mini|hochkant|St. Maria Magdalena mini|Innenansicht, Blick nach Osten mini|Restauriertes Emporengemälde mini|Innenansicht, Blick nach Westen Die evangelisch-lutherische Filialkirche St. Maria Magdalena steht am Lindenplatz in Ettenhausen an der Nesse, einem Ortsteil der Gemeinde Hörselberg-Hainich im thüringischen Wartburgkreis. Sie trägt den Namen der Heiligen Maria Magdalena, die eine Begleiterin Jesu war. Die Kirchengemeinde Melborn mit dem Gemeindeteil Ettenhausen an der Nesse mit der Maria-Magdalenen-Kirche gehört zum Pfarrbereich Melborn I im Kirchenkreis Eisenach-Gerstungen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.St. Maria Magdalena auf EKMD
Beschreibung Die im Kern romanische Saalkirche mit Chorturm wurde 1554 umgebaut, wovon die Fensteröffnung mit Vierpass im Obergeschoss des Turms sowie eine Inschrift im Gewände eines Fensters zeugen. 1706 kam es nochmals zu Umbauten, auf die vor allem die Kirchenausstattung zurückgeht. Der massive Turm, in dem sich eine Glocke von 1408 befindet, ist mit einer geschweiften Haube bedeckt, die mit Laterne bekrönt ist. An der Südseite des obersten, durch ein Gesims abgesetzten Geschosses des Turms ist ein gekuppeltes, von einem Dreipass überragtes, rechteckig gerahmtes Fenster. Das rechteckige Kirchenschiff ist mit einem Satteldach bedeckt.
Der Innenraum hat eine Flachdecke mit abgeschrägten Seiten. Der eingezogene Altarraum hinter dem romanischen Triumphbogen ist mit einem Tonnengewölbe überspannt. Von den Malereien an den im Norden zweigeschossigen Emporen ist derzeit ein Feld mit der Darstellung des Evangelisten Matthäus freigelegt. Er wird von einem Engel begleitet. Der Korb der Kanzel von 1706 hat an den Ecken der Brüstung Säulen, deren Kapitelle mit Engelsköpfen verziert sind. In dem dazwischenliegenden Feld befinden sich barocke Ornamente. In vier leeren Wandnischen standen einst Statuen der Evangelisten.
Orgel Die Orgel auf der eingeschossigen Empore im Westen hat neun Register, verteilt auf zwei Manuale und Pedal. Sie wurde im 18. Jahrhundert von einem unbekannten Orgelbauer errichtet. Derzeit ist sie nicht spielbar. Die Disposition lautet wie folgt: I Manual C–c3 Lieblich Gedeckt 8′ Prinzipal 4′ Octave 2′ Mixtur IV 2′ vacat II Manual C–c3 Hohlfloet 8′ Gambe 8′ Fugaro 4′ Pedal C–c1 Subbass 16′ Principalbass 8′ Koppeln: II/I, I/P Tremulant, Zimbelstern, Calcanten-Wecker
Literatur
Weblinks
St. Maria Magdalena auf Kirchenwege Wartburgland
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude in Hörselberg-Hainich Kategorie:Kulturdenkmal in Hörselberg-Hainich Kategorie:Maria-Magdalena-Kirche Kategorie:Kirchengebäude des Evangelischen Kirchenkreises Eisenach-Gerstungen Kategorie:Chorturmkirche Kategorie:Saalkirche in Thüringen Kategorie:Bauwerk aus Stein Kategorie:Bauwerk der Romanik in Thüringen Kategorie:Romanische Kirche Kategorie:Disposition einer Orgel Kategorie:Kirchengebäude in Europa