mini|St. Martin in Pullenreuth mini|hochkant|Aufgang in die Kirche Die Pfarrkirche St. Martin ist eine römisch-katholische Pfarrkirche in der Gemeinde Pullenreuth im oberpfälzischen Landkreis Tirschenreuth.

Die Martinskirche, eine Saalkirche, ist ein Baudenkmal zentral im Ort und ist durch die Lage auf einer Anhöhe ortsbildprägend und weithin sichtbar.

Geschichte Die erste Kirche in Pullenreuth stand vermutlich schon im 11. Jahrhundert. Diese mittelalterliche Kirche wurde etwa um das Jahr 1453 von den Hussiten zerstört und vermutlich 1505 wieder aufgebaut.

Im Dreißigjährigen Krieg nahm das Gotteshaus ziemlichen Schaden, so dass es der damalige Pfarrer als das „ärmste auf der Straße nach Nürnberg“ bezeichnete. 1668 wurde Pullenreuth eine eigene Pfarrei.

Im Jahre 1738 wandte sich Pfarrer Johann Friedrich Forster um Hilfe an die kurfürstliche Regierung in Amberg, jedoch vergeblich. Am 9. März 1749 vernahmen die Gläubigen während des Gottesdienstes ein Krachen im Mauerwerk und stürmten aus der Kirche, aus Angst, sie könnte einstürzen. Die Leute auf der Empore retteten sich sogar aus den Fenstern. Wenige Tage später stürzte die Kirche tatsächlich ein. Aufgrund dieses Ereignisses wurden endlich Geldmittel freigemacht, so dass die Kirche im April 1749 abgerissen werden konnte.

Am 14. August 1749 begann man mit dem Neubau unter Baumeister Georg Diller, der 1751 abgeschlossen war. Es fehlten jedoch noch Bänke, Hochaltar und Fußbodenbelag. Das Deckenfresko im Chorgewölbe wurde 1751 von Johann Gebhard und Sohn Otto gefertigt. 1769 kaufte man einen Hochaltar.

1947 wurde in das vorher flachgedeckte Langhaus ein Gewölbe eingezogen und eine zweite Empore errichtet. 1977 wurden der Volksaltar und der Ambo errichtet.

Orgel Die Orgel mit 20 Registern auf zwei Manualen und Pedal wurde von Orgelbau Eisenbarth im Jahr 1999 neu erbaut.

Die Disposition lautet:Orgeldatenbank Bayern v5 (2009): 1. Pullenreuth, St. Martin, abgerufen am 10. September 2026. I Hauptwerk C–g3 Principal 8′ Gedeckt 8′ Octave 4′ Traversflöte 4′ Kornett III ′ Superoctave 2′ Mixtur IV ′ Trompete 8′ II Schwellwerk C–g3 Flauto 8′ Salicional 8′ Vox coelestis 8′ Principal 4′ Hohlflöte 2′ Larigot ′ Progressio III 2′ Oboe 8′ Tremulant Pedal C–f1 Subbaß 16′ Octavbaß 8′ Bordun 8′ Fagott 16′

Koppeln: II/I, I/P, II/P

Literatur Katholisches Pfarramt Pullenreuth: Pullenreuth und seine Kirche. Passau 1996.

Weblinks

Einzelnachweise

Pullenreuth Pullenreuth Kategorie:Baudenkmal in Pullenreuth Pullenreuth Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Disposition einer Orgel