Konradów (deutsch Dürr Kunzendorf) ist ein Ort in der Landgemeinde Głuchołazy (Ziegenhals) im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Ortsteile von Konradów sind Kletnik (Klettnig ), Kolonia Kaszubska (Kolonie Steine), Skowronków (Lerchenfeld) und Starowice (Vorwerk Dürr Kunzendorf).

Geographie Das Straßendorf Konradów liegt am nördlichen Rand des Zuckmanteler Berglandes an der Grenze zu Tschechien etwa zwei Kilometer südöstlich von Głuchołazy (Ziegenhals), 20 Kilometer südlich von Nysa (Neisse) und 65 Kilometer südwestlich von Opole im Zuckmanteler Bergland an der Kletnica, einem rechten Zufluss der Biała Głuchołaska (Ziegenhalser Biele).

Nachbarorte von Konradów sind im Nordwesten Głuchołazy (Ziegenhals), im Südosten Jarnołtówek (Arnolsdorf) und im Süden Zlaté Hory (Zuckmantel).

Geschichte mini|König-Christus-Kirche „Villa Conradi“ wurde 1263 erstmals urkundlich erwähnt. 1284 ist es in der Schreibweise Cunczendorf. Im Breslauer Zehntregister Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis aus den Jahren 1295–1305 ist es in der Schreibweise „Cunczendorph“ belegt.Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis

1725 wurde im Ort eine Schule eingerichtet. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Dürr Kunzendorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Dürr Kunzendorf ab 1816 zum Landkreis Neisse im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf eine Scholtisei, ein Schloss, ein Vorwerk, eine katholische Schule und 195 weitere Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Dürr Kunzendorf 1266 Menschen, davon zwei evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 336. 1855 lebten 1032 Menschen im Ort. 1865 bestanden im Ort eine Freigut, 65 Bauer-, 22 Gärtner- und 63 Häuslerstellen sowie eine Brauerei, eine Brennerei, drei Schankwirtschaften und eine Wassermühle.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1021. 1874 wurde der Amtsbezirk Dürr Kunzendorf gebildet, dem die Landgemeinden Dürr Kunzendorf und der Gutsbezirk Kunzendorf eingegliedert wurden.Territorial Amtsbezirk Dürr Kunzendorf 1885 zählte Dürr Kunzendorf 1108 Einwohner.AGOFF Kreis Neisse

Bei einer Überschwemmung im Jahr 1903 wurde ein Großteil der Dorfbebauung zerstört. Daraufhin besuchte die deutsche Kaiserin Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg den Ort. 1933 lebten in Dürr Kunzendorf 1170 Einwohner, 1939 waren es 1260 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Neisse.

Infolge des Zweiten Weltkrieges kam das Dorf 1945 an Polen wurde zunächst in Kończyce, 1947 in Konradów umbenannt. Ab 1950 gehörte es zur Woiwodschaft Opole und ab 1999 zum wiedergegründeten Powiat Nyski.

Sehenswürdigkeiten Die römisch-katholische König-Christus-Kirche (Kościół Chrystusa Króla) wurde 1937 errichtet.Denkmalregister Gmina Głuchołazy (polnisch) Das Schloss Dürr Kunzendorf wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet. Denkmal zur Erinnerung an den Besuch der deutschen Kaiserin 1903

Vereine Fußballverein GKS II Polkon Konradów-Głuchołazy

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Einzelnachweise

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