alternativtext=LeihBar Wabern|mini|Eine Bibliothek der Dinge, die LeihBar im schweizerischen Wabern Bibliothek der Dinge oder Leihladen bezeichnet Sammlungen von anderen Dingen als Büchern, die kostenlos oder günstig ausgeliehen werden können. Die Bibliotheken der Dinge treten unter verschiedenen Namen auf und gehören teils zu traditionellen Bibliotheken und sind teils eigenständig.

Beschreibung mini|Library of Things (Bibliothek der Dinge) in Portsmouth (England) Der Verleih von Gegenständen ist ein Feld der Sharing Economy.Najine Ameli: Libraries of Things as a new form of sharing. Pushing the Sharing Economy. In: The Design Journal, 2017, 20(sup1), S. 3294–3304; doi:10.1080/14606925.2017.1352833.Mark Robinson, Lindley Shedd: Audio recorders to zucchini seeds: building a library of things. Libraries Unlimited, Santa Barbara 2017, ISBN 978-1-4408-5019-6. Für Spielzeug sind ähnliche Angebote bereits seit den 1970er Jahren als Ludothek bekannt. Die Ausleihe von Kunstwerken ist in Artotheken möglich. Anbieter solcher Dienstleistungen sind meist Vereine oder Nonprofit-Organisationen, aber auch öffentliche Bibliotheken haben ihr Angebot um dieses Betätigungsfeld erweitert.Die Bibliothek der Dinge: welche Rolle spielen Bibliotheken in der »sharing economy«? In: BuB – Forum Bibliothek und Information, 2016, 68(7), S. 439–441; . Bibliotheken stehen laut Michael Knoche ohnehin „schon immer für die Praxis von Teilen und Tauschen“.Michael Knoche: Die Idee der Bibliothek und ihre Zukunft. Wallstein Verlag, Göttingen 2017, S. 7, ISBN 978-3-8353-3236-2. Oliver Stengel und Najine Ameli halten die Transformation von klassischen Bibliotheken zu Bibliotheken der Dinge, in denen weiterhin Schriften verliehen werden, für die größte Revolution in der mehrtausendjährigen Bibliotheksgeschichte. 2025 führten rund 150 Stadtbüchereien in Deutschland eine Bibliothek der Dinge.

Leihläden, die nicht an eine Bibliothek angeschlossen sind, existieren an verschiedenen Standorten im deutschsprachigen Raum. Sie werden zumeist aus Gründen des Umweltschutzes gegründet. Dabei soll die zentrale Verfügbarkeit nützlicher Alltagsgegenstände zum Leihen dafür sorgen, dass Menschen diese nicht alleine für sich kaufen und so Ressourcen gespart werden.

Kriterien für die zu verleihenden Gegenstände sind beispielsweise Anschaffungskosten, die Gegenstandsgröße im Verhältnis zum verfügbaren Lagerplatz, die erhoffte Nachfrage aber auch die Einbindung in das Ausleihsystem eine Rolle. Es sollte nur ein geringer Wartungs- und Betreuungsaufwand anfallen. Beispielsweise haben im April 2016 das Goethe-Institut in Bratislava sowie die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) im April 2016 eine solche Bibliothek eingerichtet, in der Nähmaschine, Lötstation, Akkuschrauber, Sportgeräte wie Slackline oder Tischtennisschläger, Action-Camcorder oder Bluetooth-Lautsprecher, ein Heimplanetarium oder eine Discokugel ausgeliehen werden können.Peter Just, Florian Wieland: Von der Discokugel bis zum Heimplanetarium / Die „Bibliothek der Dinge“ an der ZLB in Berlin geht in den Regelbetrieb. In: BuB – Forum Bibliothek und Information, 2017, 69(1), S. 34–35; . In der Jugendbibliothek „Hoeb4U“ der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen sind seit 2017 unter dem Namen Stuff4U beispielsweise Zeichentablett, Hängematte und Werkzeugkasten auszuleihen.Clara Simon: #Stuff4U – Bibliothek der Dinge in der Hamburger Jugendbibliothek Hoeb4U. Präsentation beim 107. Deutscher Bibliothekartag in Berlin 2018; .

Die erste Schweizer Bibliothek der Dinge wurde im Dezember 2018 von der Stiftung für Konsumentenschutz in Bern angestoßen. Betrieben wird die LeihBar von Freiwilligen, die in einem Verein organisiert sind. Für einen Jahresbeitrag können Mitglieder aus einem breiten Sortiment von der Outdoor-Ausrüstung übers Party-Zubehör bis zum Gartenwerkzeug oder Haushaltsgerät auswählen. Seither sind weitere Bibliotheken der Dinge in der Deutschschweiz und der Romandie sowie im Wallis und im Tessin entstanden. Mit Stand 2025 sind es 15 Standorte.

Internationale Entwicklung In der New York Times vom 27. Juni 2026 wurde über eine wachsende Bewegung berichtet, wonach öffentliche Bibliotheken weltweit zunehmend Dinge ausleihen. An inzwischen mehr als 2.000 Standorten stünden Musikinstrumente, Kunstwerke, Werkzeuge und Pilzsammelkits zur Ausleihe bereit. In Berkeley, nahe San Franzisco, gebe es bereits seit 1979 die Berkeley Tool Lending Library.

Literatur Najine Ameli: Die neue Share Economy. Bibliotheken der Dinge. Gemeinschaftliche Nutzungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung. transcript, Bielefeld 2020, ISBN 978-3-8376-5221-5. Denise Baden, Ken Peattie, Adekunle Oke: Access over Ownership. Case Studies of Libraries of Things. In: Sustainability, 2020, Band 12, Nr. 17, S. 7180 ff.; doi:10.3390/su12177180.

Weblinks Liste der Büchereien, die eine Bibliothek der Dinge anbieten. connect.oclc.org Liste von Leihläden, die Dinge nicht-kommerziell verleihen. Leihladen-Vernetzung.

Schweiz: Wo finde ich LeihBars? Stiftung für Konsumentenschutz

Einzelnachweise

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