Ajuy ist ein kleines Dorf an der schroffen Westküste auf der zu Spanien gehörenden Kanarischen Insel Fuerteventura. Es hat 100 Einwohner (2024). Administrativ gehört der Ort zur Gemeinde Pájara.

Charakter Unweit des Ortes ging Anfang des 15. Jahrhunderts der Normanne Jean de Béthencourt an Land, um die Insel für die spanische Krone zu erobern.

Puerto de la Peña, ein heutiger Ortsteil von Ajuy war lange Zeit der Hafen der früheren Inselhauptstadt Betancuria. Aufgrund blutiger Piratenangriffe trägt der schwarze Strand den Beinamen Playa de los Muertos – „Strand der Toten“.Dieter Schulze, Fuerteventura. Bielefeld 2024, ISBN 978-3-8317-3787-1, S. 101.

Etwa zwei Kilometer von Ajuy entfernt liegt die Caleta Negra, die „Schwarze Bucht“, sie ist auf einem gut ausgebauten Wanderweg erreichbar.Rolf Goetz, Fuerteventura – Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen, Bergverlag Rother, München 2024, ISBN 978-3-7633-4740-7, S. 106. Dort ragen bis zu 600 Meter weit Höhlen, die Cuevas de Ajuy, in den Fels hinein. Oberhalb der Höhlen hat man Blick auf einen Kalkbrennofen und eine ehemalige Verladerampe. Etwa ein Kilometer nördlich von der Caleta Negra ragt der Felsenbogen Arco del Jurado (auch Peña Horadada) aus dem Wasser.

Der Kalkstein der Umgebung von Ajuy galt als besonders rein und wurde bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von hier aus verschifft.

Der Strand von Ajuy ist nicht zum Baden geeignet, da starke Strömungen den Schwimmer ins Meer ziehen können.

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