Das Pionierbrigade 50 „Main-Donau“ war eine der Pionierbrigaden des Heeres der Bundeswehr. Der Stabssitz war Bogen. Die Pionierbrigade unterstand dem Wehrbereichskommando V / 10. Panzerdivision. Der Beiname „Main-Donau“ verdeutlichte den Stationierungsraum der Brigade.

Geschichte Aufstellung Nach Ende des Ost-West Konflikts wurde die Struktur der Pioniertruppe zur Einnahme der Heeresstruktur V bzw. V (N) geändert. Ein Großteil der Pioniertruppe des Feld- und Territorialheeres war bisher in Pionierkommandos gegliedert. Die deutschen Korps führten als Korpstruppen je ein Pionierkommando. Analog führten die Territorialkommandos ebenfalls entweder ein direkt unterstelltes Pionierkommando bzw. im Falle des Territorialkommandos Schleswig-Holstein ein Pionierregiment vergleichbarer Größe. Auf Ebene der meisten Divisionen waren Pionierbataillone als Teil der Divisionstruppen ausgeplant; im Territorialheer führte analog jedes Wehrbereichskommando ein Pionierregiment.

In der neuen Struktur wurde die Masse der oben aufgezählten Truppenteile der Pioniere des Feld- und Territorialheers – soweit diese nicht außer Dienst gestellt wurden – in neu aufgestellten Pionierbrigaden zusammengefasst. Die Pionierbrigaden wurden jeweils einem Stab eines Wehrbereichskommandos/Division unterstellt. Diese fusionierten Großverbände neuen Typs vereinten Truppenteile und Aufgaben des bisherigen Feld- und Territorialheeres. Erst im Verteidigungsfall wären die Verbände voraussichtlich wieder getrennt worden. Ähnliches galt für die Pionierbrigaden.

Die Pionierbrigade 50 wurde am in der Graf-Aswin-Kaserne in Bogen aufgestellt und dem etwa zeitgleich fusionierten Wehrbereichskommando V / 10. Panzerdivision unterstellt.

Auflösung Etwa zeitgleich mit der Auftrennung des Wehrbereichskommandos V / 10. Panzerdivision und der bald darauf folgenden Außerdienststellung des Wehrbereichskommandos V wurde die Pionierbrigade 50 am außer Dienst gestellt.

Verbandsabzeichen mini|Internes Verbandsabzeichen des Stabes/Stabskompanie

Die Pionierbrigade führte anders als die meisten anderen Brigaden des Heeres kein eigenes Verbandsabzeichen. Die Soldaten trugen daher das Verbandsabzeichen des übergeordneten Wehrbereichskommandos bzw. der übergeordneten Division.

Als „Abzeichen“ wurde daher unpräzise manchmal das interne Verbandsabzeichen des Stabes und der Stabskompanie „pars pro toto“ für die gesamte Pionierbrigade genutzt. Es zeigte im Wesentlichen als Hinweis auf den Stationierungsraum den Bogen und Stern ähnlich wie im Stadtwappen der Stadt Bogen, die bayrische Rauten, die Stauferlöwen sowie ein Eichenlaubzweig und eine stilisierte Brücke, die beide ähnlich im Barettabzeichen der Pioniertruppe enthalten sind. Die Brücke taucht ähnlich in den anderen internen Verbandsabzeichen der Stäbe und der Stabskompanien der übrigen Pionierbrigaden auf.

Einzelnachweise

#050 Bogen Kategorie:Gegründet 1993 Kategorie:Aufgelöst 2002 Kategorie:Historische Organisation (Bayern) Kategorie:Bayerische Geschichte (20. Jahrhundert) Kategorie:Bayerische Geschichte (21. Jahrhundert) Kategorie:Bayerische Militärgeschichte Kategorie:Geschichte (Landkreis Straubing-Bogen)