mini|Schloss Juliusburg (2023) Schloss Juliusburg () ist ein Schloss in Dobroszyce im Powiat Oleśnicki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.

Geschichte Bis 1665 befand sich der Ort in Besitz der Familie Heugel. Das heutige Schloss wurde zwischen 1589 und 1601 als ein durch Gräben gesichertes Schloss der Spätrenaissance errichtet. Im Jahr 1655 wurde das Schloss von Sylvius Nimrod von Württemberg-Oels (1622–1664), Herzog von Oels, erworben, und fiel 1672 an dessen jungen Sohn Julius Siegmund von Württemberg (1653–1684), der den Ort in Juliusburg umbenannte.Johannes III Sinapius: Des Schlesischen Adels. Schlesische Curiositäten, Darinnen die Gräflichen, Freyherrlichen und Adelichen Geschlechter. Anderer Theil Oder Fortsetzung. Michael Rohrlach, Leipzig/Breslau 1728, S. 100. Das Schloss wurde zur Residenz erhobenJohann Hübners, Lt. Vollständige Geographie von Böhmen, Oesterreich, Bayern, Francken, Schwaben, Ober-Rhein, Nieder-Rhein, Westphalen, Nieder-Sachsen und Ober-Sachsen. Band 3, 6. Auflage, Conrad König, Hamburg 1748, S. 65. und barockisiert. Als Bauherr formell galt der Nachfahre Karl von Württemberg-Bernstadt (1682–1745). Er blieb kinderlos, Erbe wurde Herzog Karl Christian Erdmann von Oels (1716–1792).

Im Jahr 1704 verlor Juliusburg den Status einer Residenz. Ab 1792 waren die Herzöge von Braunschweig Besitzer, die das Schloss purifizieren ließen.

Ab 1885 und bis 1945 war Juliusburg Domäne der Wettiner, der Königsfamilie der Sachsen.

Nach Annexion der Region durch die Volksrepublik Polen wurde das Schloss zum Schulgebäude umgebaut. Die evangelische Schlosskirche, vormals Grablege einzelner Württemberger Schlossherren,Harald Schukraft: Die Grablegen des Hauses Württemberg. Theiss, Stuttgart 1989.Vgl. Sönke Lorenz, Dieter Mertens, Volker Press (Hrsg.): Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. W. Kohlhammer, Stuttgart 1997, S. 210. wurde 1970 abgerissen. Seit 2014 ist das Schloss restauriert und als Hotel genutzt.

Bauwerk Das Schloss ist zweigeschossig auf rechteckigem Grundriss mit vier niedrigen Ecktürmen. Die Fassade ist heute einfach strukturiert, jedoch verbirgt sich unter dem Putz eine geometrische Sgraffitodekoration. Im Inneren sind eine barocke Sala terrena, eine frühbarocke Eichenholztreppe und der teilstuckierte Theatersaal erhalten geblieben.

Literatur Hans Lutsch: Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Provinz Schlesien. II: Die Landkreise des Reg.-Bezirks Breslau. Wilh. Gottl. Korn Breslau 1889, S. 537. Julius Kohte: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Teil: Band 2. Nordostdeutschland. Hrsg. Georg-Dehio-Nachfolge, Ernst Wasmuth AG, Berlin 1922, S. 214. Arne Franke (Hrsg.): Kleine Kulturgeschichte der schlesischen Schlösser, Band 1. Niederschlesien. Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn, Görlitz 2015, S. 88.

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Einzelnachweise

Juliusburg Kategorie:Gmina Dobroszyce Kategorie:Renaissancebauwerk in der Woiwodschaft Niederschlesien Kategorie:Barockisiertes Bauwerk Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in der Woiwodschaft Niederschlesien Juliusburg #Schlesien Juliusburg Kategorie:Erbaut 1601