Werner Willi Drews (* 16. März 1914 in Bannaskeim, Ostpreußen; † 23. November 1974 in Erftstadt-Lechenich) war ein deutscher Offizier, Oberstleutnant der Wehrmacht und zuletzt Generalmajor der Bundeswehr.

Leben Werner Drews trat 1932 in die Reichswehr ein. Er diente ab 1941 in unterschiedlichen Stabsfunktionen u. a. zu Kriegsende als Erster Generalstabsoffizier (Ia) in der 11. Panzer-Division. Als Oberstleutnant i. G. verbrachte Drews 3 Jahre in Kriegsgefangenschaft, verfasste für die Alliierten zwei German Military Studies und wurde 1948 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen.

Von 1951 bis 1955 war er im Amt Blank angestellt und verantwortlich für die „Allgemeinen Wehrfragen“ und war seit 1952 enger Mitarbeiter von Wolf von Baudissin. Hier wurde er sehr aktiv bei der Unterstützung der Wehrpolitik der Bundesregierung und die Umsetzung der „Inneren Führung“. Seine Ernennung zum Oberst erfolgte 1955, gleichbedeutend mit der Übernahme in die Bundeswehr. Für zwei Jahre wurde er Leiter der Unterabteilung IV C zuständig für „Streitkräfte und Öffentlichkeit“ und „Grundlagen der Wehraufklärung und Freiwilligenwerbung“ im Führungsstab der Bundeswehr in Bonn. In dieser Funktion wurde er quasi Mentor von Karl-Christian Trentzsch und war in der Produktion und Vorführung des 1956 erschienenen Films Die Ersten Schritte, ein Film über die schwierige Gründungszeit der Bundeswehr, eingebunden. 1960 wurde er zum Brigadegeneral befördert. Es folgte seine Verwendung als Brigadekommandeur bei der Kampfgruppenschule II in Munster und ab 1964 war er, jetzt als Generalmajor, Kommandeur der 2. Panzergrenadierdivision in Kassel (1964–1967) sowie später Befehlshaber des Territorialkommando Süd (1969–1972).Nationalrat der Nationalen Front des Demokratischen Deutschland. Dokumentationszentrum der Staatlichen Archivverwaltung der DDR (Hrsg.): „Braunbuch“. Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in Westberlin. Staat, Wirtschaft, Verwaltung, Armee, Justiz, Wissenschaft. Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1965. Letzte (3.) Auflage in der DDR 1968. Volltext. S. 293. 1967 war er vom NATO-Rat zum „Assistant Director“ beim International Military Staff (IMS) in Brüssel gewählt worden. 1972 wurde er in den Ruhestand verabschiedet.

Mit den letzten Verwendungen galt er mit Werner Panitzki und Alfred Zerbel zu der „neuen Generation von Offizieren in Führungspositionen der Bundeswehr“. In der Bedeutung für den Aufbau der Bundeswehr wurde er mit Wolf von Baudissin gleichgesetzt, konnte aber wohl aufgrund der Entscheidung für Ulrich de Maizière zum Generalinspekteur der Bundeswehr keine höhere Position erreichen.

Drews wurde das Große Bundesverdienstkreuz (1972) verliehen.Bundesanzeiger vom 19. April 1972.

Sein Sohn Rüdiger Drews (* 1942) ist ein ehemaliger Generalleutnant der Bundeswehr.

Werke Operations of the 11th Panzer Division in Southern France, described by the division operations officer. MS # B-756, 1947, National Archives. Remarks Regarding the War History of the Seventh U.S. Army (15 Aug.–14 Sep. 1944). MS # A-881, 1950, National Archives.

Siehe auch Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr

Literatur

Thorsten Loch: Das Gesicht der Bundeswehr. Walter de Gruyter, 2012, S. 135 ff. Werner Drews. In: Politische Studien, Band 17, 1966, S. 601.

Weblinks

Ein General nahm seinen Abschied. Die Zeit, 1964.

Einzelnachweise

Kategorie:Generalmajor (Heer der Bundeswehr) Kategorie:Kommandeur der 2. Panzergrenadierdivision (Heer der Bundeswehr) Kategorie:Oberstleutnant im Generalstab (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Militärperson (NATO) Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1914 Kategorie:Gestorben 1974 Kategorie:Mann