Im Gebäude der Hochschule für Musik und Theater München in der Arcisstraße 12 befinden sich mehrere große Orgeln. Die größte von ihnen ist die Kuhn-Orgel im großen Konzertsaal.

Großer Konzertsaal Kuhn-Orgel (1999) mini|Die Kuhn-Orgel mini|Spieltisch der Kuhn-Orgel Im großen Konzertsaal, der 640 Zuhörern Platz bietet, wurde 1999 von Orgelbau Kuhn eine Orgel mit 52 Registern auf drei Manualen und Pedal gebaut. Sie hat folgende Disposition:München – Hochschule für Musik und Theater, Grosser Saal Auf der Website von Orgelbau Kuhn, abgerufen am 8. Dezember 2019. I Hauptwerk C–a3 Bourdon 16′ Principal 8′ Hohlflöte 8′ Gedeckt 8′ Gamba 8′ Octave 4′ Nachthorn 4′ Quinte ′ Octave 2′ Mixtur IV ′ Cornet V 8′ Trompete 8′ II Positiv C–a3 Principal 8′ Rohrflöte 8′ Salicional 8′ Octave 4′ Koppelflöte 4′ Waldflöte 2′ Quinte ′ Sifflöte 1′ Scharf III 1′ Sesquialter II ′ Trompete 8′ Krummhorn 8′ Tremulant III Schwellwerk C–a3 Quintaton 16′ Bourdon 8′ Flûte harmonique 8′ Gambe 8′ Voix céleste 8′ Flûte octaviante 4′ Viola 4′ Nazard ′ Octavin 2′ Tierce ′ Plein-jeu V 2′ Basson 16′ Trompette harmonique 8′ Hautbois 8′ Voix humaine 8′ Clairon 4′ Tremulant Pedal C–g1 Untersatz 32′ Principal 16′ Subbass 16′ Violon 16′ Octave 8′ Spitzflöte 8′ Octave 4′ Flöte 4′ Hintersatz IV ′ Posaune 16′ Trompete 8′Trompete 4′

Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P Spielhilfen: 5 × 256 Setzerkombinationen Bemerkungen: Schleiflade, mechanische Spiel- und elektrische Registertraktur

Orgelsaal Raum A14 Sandtner-Orgel (1974) mini|Die Sandtner-Orgel mini|Spieltisch der Sandtner-Orgel Der Orgelsaal A14 bietet Platz für ca. 70 Zuhörer. An seiner Stirnseite befindet sich seit 1974 eine große dreimanualige Sandtner-Orgel mit 50 Registern. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen elektrisch.

I Hauptwerk C–a3 Gemshorn 16′ Principal 8′ Flûte harmonique 8′ Gedeckt 8′ Oktave 4′ Rohrflöte 4′ Quinte ′ Oktave 2′ Flageolet 2′ Mixtur IV Scharff III-IV Trompete 16′ Trompete 8′ Vox humana 8′ Tremulant II Positiv C–a3 Principal 8′ Gedeckt 8′ Spitzkctave 4′ Rohrgedeckt 4′ Oktave 2′ Waldflöte 2′ Quinte ′ Sesquialter II Zimbel III 1′ Dulcian 8′ Tremulant III Schwellwerk C–a3 Bourdon 16′ Principal 8′ Rohrflöte 8′ Salicional 8′ Vox coelestis 8′ Oktave 4′ Hohlflöte 4′ Viola 4′ Nazard ′ Flöte 2′ Tierce ′ Bilgramnette 1′ Mixtur VI 2′ Trompette harmonique 8′ Oboe 8′ Clairon 4′ Tremulant Pedal C–g1 Principal 16′ Subbass 16′ Oktave 8′ Blockflöte 8′ Choralbass 4′ Nachthorn 4′ Rauschpfeife IV ′ Posaune 16′ Trompete 8′ Schalmey 4′

