Poraqueiba sericea ist ein Baum in der Familie der Icacinaceae aus dem nördlichen Brasilien, Venezuela, Kolumbien, Peru und Ecuador. Er wird auch in die Familie der Metteniusaceae gestellt.

Beschreibung Poraqueiba sericea wächst als immergrüner Baum bis zu 25 Meter hoch, in Kultur bleibt er mit bis zu 8 Meter deutlich kleiner. Der Stammdurchmesser erreicht bis zu 50 Zentimeter.

Die einfachen, wechselständigen und kurz gestielten, leicht ledrigen Laubblätter sind meist kahl. Der dickliche, steife Blattstiel ist bis 3–3,5 Zentimeter lang. Die ganzrandigen, eiförmigen bis elliptischen oder verkehrt-eiförmigen Blätter sind 12–30 Zentimeter lang und 7–17 Zentimeter breit. An der Spitze sind sie bespitzt bis geschwänzt. Die Nebenblätter fehlen.

Es werden kleine, achselständige Rispen gebildet. Die duftenden, fünfzähligen und zwittrigen, sehr kleinen, sitzenden Blüten sind weiß bis gelb und mit doppelter Blütenhülle. Es sind winzige Deckblätter vorhanden. Die 5 außen seidig behaarten, etwa 2 Millimeter langen Kelchblätter sind kurz verwachsen. Die 5 fleischigen, außen seidig behaarten und bis 4 Millimeter langen Petalen, mit innen drei behaarten Graten, sind frei. Die 5 kurzen Staubblätter mit fleischigen, abgeflachten Staubfäden sind frei, mit einem verbreiterten Konnektiv. Der einkammerige Fruchtknoten ist oberständig mit einem kurzen Griffel mit kleiner, kopfiger Narbe.

Es werden kahle, gelbe bis orange oder dunkel-violette und ellipsoide, etwa 6–9 Zentimeter lange, dünnschalige, glatte, glänzende Steinfrüchte mit einem großen, harten, holzigen und einsamigen Steinkern gebildet.

Vorkommen Poraqueiba sericea hat ursprüngliche Vorkommen in Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru und im nördlichen Brasilien.

Taxonomie Poraqueiba sericea wurde 1849 von Louis René Tulasne in Annales des Sciences Naturelles; Botanique Serie 3 Band 11 Seite 172 erstbeschrieben. Ein Synonym ist Poraqueiba acuminata . Der Gattungsname Poraqueiba wurde 1775 von Jean Baptiste Christophore Fusée Aublet in Histoire des Plantes de la Guiane françoise ... Band 1 Seite 123 aufgestellt. Der Name der verwandten Art Poraqueiba guianensis bei den Einwohnern von Französisch-Guayana war nach Aublet „Poraqueiba“.

Verwendung Die ölhaltigen Früchte sind essbar und werden roh oder gekocht verwendet. Sie werden gerne mit Maniokmehl vermischt und als Paste gegessen. Sie sind bekannt als Umari oder Mari.

Das nicht beständige Holz wird für einige Anwendungen genutzt.

Literatur Joachim W. Kadereit, Volker Bittrich: The Families and Genera of Vascular Plants. Vol. XIV: Flowering Plants Eudicots, Springer, 2016, ISBN 978-3-319-28532-0, S. 244, 246, 253. Food and fruit-bearing forest species. 3: Examples from Latin America, FAO Forestry Paper 44/3, FAO, 1986, ISBN 92-5-102372-7, S. 221 ff. Harri Lorenzi: Árvores Brasileiras. Vol. 2, Instituto Plantarum, 1998, ISBN 85-86714-07-0, S. 115, online bei StuDocu. Martha de Aguiar Falcão, Eduardo Lleras: Aspectos fenológicos, ecológicos e de produtividade do umari (Poraqueiba sericea Tulasne). In: Acta Amaz. Vol.10, No.3, 1980, doi:10.1590/1809-43921980103445, online (PDF; 3,4 MB).

Einzelnachweise

Weblinks

Poraqueiba sericea bei Useful Tropical Plants.

Kategorie:Baum Kategorie:Exotische Frucht Kategorie:Bedecktsamer Kategorie:Magnoliopsida