Franz Sebastian Vorster, (Taufe 20. Januar 1666Franciscus Sebastianus Forster in Schweiz, ausgewählte Taufen, 1491–1940, Taufort: Katholisch Diessenhofen, Thurgau, Switzerland, FHL-Filmnummer 958692, In: Ancestry.de in Diessenhofen; † 20. März 1733Sebastian Forster in Schweiz, ausgewählte Beerdigungen, 1613–1875, Sterbeort: Oberneuwilen, FHL-Filmnummer: 958120, In: Ancestry.de – andere Quellen sprechen von 1738 – in Oberneuwilen) war ein Schweizer Arzt und Mitglied der Gelehrtenakademie „Leopoldina“.
Leben Franz Sebastian Vorster war ein Sohn von Melchior Vorster und dessen Ehefrau Anna Margaritha, geb. Truebin. Die Familie stammte auch aus dem Geschlecht zu Dießenhofen, aus dem mehrere berühmte Ärzte hervorgegangen waren. Er genoss in Schaffhausen Unterricht bei Johann Jakob Wepfer. Er war Respondent der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo er 1688 unter Johann Conrad Brunner seine Dissertation verteidigte. Im Jahr 1690 erhielt er einen Ruf als Professor der Arzneikunde an die Universität Freiburg im Breisgau.Johann Heinrich Rahn (Hrsg.): Gemeinnütziges Wochenblatt physischen und medizinischen Inhalts. Zum Besten des Züricherischen Seminariums geschickter Landärzte. Zürich 1792, S. 368. Digitalisat 1692 wurde er Leibarzt des Fürsten zu Kempten Rupert von Bodman, 1697 Leibarzt des Bischofs zu Eichstätt und 1704 Leibarzt des Kurfürsten von Mainz Lothar Franz von Schönborn. 1717 wurde er von Kaiser Karl VI. in den Adelsstand erhoben und ein Jahr später, 1718, zum Reichsritter geschlagen.
Franz Sebastian Vorster hatte vier Söhne. Sein Sohn Johann Werner (1706–1770) stand in kaiserlichen Diensten. Carl, Freiherr von Forster, wurde kurmainzischer Hofrath.
Am 26. Oktober 1704 wurde Sebastian Vorster mit dem akademischen Beinamen Charikles I. zum Mitglied (Matrikel-Nr. 256) der Leopoldina gewählt.
Werke Dissertation (Vorsitz Johann Conrad Brunner): Exercitatio Anatomica De Glandula Pituitaria loco Disputationis. Die [...] Maii, Anno MDCLXXXVIII. Bergmannus, Heidelberg 1688, Digitalisat Experimenta de pleuro peri pneumonia epidemica cum polypo cordis. Basel 1689, Digitalisat
Literatur Andreas Elias Büchner: Academiae Sacri Romani Imperii Leopoldino-Carolinae Natvrae Cvriosorvm Historia. Litteris et impensis Ioannis Iustini Gebaueri, Halae Magdebvrgicae 1755, De Collegis, S. 486. Digitalisat Johann Daniel Ferdinand Neigebaur: Geschichte der kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens. Friedrich Frommann, Jena 1860, S. 203 Digitalisat
Einzelnachweise
Weblinks
Österreichisches Staatsarchiv. Adelsarchiv 441.22: Franz Sebastian Vorster, abgerufen am 1. Januar 2020.
Kategorie:Mediziner (17. Jahrhundert) Kategorie:Mediziner (18. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (18. Jahrhundert) Kategorie:Person (Kanton Thurgau) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1666 Kategorie:Gestorben 1733 Kategorie:Mann