Roupala montana ist eine Pflanzenart aus der Gattung Roupala innerhalb der Familie der Silberbaumgewächse (Proteaceae). Sie ist in der Neotropis vom südlichen Mexiko über Zentralamerika und das nördliche bis ins zentrale Südamerika verbreitet.

Beschreibung mini|Blütenstand mini|Zweig mit Laubblättern und Blütenständen

mini|Illustration aus Aublet: Histoire des plantes de la Guiane Françoise, 1775, Tafel 32

Vegetative Merkmale Roupala montana wächst als langsamwüchsiger, laubabwerfender Baum mit Wuchshöhen von bis über 15, selten bis 25 Metern, oder als Strauch bis zu 10 Meter hoch. Der Stammdurchmesser erreicht bis zu 40 bis 80 Zentimeter. Die mehr oder weniger dicke Borke ist manchmal korkig und bräunlich bis grau, dunkel-grau, sie ist von relativ glatt bis rau bis mehr oder weniger rissig bis schuppig.

Die wechselständigen Laubblätter sind dimorph. Die jungen Laubblätter sind unpaarig gefiedert mit grob gesägten, etwas behaarten Blättchen oder sie sind einfach und gelappt bis geteilt. Die Rhachis und die Blättchen- und Blattstiele sind rinnig. Die älteren Laubblätter sind einfach, ledrig und gestielt sowie oberseits kahl und unterseits mehr oder weniger behaart. Der rinnige Blattstiel ist 2,2 bis 6,3 Zentimeter lang. Ihre Blattspreiten sind bei einer Länge von 5 bis 11 Zentimetern sowie einer Breite von 2,5 bis 7 Zentimetern eiförmig bis verkehrt-eiförmig oder elliptisch. Der Blattrand ist ganz bis seltener gesägt oder gekerbt, an der Spitze sind die Blätter spitz bis zugespitzt, geschwänzt oder eingebuchtet. Es können an einem Zweig gleichzeitig verschiedene Blattmorphen vorkommen.

Generative Merkmale Es werden end- oder achselständige und mehr oder weniger rostig behaarte, falsch traubige, walzliche, bis etwa 8 bis 20 Zentimeter lange, vielblütige Blütenstände gebildet. Die paarweise stehenden Blüten sind über kleinen Tragblättern angegeordnet. Die Blütenstiele sind kurz.

Die cremefarbenen bis gelblichen, ockerfarbenen oder grün-gelben, duftenden Blüten und sind vierzählig, mit einfacher Blütenhülle, die Kronblätter fehlen. Die linealischen, mehr oder weniger behaarten und freien, ausgebogenen vier Kelchblätter mit breiterer Basis sind bis 1 Zentimeter lang. Die fast sitzenden Staubblätter sind etwa mittig an den Kelchblättern angeheftet. Der mehr oder weniger behaarte Fruchtknoten ist oberständig, mit einem langen, konisch-keulenförmigen und kahlen Griffel mit einer Narbe nicht ganz am oberen Ende. Es sind vier kleine, kahle und fleischige, freie Nektardrüsen ausgebildet.

Auf den kleinen, fast kahlen und abgeflachten, bei einer Größe von 2,5 bis 4 Zentimetern etwa elliptischen, bräunlichen Balgfrüchte befinden sich am oberen Ende Griffelresten und sie öffnen sich zweiklappig und enthalten zwei Samen. Die geflügelten, abgeflachten, dreieckigen Samen sind mit dem papierigen Flügel rundum, elliptisch und 2 bis 2,5 Zentimeter lang sowie bis etwa 1 Zentimeter breit.

Systematik Die Erstveröffentlichune von Roupala montana erfolgte 1775 durch Jean Baptiste Christophe Fusée Aublet in Histoire des plantes de la Guiane Françoise, 1, S. 83. Für Roupala montana sind sehr viele Synonyme bekannt.

Je nach Autor gibt es etwa vier Varietäten: Roupala montana var. montana Roupala montana var. brasiliensis (Syn.: Roupala brasiliensis ) Roupala montana var. impressiuscula Roupala montana var. paraensis

mini|Holz

Verwendung Das Holz, Perlholz (Lacewood, Leopardwood, Louro Faia, Faeira, Catucaém) ist dekorativ und recht schwer, hart und recht beständig.

Literatur J. A. Vozzo: Tropical Tree Seed Manual. USDA Forest Service, 2002, S. 693 f, . Climbiê Ferreira Hall: Flora of the cangas of the Serra dos Carajás, Pará, Brazil: Proteaceae. In: Rodriguesia. Volume 67, Issue 5, 2015, S. 1463–1465, doi:10.1590/2175-7860201667549, online auf researchgate.net. J. Gérard, D. Guibal, S. Paradis, J.-C. Cerre: Tropical Timber Atlas. Éditions Quæ, 2017, ISBN 978-2-7592-2798-3, S. 213 ff, .

Weblinks

Roupala montana bei NYBG. Roupala montana bei Smithsonian Tropical Research Institute. Roupala montana bei Useful Tropical Plants. Roupala montana bei Árvores do Bioma Cerrado.

Einzelnachweise

Kategorie:Silberbaumgewächse Kategorie:Proteaceae Kategorie:Baum Kategorie:Holzart