Eduard Julius Hugo Witte (* 1810; † 24. Januar 1887) war ein deutscher Salinenbesitzer,o. V.: Witte, Eduard Julius Hugo in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek in der Version vom 25. April 2006, zuletzt abgerufen am 9. Dezember 2019. königlich Hannoverscher Offizier und Burghauptmann auf Schloss Marienburg.Hannoverscher Staatskalender 1829, S. 113, 1848, S. 359.
Leben mini|Von Witte handschriftlich datiertes und signiertes Aquarell: „Hannover den 11. Juni 1853“; Eisenbahnsalonwagen für König Georg V. von Hannover
Eduard Julius Hugo Witte wurde während der Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover zur Zeit des Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg im Jahr 1810 geboren, inmitten der sogenannten „Franzosenzeit“.
Witte trat 1828 als Seconde-Lieutenant in das Artillerie-Regiment der Hannoverschen Armee ein und wurde 1847 als Premier-Lieutenant außer Diensten gestellt. In den Folgejahren bis 1859 wurde er bis zum Oberst-Lieutenant a. D. befördert 1853 entwarf er eigens für seinen Landesherrn, König Georg V. von Hannover, einen „Eisenbahnsalonwagen“.Alheidis von Rohr: Staats- und Stadtwagen aus dem hannoverschen Marstall. In: Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge Band 32 (1978), S. 165; Vorschau über Google-Bücher
Bereits seit 1847 arbeitete er als Mitglied der Materialkommission und Vorstand des Wagenbaues der „Eisenbahnverwaltung zu Hannover“.Erstmals Hannoverscher Staatskalender 1848, S. 359; letztmals Hannoverscher Staatskalender 1860, S. 491–494. 1860 wurde er zum Burghauptmann auf der „Königlichen Marienburg“ ernannt. Bald darauf tätigte der Generalsekretär des Finanzministeriums unter Eduard von Kielmannsegge, Theodor Wilhelm Brüel, zugleich Mitglied des Hannoverschen Staatsrates und der Kommission auf Schloss Marienburg, gravierende Aussagen gegen Witte:Wilhelm Rothert: Brüel. in: Ders.: Allgemeine Hannoversche Biografie, Bd. 2, Im Alten Königreich Hannover 1814–1866. Sponholtz, Hannover 1914, S. 523. Witte, der als Revisor der Baukasse der Marienburg eingesetzt war, hatte über mehrere Jahre Baugelder unterschlagen und zugleich verschiedene Bauführer des Schlossbaues genötigt, „billigere Baumaterialien zu verwenden“, vor allem aber Gips anstelle des eigentlich vorgesehenen „echten“ Eisenholzes, wovon der Architekt Conrad Wilhelm Hase offenbar keine Kenntnis hatte.Rita Seidel, Horst Gerken: Universität Hannover, 1831–1981. Festschrift zum 150jährigen Bestehen der Universität Hannover. Band 1. Kohlhammer, 1981, S. 187; Vorschau über Google-Bücher
Literatur Alheidis von Rohr: Staats- und Stadtwagen aus dem hannoverschen Marstall. Ergänzte Neuauflage des 1978 in den Hannoverschen Geschichtsblättern publizierten Artikels. Historisches Museum am Hohen Ufer, Hannover 1980, S. 15. Hildesheimer Heimat-Kalender. Kalender für Familie und Haus. Jahrbuch für Kunst und Wissenschaft im Hildesheimer Land. Gerstenberg, Hildesheim 2002, ISSN 0340-8477, S. 99–104.
Archivalien Archivalien von und über Eduard Julius Hugo Witte finden sich beispielsweise mit dem Titel Die Ernennung des Oberstleutnants a. D. Witte zum Burghauptmann auf der königlichen Marienburg 1860 im Niedersächsischen Landesarchiv (Standort Hannover) unter der Signatur NLA HA Dep. 103 XXIII Nr. 257.
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Einzelnachweise
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