Koppeln: – mechanisch: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P – elektrisch: II/I, III/I, III/II Spielhilfen: 128 Setzerkombinationen Bemerkungen: Schleiflade, mechanische Spiel- und elektrische Registertraktur

West-Orgel (2019) mini|Die West-Orgel mini|Der Spielschrank der West-Orgel Gegenüber der Sandtner-Orgel wurde 2019 von Rowan West eine neue, zweite Orgel gebaut, die am 20. November 2019 eingeweiht wurde. Sie wird als „Bach-Orgel“ bezeichnet, weil sie speziell zum Studium und zur Aufführung der Orgelmusik von Johann Sebastian Bach und Komponisten seiner Zeit gebaut ist. Mit 28 Registern bietet sie ein breites Spektrum an verschiedenen Stimmen, so wie sie in der Barockzeit in Norddeutschland typisch waren. In Bauart, Stil und Technik der Spieltraktur, Registermechanik und Windversorgung ist sie auch möglichst getreu den berühmten Vorbildern von Arp Schnitger, Johann Friedrich Wender, Tobias Heinrich Gottfried Trost, Zacharias Hildebrandt, Gottfried Silbermann und den Scherers nachempfunden. So wurden zum Beispiel die Zinnplatten für die Orgelpfeifen im Sandgussverfahren hergestellt und die Prospektpfeifen auf die gleiche Art poliert wie damals üblich. Die Mensuren und Aufbau der Pfeifen entsprechen den historischen Vorbildern, und es wurde auch ohne Kernstiche wie zur damaligen Zeit intoniert. Die Orgel ist wohltemperiert gestimmt, und um das Zusammenspiel mit historischen Instrumenten zu erleichtern, um einen Halbton höher als der Kammerton (a1 = 465 Hz). Das Gehäuse aus massiver Eiche ist stilistisch Gottfried Silbermann nachempfunden.

Rowan West: „... haben wir versucht, eine Orgel zu bauen, die Bach, wenn er sich heute an das Instrument setzte, mit Wohlgefallen wiedererkennen und an der er sich zu Hause fühlen könnte.“Die neue West-Orgel der Hochschule für Musik und Theater München. Broschüre der HMTM, München 2019, S. 14.

Die Disposition lautet:

I Hauptwerk C–f3 Bourdon 16′ Principal 8′ Rohrflöte 8′ Viol di Gamb 8′ Octava 4′ Spitzflöte 4′ Quinte 3′ Octava 2′ Cornett IV Mixtur IV Trompete 8′ Vox humana 8′ II Hinterwerk C–f3 Gedackt 8′ Quintadena 8′ Salicional 8′ Prinzipal 4′ Nachthorn 4′ Nasat 3′ Sesquialtera II Octava 2′ Quinta ′ Dulcian 8′ Tremulant Pedal C–f1 Subbaß 16′ Octavbaß 8′ Gedacktbaß 8′ Octava 4′ Posaune 16′ Trompet 8′

Manualkoppel: II/I Koppel: I/P, II/P

Unterrichtsraum A21 Pirchner-Orgel (1981) mini|Die Pirchner-Orgel Im Unterrichtsraum A21 gibt es ein Instrument von Orgelbau Pirchner aus dem Jahr 1981. Es hat 13 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Disposition lautet:Orgeldatenbank Bayern online I Hauptwerk C–g3Gedackt 8′Prästant 4′Flachflöte 2′Mixtur ′Dulcian 8′ II Positiv C–g3Holzflöte 8′Rohrflöte 4′Prinzipal 2′Sifflöte 1′Sesquialter ′ Tremulant Pedal C–f1Subbaß 16′Flötenoctav 8′Nachthorn 4′

