Hans Thomann (* 8. Juni 1957 in Niederuzwil; heimatberechtigt in Märwil TG) ist ein Schweizer Maler und Grafiker, Bildhauer und Installationskünstler.

Leben Hans Thomann wurde in Niederuzwil geboren. Die Eltern beharrten trotz seines Wunsches Künstler zu werden, auf einer Erstausbildung als Maschinenbaukonstrukteur, die ihm bei seinen späteren Arbeiten sehr hilfreich wurde. Von 1978 bis 1980 besuchte er die Kunstgewerbeschule in St. Gallen. Im Jahr 1983 absolvierte er die Meisterklasse bei Mario Merz in Salzburg.

Seither entstand aus seiner Werkstatt eine grosse Menge von Kunstwerken in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen wie Malerei, Grafik, Skulpturen, Kunst am Bau und Kunst im kirchlichen Bereich. Hans Thomann lebt und arbeitet in St. Gallen und ist Mitglied von Visarte (Berufsverband der visuell schaffenden Künstlerinnen und Künstler der Schweiz) und der Schweizerischen St. Lukasgesellschaft für Kunst und Kirche.

Werke In seinem Schaffen bezieht sich Thomann nach seiner eigenen Aussage auf den Menschen als archetypischen Held oder als sich permanent neu entwerfendes Wesen. Die Kunst werde somit für ihn «zur persönlichen Arbeit an sich selbst». Ob ein Kunstwerk gefalle oder nicht, sei nicht das Kriterium, sondern es soll neue Fragen aufwerfen, etwa zur neuen Welt. Jede Generation habe sich neu einzubringen.

Werke im öffentlichen Raum (Auswahl) 1998: Vogelperspektive, Verwaltungsgebäude der Norddeutschen Matall-Berufsgenossenschaft, Hannover 1998: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, werweissend wohin sie nun fliegen sollen, Skulpturenweg, Autobahnbrücke Grauholz, Bern 2006: Brunnen, Altersheim Sonnhalden Arbon 2007: Quo vadis, Massnahmenzentrum Bitzi, Mosnang

Kunst am Bau 2010: Kunst am Bau, Eingangshalle der Gebäudeversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen 2011: Zusammen, Installation mit grosser, transparenter Chromstahlfigur im Eingangsbereich der Firma Högg, Wattwil 2012: Souvenir Kunst im öffentlichen Raum, Brunnen und Pflanztisch im Alters- und Pflegeheim Niederuzwil 2013: Adam, Transparente Chromstahlfigur, Grösse: 550 cm, Firma Trunz, Steinach SG 2013: To be or not to be, Gesamtgestaltung des Empfanges, Firma befair St.Gallen 2016: Kreiselgestaltung, Umgebungsgestaltung. Auf Kreisel grosse 3,2 m hohe Metallfigur bestehend aus ca. 1750 Metallblättern, Kestenholz

Werke im kirchlichen Umfeld (Auswahl) 1996: Kreuzweg-Stelen, Kirche St. Peter, Wil SG 1997 und 2004: Abdankungshalle und Gemeinschaftsgrab, Horn TG 2006: Gesamtgestaltung: Farb- und Materialkonzept, Mobiliar, grosses Wandbild: 7,2 × 1,2 m, 96 überarbeitete Nahaufnahmen von Händen vom Embrio bis zum Totenbett, Spitalkirche des Kantonsspitals Winterthur 2009: Farbkonzept, Material- und Strukturkonzept, Ausführung eines Kunstkonzeptes, Kath. Pfarreizentrum St. Peter, Wil SG 2011: Umgestaltung Chorraum, Kath. Kirche Maria Himmelfahrt (Burgdorf) 2014: Gemeinschaftsgrab, Mörschwil 2016: Umgestaltung Chorraum, Kath. Kirche St. Fidelis, Landquart GR

Ausstellungen (Auswahl) ab 1983: Einzelausstellungen im In- und Ausland ab 1987: Bex & Arts in Bex, Bad Ragartz in Bad Ragaz 2019–2020: Skulpturenausstellung Mensch sein, Frauenklinik Fontana, Chur 2019–2020: Impression 2019, Kunsthaus Grenchen 2019: Ankauf der Arbeit Der Tanz geht weiter aus der Ausstellung Totentanz im Diözesanmuseum Osnabrück durch Sepulkralmuseum in Kassel 2019: Fixinstallation der Arbeit Volare respiro im Skulpturenpark LA SERPARA, Civitella d’Agliano

Auszeichnungen (Auswahl) 1987: Förderpreis der Stadt St. Gallen 1988: Werkzeitbeitrag der Stadt St. Gallen 1990: Kunstpreis der Stadt Konstanz 1992: UBS-Förderpreis 2003: Atelier Cité International des Arts, Paris 2004: Werkstipendium Amsterdam 2005: Kulturwohnung des Kantons St. Gallen, Rom 2010: Anerkennungspreis „Gallus unterwegs“ 2011: Kunstpreis StopArmut2015 2012: Atelierstipendium Remise Weinfelden

Literatur (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

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