Zojach ist eine Ortschaft in der Gemeinde Liebenfels im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten (Österreich). Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ). Sie liegt zur Gänze auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Sörgerberg.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde auch ein in der benachbarten Katastralgemeinde Steinbichl befindliches Gebäude als zum Ort gehörig betrachtet, der sich damit damals über zwei Gemeinden (Gemeinde Sörg, die später in der Gemeinde Liebenfels aufging; und Gemeinde Schaumboden, die später in der Gemeinde Frauenstein aufging) erstreckte.

Lage, Hofnamen Die Ortschaft liegt im Westen des Bezirks St. Veit an der Glan in den Wimitzer Bergen, an den Hängen, die von dem zwischen Simonhöhe und Schneebauerberg verlaufenden Höhenzug nach Süden hin zum Oberlauf des Harter Bachs abfallen, sowie – im Bereich Wegscheide – auf der Kuppe jenes Höhenzugs. Über eine schmale Asphaltstraße ist der Ort von Sörg aus erschlossen, von anderen Richtungen her bestehen nicht asphaltierte Wegverbindungen.

In der Ortschaft werden folgende Hofnamen geführt: Taumberger (Nr. 1), Knieberger (Nr. 2), Wunder (Nr. 6), Scheiber (Nr. 7), Pietschacher (Nr. 8), Schwager (Nr. 10), Lampele (Nr. 11), Mutzbauer (Nr. 12), Draxler (Nr. 13) und Wegscheider (Nr. 15).laut Adresssuche auf gis.ktn.gv.at

Geschichte Der Ort wird 1285 als Civviach urkundlich genannt, was sich von slowenisch osojah (= bei den Schattseitigen) ableitet.Gemeinde Liebenfels (Hrsg.): Gemeindechronik Liebenfels. 1998. S. 421.

Als Teil der Steuergemeinde Sörgerberg gehörte der Ort in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Gradenegg. Bei Bildung der Ortsgemeinden im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 kam Zojach an die Gemeinde Glantschach, 1875 an die Gemeinde Sörg. Seit der Fusion der Gemeinden Sörg und Liebenfels 1973 gehört der Ort zur Gemeinde Liebenfels.

Bevölkerungsentwicklung Für den Ort zählte man folgende Einwohnerzahlen (falls nicht gesondert anders erwähnt, nur im Bereich der heutigen Ortschaft): 1869: 19 Häuser, 131 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 72. 1880: 16 Häuser, 121 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 61. 1890: 17 Häuser, 139 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 61. 1900: 15 Häuser, 115 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 82. 1910: 15 Häuser, 106 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 43., sowie 1 Haus, 0 Einwohner im Bereich der Gemeinde Schaumboden. 1923: 15 Häuser, 114 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 18., sowie 1 Haus, 1 Einwohner im Bereich der Gemeinde Schaumboden. 1934: 124 Einwohner handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 18. 1961: 14 Häuser, 72 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 257. 2001: 23 Gebäude (davon 18 mit Hauptwohnsitz) mit 24 Wohnungen; 63 Einwohner und 5 Nebenwohnsitzfälle; 19 Haushalte; 4 Arbeitsstätten, 8 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. 113. 2011: 23 Gebäude, 48 Einwohner, 19 Haushalte, 4 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. 2021: 23 Gebäude, 39 Einwohner, 17 Haushalte, 7 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 40.

Ortschaftsbestandteile Im Bereich der Ortschaft wurden zeitweilig die Ortschaftsbestandteile Zojach und Wegscheide (bei der Straßenkreuzung im äußersten Nordwesten der Katastralgemeinde Sörgerberg) unterschieden: 1961: Zojach 11 Häuser, 58 Einwohner; Wegscheide 3 Häuser, 14 Einwohner

Zojach in der ehemaligen Gemeinde Schaumboden Der unter anderem 1910 und 1923 in der damaligen Gemeinde Schaumboden ausgewiesene Anteil am Ort Zojach umfasste jeweils nur 1 Haus. Es handelte sich wohl um ein Gebäude im Bereich Wegscheide unmittelbar an der Gemeindegrenze, das von der Gemeinde Frauenstein als Nachfolger der Gemeinde Schaumboden heute als zur Ortschaft Kreuth gehörend betrachtet wird.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Liebenfels) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan Kategorie:Ersterwähnung 1285