Koppeln: II-I, II-P, I-P

Unterrichtsraum A24 Jann-Orgel (1978) mini|Die Jann-Orgel Im Unterrichtsraum A24 gibt es ein Instrument der Firma Jann aus dem Jahr 1978. Es hat 14 Register auf drei Manualen und Pedal, wobei es sich bei dem I. Manual um ein Koppelmanual handelt. Während das Schwellpositiv (III) permanent mit dem Koppelmanual verbunden ist, kann das Hauptwerk (II) mit der Manualkoppel II/I separat dazu- bzw. abgekoppelt werden. Die Disposition lautet: I Koppelmanual C–g3II Hauptwerk C–g3 Rohrflöte 8′ Praestant 4′ Waldflöte 2′ Nasat (VA) ′ Sesquialter II Quinte (VA) ′ Mixtur III ′ Tremulant III Schwellpositiv C–g3 Gedackt 8′ Holzflöte 4′ Prinzipal 2′ Cimbel II Oktav (VA) 1′ Krummhorn 8′ Tremulant Pedal C–f1 Subbaß 16′ Rohrbaß 8′ Hohlflöte 4′ Fagott 16′

Koppeln: II-I, II-P, I-P Die mit „VA“ gekennzeichneten Register sind Vorabzüge.

Fratti-Orgel (2024) mini|Die Fratti-Orgel mini|Tastenbelegung mit Subsemitonien und gebrochener großer Oktave Im Jahr 2024 wurde eine neue Orgel im italienischen Stil durch die Firma Marco Fratti aus Campogalliani geliefert und in Raum A24 gegenüber der Jann-Orgel aufgestellt. Das Instrument verfügt über mechanische Springladen, eine mitteltönige Stimmung sowie entsprechende Subsemitonien für die nicht enharmonisch verwechselten Töne Es/Dis sowie Gis/As. Des Weiteren ist die Pedalklaviatur fest an das Manual angekoppelt. Die Disposition lautet: I Manual C, D, E, F-c3 1. Principale primo 8′ Zinn. 2. Principale secondo 8′ Blei; C-H mit 1. 3. Fiffaro 8′ Ab c1; schwebend. 4. Ottava 4′ 5. Flauto in ottava 4′ 6. Flauto in duodecima ′ 7. Quinta decima 2′ 8. Decima nona ′ 9. Vigesima seconda 1′ 10. Vigesima sesta ′ 11. Cornetto III Ab cis1. 12a. Regale bassi 8′ C-c1 12b. Regale soprani 8′ Ab cis1.Pedal C, D, E, F, G, A–f0 13. Contrabassi 16′

Unterrichtsraum A26 Schuke-Orgel (1988) mini|Die Schuke-Orgel mini|Spieltisch der Schuke-Orgel Die Schuke-Orgel im Unterrichtsraum A26 hat drei Manuale und 38 Register. Sie wurde 1988 gebaut.

I Hauptwerk C–a3 Bourdon 16′ Principal 8′ Rohrgedackt 8′ Octave 4′ Flöte 4′ Quinte ′ Superoktave 2′ Mixtur III-IV Trompete 8′ II Positiv C–a3 Rohrflöte 8′ Principal 4′ Blockflöte 4′ Nasat ′ Dolkan 2′ Terz ′ Larigot ′ Sifflet 1′ Cymbel III Krummhorn 8′ Tremulant III Schwellwerk C–a3 Flûte harmonique 8′ Gambe 8′ Voix céleste (ab c1) 8′ Prestant 4′ Holzflöte 4′ Piccolo 2′ Fourniture IV Cornett III 1′ Cor anglais 16′ Hautbois 8′ Clairon 4′ Tremulant Pedal C–g1 Violon 16′ Subbaß 16′ Oktavbaß 8′ Flötenbaß 8′ Hohlflöte 4′ Hintersatz III Posaune 16′ Trompete 8′

Koppeln: – Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P – Suboktavkoppel: III/I – Superoktavkoppel: III/I Spielhilfen: Setzeranlage, Tutti, Registercrescendowalze Bemerkungen: Schleiflade, mechanische Spiel- und elektrische Registertraktur

Einzelnachweise

Weblinks

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