mini|Kirche St. Johannes vor dem Lateinischen Tore St. Johannes vor dem Lateinischen Tore ist die römisch-katholische Pfarrkirche von Sieglar, einem Stadtteil von Troisdorf im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Die Kirche steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.Denkmalliste der Stadt Troisdorf, Nummer A197
Geschichte mini|Inneres Richtung Chor Die Kirche befand sich ursprünglich je zur Hälfte im Besitz der Abtei Siegburg und des Cassius-Stiftes (Bonn). Ältester Teil der Kirche ist der romanische, viergeschossige Westturm aus dem 12./13. Jahrhundert.
Im 18. Jahrhundert wechselte das Patrozinium des Gotteshauses von Johannes dem Täufer zu St. Johannes vor dem Lateinischen Tore. Dabei handelt es sich um ein Patrozinium von Johannes, dem Apostel und Evangelisten, der nach einer Legende vor der Porta Latina in Rom ein (überlebtes) Martyrium erlitten haben soll. Gedenktag ist der 8. Mai.
Das Langhaus der Kirche wurde 1822/23 durch einen klassizistischen Neubau ersetzt, dem 1901/02 ein neugotischer Chor angefügt wurde. Eine grundlegende Restaurierung endete im Jahr 1979 (Schulte 1980).
Pfarrer
Ausstattung Bedeutendstes Ausstattungsstück der Kirche ist der romanische Taufstein aus Trachyt vom Anfang des 13. Jahrhunderts mit halbkugelförmigem Becken mit Rundbogenfries und reich ornamentiertem Blattwerkrand, getragen von Ecksäulchen.
Kirchenfenster mini|Kirchenschiff und Orgelempore Die Antikglas-Fenster im klassizistischen Langhaus stammen aus dem Jahr 1932 und wurden von dem Bonner Glasmaler Gerhard Jörres entworfen. Die Fenster in Chor und Querschiff wurden zwischen 1979 und 1989 nach Entwürfen von Johannes Schreiter eingebaut. Schreiter entwarf auch das Fenster der Chorkapelle mit Fragmenten einer Kreuzigungsgruppe, die in der Erbauungszeit des neugotischen Chors (1902) bei Hertel und Lerch in Düsseldorf entstanden war.
Orgel Die Orgel auf der rückwärtigen Empore wurde 2001 von Orgelbau Romanus Seifert & Sohn in ein historisches Gehäuse von Heinrich Brinkmann aus dem Jahr 1844 eingebaut. Eine schon vorhandene Chororgel der Orgelwerkstatt Johannes Klais Orgelbau aus dem Jahr 1956 wurde in das Werk integriert. Das gesamte Orgelwerk verfügt damit über 46 Register auf vier Manualen und Pedal. Troisdorf/Sieglar, St. Johannes, auf organindex.de; hier auch die Disposition der Orgel
Kirchenglocken Unter den vier Kirchenglocken aus Bronze im Turm der Johanneskirche befindet sich eine namenlose historische aus dem Jahr 1838, während die anderen in den Jahren 1950 und 1952 gegossen wurden.; hier auch Inschriften und Glockenzier Glocke Name Gießer Gussjahr Durchmesser Masse ≈ Schlagton(HT-1/16) 1 Johannes Glockengießerei Otto, Hemelingen 1952 1400 mm 1800 kg d’-2 2 Maria Glockengießerei Otto, Hemelingen 1950 1190 mm 1000 kg f ’-2 3 Johannes Glockengießerei Otto, Hemelingen 1950 1060 mm 745 kg g’-1 4 (SANCT JOHANNES) Georg Claren, Sieglar 1838 880 mm 450 kg a’-3
Literatur Paul Clemen (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Die Kunstdenkmäler des Siegkreises, bearbeitet von Edmund Renard. V. Band, Düsseldorf 1907. S. 246f. Helmut Schulte. Sankt Johannes farbig und schön. Troisdorfer Jahreshefte Bd. 10 (1980), 106–117 Hinweistafel an der Kirche
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk der Romanik in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Pfarrkirche des Erzbistums Köln Kategorie:Romanische Kirche Kategorie:Johannes-vor-dem-Lateinischen-Tor-Kirche Kategorie:Baudenkmal in Troisdorf Kategorie:Erbaut im 12. Jahrhundert Altenrath Kategorie:Kirchengebäude in Troisdorf Kategorie:Bauwerk von Theodor Roß