mini|Miho Hazama, 2022 Miho Hazama (jap. Hazama Miho, * 13. November 1986 in der Präfektur Tokio) ist eine japanische Musikerin (Piano, Arrangement Komposition, Orchesterleitung) des Modern Jazz. Seit 2019 ist sie die Chefdirigentin der DR Big Band.
Leben und Wirken Hazama, die aus Tokio stammt, begann ihre professionelle Karriere 2007 als Orchestratorin/Arrangeurin für den Jazzpianisten Yosuke Yamashita. Seitdem arbeitete sie mit Vince Mendoza, Ryuichi Sakamoto und Shiro Sagisu sowie für die japanische Fernsehsendung Untitled Concert. Im Alter von 23 Jahren schloss sie ihr klassisches Kompositionsstudium in Japan ab. Während ihres dortigen Studiums verfasste sie sinfonische Kompositionen für das Tokyo Philharmonic Orchestra, das Tokyo Kosei Wind Orchestra und akademische Formationen. Mit 24 Jahren zog sie nach New York City, um dort Jazzkomposition zu studieren. 2012 schloss sie ihr Studium an der Manhattan School of Music bei Jim McNeely, Maria Schneider und Vince Mendoza mit Auszeichnung ab.
Im selben Jahr nahm Hazama ihr Debütalbum Journey to Journey mit ihrem M_Unit-Ensemble, einem 13-köpfigen Kammerorchester, auf; 2015 folgte mit derselben Formation das Album Time River. Im Oktober 2017 entstand im Bimhuis das Livealbum The Monk: Live at Bimhuis, bei dem Hazama das Metropole Orkest leitete.Tom Lord: The Jazz Discography (online, abgerufen am 21. Dezember 2019) Ihr drittes Studioalbum Dancer in Nowhere erschien 2018. Im selben Jahr leitete sie für mehrere Konzerte mit Theo Bleckmann die WDR Big Band.WDR Big Band & Theo Bleckmann
2019 wurde sie zur neuen Chefdirigentin der dänischen DR Big Band ernannt, die sie zuvor bereits bei mehreren Gelegenheiten geleitet hatte. Seit August 2020 ist sie außerdem permanente Gastdirigentin des Metropole Orkest. Seit 2025 ist sie eine der Dirigentinnen des norwegischen Radio-Orchesters KORK. Daneben hat sie mit der hr-Bigband, der WDR-Bigband, der schwedischen Norbotten Bigband und dem spanischen Clasijazz Orchester gearbeitet.
Zum 100. Geburtstag von Miles Davis fand am 26. Mai 2026 ein Konzert in der Oper Frankfurt am Main statt, bei dem Paolo Fresu, Axel Schlosser und Arve Henriksen gemeinsam mit der hr-Bigband unter der Leitung von Miho Hazama drei Werke von Miles Davis und Gil Evans, nämlich Miles Ahead, Porgy and Bess sowie Sketches of Spain zu Gehör brachten.
Preise und Auszeichnungen Hazama gewann 2011 einen ASCAP Foundation Young Jazz Composer Award und 2015 den Charlie Parker Jazz Composition Prize der BMI Foundation. Ihr Debütalbum Journey to Journey wurde als Album des Jahres von der Zeitschrift Jazz Japan ausgezeichnet, außerdem erhielt es positive Rezensionen vom National Public Radio in den USA sowie von Down Beat und JazzTimes. Ihr drittes Album Dancer in Nowhere erhielt Ende 2019 eine Grammy-Nominierung in der Kategorie Best Large Jazz Ensemble Album.62nd Annual GRAMMY Awards (2019) – Nominations: Best Large Jazz Ensemble Album: Dancer in Nowhere Sie gewann 2013 den 24. Idemitsu Music Award.
Diskografie +JahrTitelLabelAnmerkung/Besetzung2013Journey to JourneyVervemit m_unit2015Time RiverVervemit m_unit, Gil Goldstein, Joshua Redman2018The Monk: Live At BimhuisSunnysidemit Metropole Orkest Big Band2019Dancer In NowhereVervemit m_unit, Lionel Loueke, Nate Wood, Kavita Shah2020TributesACT MusicMarius Neset, DR Big Band conducted by Miho Hazama2021Imaginary VisionsEditionmit DR Big Band 2023 Beyond OrbitsEditionmit m_unit
Weblinks Webpräsenz BMI Foundation
Miho Hazama bei Bandcamp Miho Hazama bei Detroit-Jazz-Fest
Einzelnachweise
Kategorie:Jazz-Pianist Kategorie:Bigband-Leader Kategorie:Arrangeur Kategorie:Komponist (Jazz) Kategorie:Komponist klassischer Musik (21. Jahrhundert) Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1986 Kategorie:Frau