mini|Karte von Wilhelmshaven, 1910 Reichskriegshäfen, zugleich auch Marinestation, waren deutsche Häfen, in denen die Kriegsschiffe der deutschen Marine ausgerüstet und instand gehalten wurden sowie vor Anker lagen.
Die Reichskriegshäfen waren mit allen notwendigen Einrichtungen ausgerüstet: Werften, Docks, Hellinge usw. Gegen den Angriff feindlicher Kräfte waren die Reichskriegshäfen mit starker Küstenbefestigung sowie Einrichtungen für Minen- und andere Sperren geschützt.
Mit der Deutschen Reichsgründung wurden zwei Häfen zu Reichskriegshäfen ernannt: WilhelmshavenWilhelmshavener Heimatlexikon Band 2, Brune, Wilhelmshaven 1986–1987, S. 584. als Marinestation an der Nordsee sowie KielKiel 1848 bis 1919 Flottenstützpunkt & Reichskriegshafen, abgerufen am 16. Mai 2026. als Marinestation an der Ostsee. Den Oberbefehl in jedem Hafen führte jeweils ein Admiral oder Vizeadmiral als Stationschef. Zur Ausübung der Hafenpolizei war ihm ein Hafenkapitän unterstellt. Im Reichskriegshafengesetz von 1883 wurden die seewärtige Begrenzung der Reichskriegshäfen Kiel und Wilhelmshaven festgelegt und die Befugnisse des Marinestationschefs geregelt, die notwendig waren, um die Erhaltung des Fahrwassers beziehungsweise der Wassertiefe sicherzustellen.
Eine direkte Verbindung beider Häfen durch das Binnenland wurde 1895 durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal, dem heutigen Nord-Ostsee-Kanal, geschaffen.Zeitreise: 125 Jahre Nord-Ostsee-Kanal, abgerufen am 16. Mai 2026.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kaiserliche Marine Kategorie:Landeinrichtung der Kriegsmarine Kategorie:Verkehrsbauwerk in Wilhelmshaven Kategorie:Kieler Geschichte Kategorie:Marinestützpunkt (Deutschland) Kategorie:Geschichte Wilhelmshavens Kategorie:Ehemaliger Marinestützpunkt Kategorie:Schifffahrt (Wilhelmshaven) Kategorie:Verkehrsbauwerk in Kiel
Kategorie:Schifffahrt (Kiel)