Złotogłowice (deutsch Groß Neundorf, 1945–1947 Złotopól) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Nysa (Neisse) im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole (Oppeln) in Polen.
Geographie Das Straßendorf Złotogłowice liegt etwa vier Kilometer nordöstlich von Nysa und 52 Kilometer südwestlich von Opole in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene). Westlich des Dorfes verläuft die Droga krajowa 46 und im Süden die Droga krajowa 41. Südöstlich verläuft in Ost-West-Richtung die Droga wojewódzka 406.
Nachbarorte von Złotogłowice sind im Westen Hanuszów (Hannsdorf), im Nordosten Prusinowice (Waltdorf), im Südosten Rusocin (Riemertsheide) und im Südwesten Nysa (Neiße).
Geschichte mini|Kirche St. Katharina mini|Gutshaus „Jacobi Villa“ wurde erstmals im Breslauer Zehntregister Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis erwähnt. Für das Jahr 1309 ist Namensvariante Nova villa belegt.Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis 1325 wird der Ort als Nowa villaerwähnt.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Groß Neundorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Groß Neundorf ab 1816 zum Landkreis Neisse im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf eine Scholtisei, eine katholische Kirche, eine katholische Schule, eine Wallfahrtskapelle, drei Ziegeleien und 184 weitere Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Groß Neundorf 1152 Einwohner, davon einer evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 440. 1855 wurden 1180 Einwohner gezählt.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 990. 1874 wurde der Amtsbezirk Groß Neundorf gebildet, dem die Landgemeinden Groß Neundorf, Hannsdorf und Weitzenberg eingegliedert wurden.Amtsbezirk Groß Neundorf 1885 zählte Groß Neundorf 1522 Einwohner.AGOFF Kreis Neisse
1933 lebten in Groß Neundorf 1571 Einwohner, 1939 waren es 1617 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Neisse.
Infolge des Zweiten Weltkriegs fiel Groß Neudorf mit dem größten Teil Schlesiens an Polen und wurde zunächst in Złotopól umbenannt. Die einheimische deutsche die Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Von 1950 bis 1950 gehörte es zur Woiwodschaft Schlesien. 1947 wurde Złotopól in Złotogłowice umbenannt. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum Powiat Nyski. 2017 wurde die südlich des Dorfes geleitete Umgehungsstraße Droga krajowa 41 eröffnet.Odwodnicy Nysy (polnisch)
Sehenswürdigkeiten Die Römisch-katholische St.-Katharina-Kirche () bestand bereits im 14. Jahrhundert. 1904 wurde das gotische Kirchenschiff abgetragen und durch einen größeren Neubau ersetzt. Der Kirchturm blieb erhalten.Geschichte der Kirche St. Katharina (polnisch) Das Kirchengebäude steht seit 1966 unter Denkmalschutz.Denkmalregister der Woiwodschaft Opole (polnisch; PDF; 913 kB) Römisch-katholische Gnadenkirche (poln. Kościół Matki Bożej Wspomożenia Wiernych) Sühnekreuz Wegekapelle mit Marienbildnis Herrenhaus
Vereine Freiwillige Feuerwehr OSP Złotogłowice Fußballverein LZS Złotogłowice
Persönlichkeiten August Grötzner (1867–1932), deutscher Gewerkschafter und Politiker (SPD)
Weblinks
Einzelnachweise
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