der Stöckigsbach, am Oberlauf früher Böhlbach genanntBöhlbach, entspringt im regenreichen nördlichen Steigerwald (ca. 850 Liter pro Quadratmeter im Jahr) auf einer Höhe von etwa 2,7 km nördlich des Weilers Neuhausen, der zu der Gemarkung des Michelauer Ortsteils Prüßberg gehört. Seine Quelle liegt in einem Wald zwischen dem Bocksberg () im Osten und dem Gangolfsberg () im Westen.

Er durchquert zunächst den Neuhauser Forst und wird dort durch einige wasserreiche Gräben verstärkt. Südlich des Kleinen Knetzberges () mündet auf seiner rechten Seite der Eisenbach. Anschließend passiert der Stöckigsbach in östlicher Richtung den Hollacher Berg () von Süden. Der dann nach Norden verlaufende Bach durchquert den Ort Zell am Ebersberg und wird dort durch den von Osten kommenden Marsbach verstärkt.

Der weiterhin Richtung Norden verlaufende Bach unterquert nun die A 70. Daraufhin fließt er zwischen den Orten Sand am Main und Knetzgau (näher), schwenkt nach links auf fast westliche Laufrichtung und mündet dann vor dem Nordrand von Knetzgau auf einer Höhe von von links in den Main.

Sein etwa 14,7 km langer Lauf endet ungefähr 235 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von 16 ‰.

Einzugsgebiet Das 35,36 km² große Einzugsgebiet des Stöckigsbachs liegt im nördlichen Steigerwald und in dessen Vorland. Es wird über den Main und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es grenzt: im Norden an das des Mains im Osten an das der Aurach im Süden an das der Rauhe Ebrach und im Westen an das des Steinsfelder Mühlbachs.

Die höchste Erhebung ist der hohe Euerberg im Süden des Einzugsgebiets.

Am Oberlauf ist das Einzugsgebiet größtenteils bewaldet, ansonsten dominiert Ackerland und in den Auen Wiesen. Größere Siedlungen sind die Dörfer Westheim im Westen und Zell am Ebersberg im Osten des Einzugsgebietes sowie Knetzgau im nördlichen Mündungsbereich.

Das Einzugsgebiet wird durch Ton- und Mergelgestein aus der Grabfeld-Formation des Mittleren Keupers geprägt.

Zuflüsse und Abzweige Länge und Einzugsgebiet jeweils abgemessen, Höhe jeweils abgefragt auf der amtlichen topographischen Karte. Auswahl.

Name Lage Längein km EZGin km² Mündungs­ort Mündungs­höhe m. ü. NHN Bleiwaldgraben rechts 0,62 0,63 im Neuhauser Forst 360 Torwiesenbach rechts 1,98 1,55 im Neuhauser Forst 329 Eisenbach rechts 2,63 3,02 südlich des Kleinen Knetzbergs 307 Schwarzbächlein links 1,18 0,71 südlich des Großen Knetzbergs 307 Farnbach rechts 1,21 1,29 südlich des Hollacher Bergs 292 Marsbach rechts 2,05 2,61 Zell am Ebersberg 266Erlersbachlinks 3,27 4,70südlich von Knetzgau 247 Klingenbach links 1,85 1,45 nördlich der Droßmühle 233 Weidenmühlbach rechter Abzweig 2,33 1,06 in den Main zwischen Knetzgau und Sand am Main 221 Milscherangerbach links 4,40 10,99 Knetzgau 220

Orte am Stöckigsbach Ortschaften am Lauf mit ihren Zugehörigkeiten.

Markt Knetzgau Zell am Ebersberg Knetzgau

Siehe auch Liste von Flüssen im Steigerwald Liste der Nebenflüsse des Mains Buchenwälder und Wiesentäler des Nordsteigerwalds

Weblinks

Einzelnachweise BayernAtlas („BA“) Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Stöckigsbach Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Höhe: Höhe abgefragt auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte (Rechtsklick). Name Erlersbach erschlossen aus dem gleichen Gewannnamen am Lauf auf dem Layer Historische Karte. Länge: Länge abgemessen auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte. EZG: Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte.

Gewässerverzeichnis Bayern („GV“) Länge: Länge nach: (Seitenzahl kann sich ändern.) EZG: Einzugsgebiet nach: (Seitenzahl kann sich ändern.)

Sonstige

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