Kadsura japonica ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kadsura innerhalb der Familie der Sternanisgewächse (Schisandraceae). Sie kommt in Korea, Japan, Taiwan und auf den Nansei-Inseln vor. In Japan wird sie Sanekazura () genannt.
Beschreibung mini|Sammelfrucht mit Beeren Vegetative Merkmale Kadsura japonica wächst als immergrüne, verholzende Kletterpflanze einige Meter hoch und breit. Die Pflanzenteile sind kahl.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist mit einer Länge bis etwa 2 Zentimeter relativ kurz. Die einfachen und leicht ledrigen ganzrandigen bis mehr oder weniger feingezähnten bis -gesägten Blattspreiten sind bei einer Länge von 6,5 bis 12 Zentimeter sowie einer Breite von 3 bis 6 Zentimeter eiförmig bis elliptisch oder verkehrt-eiförmig mit rundspitzigem bis spitzem oder bespitztem oberen Ende. Die Nebenblätter fehlen.
Generative Merkmale Kadsura japonica ist einhäusig monözisch oder zweihäusig diözisch. Die Blüten erscheinen einzeln und achselständig an jungen Zweigen.
Die länger oder kürzer gestielten eingeschlechtigen und gelben Blüten besitzen eine einfache Blütenhülle. Die acht bis zwölf freien bis 6,5 bis 11,5 Millimeter langen Blütenhüllblätter stehen in zwei Kreisen, der äußere ist kleiner und sepaloid, der innere petaloid. Der Blütenboden ist jeweils ellipsoid bis keulig vergrößert. Die männlichen, bis 2,5 Zentimeter lang gestielten, Blüten besitzen viele (bis 50) dicht gedrängte Staubblätter mit teils verwachsenen Staubfäden in einem kugeligen Kopf; an der Kopfspitze sind die roten, freien Antheren vorhanden oder fehlen. Die weiblichen, bis 4 Zentimeter lang gestielten, Blüten besitzen viele (30 bis 45) freie und oberständige Fruchtblätter mit einem stigmatischen Kamm und einem sehr kleinen (Pseudogriffel).
Die kugeligen Sammelfrüchte enthalten einigen rote, rundliche und kleine, 6 bis 10 Millimeter großen, bis zu dreisamige, glatte Einzelfrüchte, Beeren mit teils „Pseudogriffelresten“ auf einem fleischigen, vergrößerten Blütenboden. Die abgeflachten, glatten und bräunlichen Samen sind bei einer Größe von 4 bis 5 Millimeter nierenförmig.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.
Taxonomie Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Uvaria japonica durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 536 als erstbeschrieben. Die Neukombination zu wurde Kadsura japonica 1817 durch Michel Félix Dunal in Monographie de la Famille des Anonacées, Seite 57 veröffentlicht. Ein weiteres Synonym für Kadsura japonica ist Schisandra japonica
Verwendung Die Früchte sind essbar und werden roh oder gekocht verwendet. Ein Sud aus den Früchten wird medizinisch verwendet, wie auch getrocknete Früchte.
Der Pflanzenschleim aus den Laubblättern wird zur Herstellung von Japanpapier, Washi verwendet.
Eine klebriger Saft aus Rinde und Früchten wird als Pomade verwendet.
Literatur Richard M. K. Saunders: Species Plantarum: Flora of the World. Part 4: Schisandraceae, Australian Biological Resources Study, 2001, ISBN 0-642-56810-3, online (PDF; 3,3 MB). Klaus Kubitzki, Jens G. Rohwer, V. Bittrich: The Families and Genera of Vascular Plants. Volume II: Flowering Plants Dicotyledons, Springer, 1993, ISBN 978-3-642-08141-5 (Reprint), S. 589 ff.
Einzelnachweise
Weblinks
Kadsura japonica bei Useful Tropical Plants.
Kategorie:Sternanisartige Kategorie:Austrobaileyales Kategorie:Kletterpflanze Kategorie:Exotische Frucht