mini|Herz-Jesu-Kirche in Stettin, ehemalige Garnisonkirche Adolf Stahl (* um 1874; † 17. März 1915) war ein deutscher Architekt und kommunaler Baubeamter. Er war Stadtbauinspektor in Stettin und Stadtbaurat in Posen.

Leben Adolf Stahl stammte wahrscheinlich aus dem Kreis Neustettin in Pommern. Er war möglicherweise der Adolph Stahl, der sich 1893 an der Kunstakademie München immatrikulierte.

Spätestens seit 1908 war er Stadtbauinspektor in Stettin. Dort entwarf er die Garnisonkirche in Reformarchitektur als erstes öffentliches Gebäude in Deutschland mit Stahlfaserbeton.

1914 wurde er Stadtbaurat in Posen. Von dort sind Entwürfe für mehrere Schulgebäude und Denkmalgestaltungen bis 1915 bekannt.

Stahl ist am 17. März 1915 „als Offiziersstellvertreter im mobilen Landsturmbataillon Ulm einer Krankheit erlegen“.Arvid Hansmann: Transformationen im Stettiner Kirchenbau. Studien zum Verhältnis von Form, Liturgie und Konfession in einer werdenden Großstadt des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Kiel 2015, S. 218, zitierend aus dem Württembergischen Nekrolog 1915.

Bauten (Auswahl) Adolf Stahl projektierte Gebäude und Denkmäler in Stettin und Posen. Angegeben sind die Jahre der Erbauung, die Projektierung erfolgte einige Zeit davor.

Jahr Ort Gebäude Bild Bemerkungen 1910 Stettin, heute Szczecin Villa für den Orgelbauer Felix Grüneberg 160x160px|zentriert 2014 verschobenIm Sommer in Stettin. Ein Haus auf Schienen Tantower Wordpress vom 19. März 20141913 Stettin Garnisonkirche, heute Herz-Jesu-Kirche 160x160px|zentriert Reformarchitektur, erstes öffentliches Gebäude aus Stahlfaserbeton im damaligen Deutschen Reich, erhaltenArvid Hansmann: Transformationen im Stettiner Kirchenbau. Ludwig, Kiel 2015. S. 219–240 (Dissertation) Inhaltsverzeichnis , misst dem Gebäude einen nationalen Rang zu Szczecin, 6. Absatz 1913 Posen, heute Poznań Denkmal für Generalfeldmarschall August Neidhardt von Gneisenau 160x160px|zentriert i architektonische Gestaltung, 1919 abgebrochen 1913 Posen Brunnen „Die Bambergerin“ (Goldenberg-Brunnen), heute Bamberka-Brunnen am Alten Markt 160x160px|zentriert architektonische Gestaltung, mehrmals versetztStudzienka Bamberki (polnisch) 1913–1915 Posen 5. Volksschule in der Rosenstraße, heute Grundschule Nr. 42 in der ul. Różana 160x160px|zentriert mit Hermann Herrenberger und Otto Häcker, von Neorenaissance beeinflusst, 1945 erheblich beschädigt, danach wieder aufgebautGeschichte der Grundschule Nr. Schule (polnisch) um 1913/15 Posen 11. Volksschule heutiger Zustand? 1914 Posen 13. Lazarus-Mädchenschule, Pavillon D, heute Grundschule Nr. 33 in der ul. Jarochowskiego, Pavillon A 160x160px|zentriert mit Hermann Herrenberger, erste Schule mit mehreren Gebäuden in Posen, Gesamtprojekt seit 1907/08 durch Fritz Teubner, Gebäude erhalten 1917 Posen 15. Volksschule für Mädchen am Teichplatz, heute Grundschule Nr. 40160x160px|zentriert letztes Projekt von Adolf Stahl, mit Hermann Herrenberger, Otto Häcker und Kloth, im Stil der Neorenaissance, nach seinem Tod fertiggestellt, erhaltenDeutsche Bauzeitung, 55. Jahrgang 1921, Nr. 77 (vom 28. September 1921) (online als PDF), S. 1.

Weblinks

Adolf Stahl im Historischen Architektenregister

Einzelnachweise

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