Die Hedwig war ein Schiff der Deutschen Ost-Afrika Linie (DOAL).

Geschichte Die Hedwig wurde 1913 in Hamburg gebaut für die Deutsche Ost-Afrika Linie zur Verwendung als Küstendampfer in der Kolonie Deutsch-Ostafrika. Sie war für den Verkehr zwischen Tanga und Pangani mit Zwischenstationen in Moa, Kigombe, Kikogwe und Buschirihof vorgesehen. Handbuch 1914. Deutsche Ost-Afrika-Linie Hamburg, Hamburg 1914, S. 14; deutsche-digitale-bibliothek.de (PDF, 20 MB) Digitalisat der Peter Tamm Sen. Stiftung, Hamburg.

Bei Beginn des Ersten Weltkriegs Anfang August 1914 lief die Hedwig von Tanga in den Indik aus, um das von Indien kommende Frachtschiff Markgraf der DOAL über den Kriegsbeginn zu warnen, damit die Markgraf nicht in feindliche Hände fiele. Der Kapitän der Markgraf entschloss sich nach dem Treffen mit der Hedwig am 6. August 1914 mit seiner Reisladung und 600 t Kohlen nicht Daressalam, sondern Tanga anzulaufen.

Im September 1914 wurde die Hedwig den Schiffen für die Versorgung des in der Rufidjimündung liegenden Kleinen Kreuzers Königsberg zugeteilt.John Walter: Piraten des Kaisers. Deutsche Handelsstörer 1914–1918. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-613-01729-6, S. 118. Zeitweise war die Hedwig mit einer 3,7-cm-Ringkanone bewaffnet. Am 7. Juli 1915 wurden Teile der Ausrüstung des Landungskorps und des Proviants vorsorglich von der Königsberg auf die Hedwig umgeladen. Damit sollte dem etwaigen Verlust durch Gefechte und Brände vorgebeugt werden. Im weiteren Verlauf des Monats, nach der Versenkung des Kreuzers, wurden mit ihrem Ladegeschirr noch intakte 10,5-cm-Geschütze des Kriegsschiffes für den Einsatz an Land geborgen.

Am 9. Oktober 1915 versenkte sich die Hedwig bei der Annäherung eines britischen Kriegsschiffes in der Rufidjimündung selbst. Im August 1923 wurde das Wrack vom Tanganyika Territory Government zum Abbruch angeboten.A. Bertram Smith: General Notice No. 704. In: Kenya Gazette, 2. September 1923, Band XXV, Ausgabe Nr. 902, S. 736 (Google Books).

Siehe auch Küstendienst der Deutschen Ost-Afrika Linie

Literatur Erich Gröner: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band 7. Bernard & Graefe, Koblenz 1990, ISBN 978-3-7637-4807-5, S. 222.

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Einzelnachweise

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