Emily Huntington Miller (* 22. Oktober 1833 in Brooklyn, Connecticut; † 2. November 1913 in St. Paul, Minnesota) war eine US-amerikanische Autorin, Pädagogin und Hochschullehrerin. alt=Emily Huntington Miller|mini|Porträt Emily Huntington Miller

Leben Miller wurde als Tochter des methodistischen Pastors Thomas Huntington und Enkelin des Generals Jedediah Huntington am 22. Oktober 1833 in Brooklyn, Connecticut geboren. 1857 schloss sie ihr Studium am Oberlin College in Ohio ab. 1859 oder 1860 heiratete sie John E. Miller; aus der Ehe gingen drei Söhne hervor, ihre einzige Tochter starb noch im Kindesalter. Das Ehepaar lebte vorerst in Evanston, Illinois, zog später jedoch nach St. Paul, Minnesota um, wo John E. Miller 1882 verstarb. Nach dem Tod ihres Mannes engagierte sie sich stark im (christlichen) Bildungsbereich und starb am 2. November 1913 ebenda.

Beruf Schon in der Schule fiel Huntington Millers Begabung im Verfassen von literarischen Werken auf. Sie publizierte schon als junges Mädchen Geschichten und Skizzen, was ihr Aufmerksamkeit verschaffte. Sie verfasste regelmäßig Kurzgeschichten, Zeichnungen, mehrteilig fortgesetzte Geschichten und etliche Beiträge für Magazine und Zeitungen. Huntington Miller schrieb für unterschiedliche periodisch erscheinende Zeitungen, u. a. den Chicago Tribune und den Cleaveland Daily Leader. Besondere Anerkennung fanden ihre Beiträge im „Little Corporal“, eine von 1865 bis 1974/75 erscheinende Zeitung für junge Buben und Mädchen, die 1975 mit dem Kindermagazin „St. Nicholas“, auch „St. Nick“ genannt, fusioniert wurde. Miller war Mitbegründerin und Chefeditorin desselbigen monatlich erscheinenden Kindermagazines „St. Nicholas“, welches 1973 gegründet wurde, und in dem unter anderem Mark Twains Geschichten veröffentlicht wurden. Gemeinsam mit ihrem Mann John E. Miller gab sie den „The Little Corporal“ heraus, für den sie auch schrieb. Des Weiteren war sie Mit-Herausgeberin des „The Ladie's Home Journal“.

Neben Beiträgen für diverse Magazine und Zeitungen verwirklichte sich Miller auch als Autorin zahlreicher Bücher, u. a. The Royal Road to Fortune (1869), Hang Up the Baby's Stocking (1870). The Parish of Fair Haven (1876), What Tommy Did (1876), The Bears' Den (1877) oder "Captain Fritz: his friends and adventures (1877).

Miller war außerdem im Bildungsbereich tätig, inspiriert von ihrem Mann, der erst Schuldirektor in Granville, Illinois, und später Professor für Griechisch und Latein am Northwestern College war. 10 Jahre lang war sie selbst Dekanin an der Northwestern University, wo sie nach dem Tod ihres Mannes zur Präsidentin des „Women College“ gewählt wurde. Des Weiteren war sie eine starke Befürworterin der Abstinenzbewegung. 1974 war sie Teil des Komitees, das die „National Women’s Temperance Union“, später Women’s Christian Temperance Union oder WCTU gründete.

Werke (Auswahl) Bücher Tommy Bancroft's adventures, John B. Alden, New York 1889, A Summer Picture An offering of thanks What happened on a Christmas eve, Hunt & Eaton, New York 1888, Captain Fritz: his friends and adventures, E. P. Dutton & Co., New York 1877 The little lad of Bethlehem town, Paul Elder & Co., San Francisco 1911, Reprint: ISBN 978-0-526-45917-9 Thorn-apples, Phillips & Hunt, New York 1887, Songs from the nest, Kindergarten Literature, Chicago 1894, From Avalon, and other poems, A. C. McClurg & Co., Chicago 1896, Reprint: ISBN 978-3-7447-1429-7

Lieder/Gedichte My good for nothing Jolly Old Saint Nicholas The Bluebird's Song mehr als 100 Gedichte Huntington Millers wurden als Kirchengesänge oder Lieder vertont

Weblinks

Literarische Werke Huntington Millers im Internet Archive Lieder von Emily Huntington Miller auf Song of America

Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1833 Kategorie:Gestorben 1913 Kategorie:Frau